Katholische Kita St. Peter und Paul Urbar
Das Schmetterlings-Projekt
Urbar. Die Sommermonate in der Kath. Kindertagesstätte St. Peter und Paul waren in diesem Jahr durch ein ganz besonderes geradezu zauberhaftes Erlebnis geprägt, denn sie hatten sich gemeinsam mit den Kindern mit der Aufzucht von Schmetterlingen beschäftigt. Aus kleinen Raupen sind wunderschöne Distelfalter geworden. Die Metamorphose der Tiere hatten die Kinder hautnah miterlebt und umfasste einen Zeitraum von ca. drei Wochen.
Die bestellten kleinen Raupen sind per Versand in die Kita geliefert worden. Das Paket war mit dem Aufdruck „Achtung! Lebende Tiere!“ versehen und so setzten wir die Neuankömmlinge schnell in die beigelegten Aufzuchtbehälter und stellten diese in die luftdurchlässige Glasvitrine im Foyer. So waren die Insekten vor intensiver Sonnenstrahlung, Durchzug und Lärm geschützt und hatten die gewünschten Bedingungen, um gut zu gedeihen. Außerdem steht die Glasvitrine an einem Ort, der für die Kinder jederzeit einseh- und erreichbar ist.
Täglich wurden die kleinen Raupen in ihren Bechern bestaunt. Nach einigen Tagen begannen die Tiere sich mit Seidenfäden einzuspinnen, bis sie schließlich vollständig verpuppt waren.
Nun siedelten sie die Puppen in mitgelieferte Aufzucht-Volieren um, auch diese platzierten sie weiterhin in die Glasvitrine. Jetzt war Geduld angesagt, denn das Puppenstadium kann bis zu 14 Tage dauern. Nach 10 Tagen färbten sich die Puppen etwas dunkel, der Zeitpunkt des Schlupfes stand unmittelbar bevor. Allmählich wurden auch die Farben des Distelfalters in der Puppe erkennbar. Die Spannung stieg und endlich! Die Geburt der Schmetterlinge! Die Aufregung war im ganzen Haus natürlich sehr groß. Alle hofften, dass diese zarten Geschöpfe auch in dieser Phase weiter gut unterstützt werden könnten. Die Kinder lernten durch die Aufzucht der Distelfalter Verantwortung und Verständnis für die Bedürfnisse von Tieren zu entwickeln.
Zwei Tage wurden die Schmetterlinge mit überreifen kleingeschnittenen Bananen, aufgeschnittenen Apfelsinen sowie mit Fruchtzucker von den Kindern versorgt. Jedoch spürten alle, dass der Freiheitsdrang der kleinen Tiere enorm hoch war und so entließ man sie bereits nach zwei Tagen (max. sechs Tage darf man sie noch in den Volieren halten). Dazu versammelten sich alle Kinder und Erzieher*innen auf dem Hof, bildeten einen Kreis, stellten die Volieren in die Mitte und öffneten diese. Sobald ein Schmetterling in die Luft emporstieg, wurde er mit lautem Jubel in die Freiheit entlassen. Dies war für alle ein unvergessliches Erlebnis und so verließ uns der schöne Sommerzauber. Da Distelfalter Wanderschmetterlinge sind und nach Nahrung suchen, hat der ein oder andere bestimmt auch den eigenen Garten besucht. Momentan werden sie sich auf den weiten Weg nach Nordafrika befinden, denn Distelfalter vertragen die Kälte in unseren Gebieten nicht, vergleichbar mit den Zugvögeln.
Das Projekt „Aufzucht von Schmetterlingen“ war während der Corona-Zeit ein wahrer Lichtblick und die Kinder zeigten so viel Interesse an der gesamten Entwicklung. Mit dem Erleben, wie ein Schmetterling entsteht, kamen natürlich auch viele Fragen zu anderen Tieren auf und die Kinder zeigten insgesamt viel Verständnis und Verantwortungsbewusstsein für Tiere. Neben Schmetterlingsliedern singen, Schmetterlinge basteln, Schmetterlinge malen Bücher zum Thema schauen … kamen auch einige Kinder mit Schmetterlingskostümen zur Voliere und das „Schmetterlingsfieber“ begleitete uns auch nach dem Abflug der Aufzucht noch lange Zeit in der Kita.
Pressemitteilung
Katholische KiTa gGmbH Koblenz
Zwei Tage wurden die Schmetterlinge mit überreifen kleingeschnittenen Bananen, aufgeschnittenen Apfelsinen sowie mit Fruchtzucker von den Kindern versorgt.
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