Taufe in der Ostermesse in Heimerzheim
Das Licht der Hoffnung
Heimerzheim. Die Osterliturgie ist die vielfältigste Zeit im liturgischen Jahresablauf der Christen. Der Aschermittwoch, der die tollen Tage beendet; die Fastenzeit, mit den unterschiedlichsten Gestaltungsmöglichkeiten; der Gründonnerstag, an dem Freundschaft und Verrat eng zusammenstehen; die tiefe Enttäuschung der Anhänger Jesus am Karfreitag und die große Freude zu Ostern. Das Licht ist seit jeher ein wichtiges Ostersymbol, so stand in der Osternacht auch in der katholischen Pfarrgemeinde Sankt Kunibert in Heimerzheim das Licht der Hoffnung im Mittelpunkt. Nachdem das Osterfeuer gesegnet und die Osterkerze daran entzündet wurde, trug Pater Marek diese Kerze mit dem dreimaligen Ruf „Lumen Christi“ in die Dunkelheit der Kirche. Die Osterkerze versinnbildlicht dabei Christus als Licht der Welt. In seiner Ansprache verdeutlichte er, dass die frommen Frauen und die Jünger beim Anblick des leeren Grabes vermuteten, jetzt haben sie auch noch den Leichnam gestohlen. Jedoch noch heute verkündet die Osterbotschaft, die über den gesamten Erdkreis erklingt, den Jubel der Auferstehung und damit die Perspektive, bei der der Mensch im Mittelpunkt steht. Peter Janssen und Alois Albrecht haben in den 70er Jahren das Lied geschrieben: „Manchmal feiern wir mitten im Tag das Fest der Auferstehung“. Damit wird zum Ausdruck gebracht: „Ostern kann sich jederzeit in deinem und meinem Leben ereignen.“ Ein Fest feierte am Ostersonntag auch die Familie Schrabback aus Dünstekoven, denn im Hochamt wurde Victoria Vivienne mit der Taufe in die Gemeinschaft Christi aufgenommen. Traditionell ist die Taufe an Ostern ein besonderes Ereignis. Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet, in der Osternacht wurde das Taufbecken mit frischem Taufwasser gefüllt und das Chrisam wurde vor Ostern auch als Symbol der großen Gemeinschaft der Christen im Kölner Dom geweiht. Der Kirchenchor sang diese Ostermesse unter der Leitung von Andreas Schäfer, der am 30. Mai in den Ruhestand wechselt. An diesem Tag wünschten nicht nur die Familie Schrabback der kleinen Victoria Vivienne ein gesundes, glückliches und langes Leben. Bevor Pater Marek mit der Messdienerschar feierlich aus der Kirche auszog, rief er den Gläubigen zu: „Der Stein ist weg, so ist Ostern auch für jeden von uns erfahrbar und erlebbar. Ich wünsche jedem von uns an diesem Osterfest, dass wir erfahren dürfen, dass die Steine, die uns persönlich auf dem Herzen liegen, von uns fallen. Jesus ist für dich und mich heute auferstanden“.
Im Hochamt wurde Victoria Vivienne mit der Taufe in die Gemeinschaft Christi aufgenommen.
