Allgemeine Berichte | 26.11.2018

Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Gewalt am Volkstrauertag

Das Schicksal der Kriegsopfer berührend in Erinnerung gerufen

Schüler des Gymnasiums im Kannenbäckerland beteiligen sich an Gedenkstunde – Es werden immer wieder Massengräber in Stalingrad gefunden

Im Gedenken wurde ein Kranz am Denkmal befestigt. Privat

Höhr-Grenzhausen. Am Volkstrauertag erinnern sich die Menschen in Deutschland an die Opfer von Krieg, Gewaltherrschaft und Terrorismus in der Vergangenheit und der Gegenwart.

Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums, Vertreter der Kirchen, der Stadt und Verbandsgemeinde sowie der Reservistenkameradschaft Kannenbäckerland gestalteten die würdevolle Feierstunde. Stadtbürgermeister Michael Thiesen legte gemeinsam mit Bürgermeister Thilo Becker einen Kranz am Ehrenmal nieder.

In seiner Ansprache ging Stadtbürgermeister Thiesen auf die schmerzliche Aktualität des Volkstrauertages ein und bezog sich auf eine aktuelle Pressemeldung des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. vom 8. Oktober. Darin wird berichtet, dass Ende September – also erst vor wenigen Wochen – im ehemaligen Stalingrad ein Massengrab mit 800 deutschen Opfern entdeckt wurde, die im Zweiten Weltkrieg einen grausamen Kriegstod erleiden mussten. Laut Volksbund werden im ehemaligen Stalingrad nach wie vor drei bis vier Massengräber pro Jahr gefunden. „Die Brutalität und die bedrückende Dimension des Kriegsleids kommt uns damit erschreckend nahe“, so Michael Thiesen. Der Volkstrauertag bietet eine Möglichkeit, uns mit den grausamen Geschehnissen und Folgen der Kriege auseinandersetzen.

Er verpflichtet uns, das Vergangene nicht zu vergessen und all derer zu gedenken, die unter für uns unvorstellbarer Unmenschlichkeit und Ungerechtigkeit leiden mussten. „Dafür sei es sehr wichtig, auch die nachfolgenden Generationen mit einzubeziehen und ihnen zu vermitteln, was Gedenken heißt. So gilt mein besonderer Dank den Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Kannenbäckerland, die sich – wie in jedem Jahr – für ihren Beitrag zur heutigen Gedenkstunde mit den historischen Geschehnissen auseinandergesetzt haben“, fuhr Stadtbürgermeister Thiesen fort. Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Geschichte der Jahrgangsstufe 11 hatten gemeinsam mit ihrer Lehrerin, Frau Heim-Cleppien, einen Vortrag vorbereitet, um sich der eigenen Geschichte anzunehmen und die Erinnerung an die Opfer wach zu halten. Als Generation, die den Krieg nur aus den Nachrichten oder Dokumentarsendungen kennt, setzten sie sich mit einem Thema auseinander, welches für sie relativ weit weg scheint und oft die Menschen aus entfernten Ländern betrifft. In ihrem Beitrag haben sich die Jugendlichen beispielhaft für ganz unterschiedliche, jedoch gleichermaßen bewegende Schicksale aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges sowie aus der aktuellen Bürgerkriegssituation in Syrien entschieden. Durch die Beschäftigung mit den sehr persönlichen Schicksalen dieser Menschen wurde die Vergangenheit zu einem Teil von ihnen, ein Teil der sie berührt hat und um den sie trauern konnten. Pfarrer Much gedachte in seiner Ansprache der Opfer der beiden Weltkriege und des Nationalsozialismus. Erik Weber, Vorsitzender der Reservistenkameradschaft Kannenbäckerland, erinnerte an die Opfer der Kriege des letzten Jahrhunderts und auch an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus, die unter der Gewalt deutscher Soldaten gelitten haben. Er gedachte weiterhin der Soldaten, die in aktuellen Auslandseinsätzen gefallen sind oder verletzt wurden.

Musikalisch begleitet wurde die Feierstunde vom Chor der Kannenbäckerstadt unter anderem mit dem Lied „Möge die Straße uns zusammen führen“. Zum feierlichen Abschluss spielte der Musikverein Hillscheid die deutsche Nationalhymne.

Stadtbürgermeister Thiesen dankte allen Beteiligten für die Gestaltung sowie den Helfern der Johanniter für die Betreuung der Gedenkstunde.

Pressemitteilung der

Verbandsgemeinde

Höhr-Grenzhausen

Im Gedenken wurde ein Kranz am Denkmal befestigt. Foto: Privat

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