„Auf der Suche nach…“
Das Schüler-Multiplikatoren-Seminar zum Thema Suchtprävention
Bendorf. In diesem Schuljahr nahm das Wilhelm-Remy-Gymnasium in Bendorf erstmalig an einem dreitägigen Schüler-Multiplikatoren-Seminar (SMS) zur Suchtprävention teil. Sechs Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe, die zuvor von ihren jeweiligen Klassen gewählt wurden, machten sich zusammen mit den Lehrerinnen Jennifer Friedrich und Marion Fettelschoß sowie der Schulsozialarbeiterin Sigrid Saxler im Frühjahr auf den Weg in die Ev. Jugendbildungsstätte nach Rheinbach-Merzbach, um dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern des Are-Gymnasiums Bad Neuenahr, des Bertha-von-Suttner-Gymnasiums Andernach sowie des Hilda-Gymnasiums Koblenz als Multiplikatoren ausgebildet zu werden. Ermöglicht wurde die Teilnahme der Bendorfer Schülerinnen und Schüler durch eine großzügige Spende der PSD Bank Koblenz eG. „Ohne das dankenswerte Engagement der PSD Bank sowie insbesondere des Vorstandsvorsitzenden, Herrn Bernd Schittler, hätten wir unsere Präventionsarbeit nicht so rasch in dieser Form erweitern können“, erläutert Marion Fettelschoß. Da der Einstieg in den Suchtmittelkonsum für Jugendliche in der Regel über Gleichaltrige, Freunde und Bekannte erfolgt, legt das Schüler-Multiplikatoren-Seminar „Auf der Suche nach…“ einen Schwerpunkt auf die Stärkung der Ressourcen der am Seminar teilnehmenden Jugendlichen. Zusammenhänge zwischen Suchtmittelkonsum bzw. -missbrauch und verfügbaren und nicht verfügbaren Lebenskompetenzen werden während des Seminars erfahrbar gemacht und mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern reflektiert. Das Lebensumfeld der teilnehmenden Jugendlichen (Clique, Familie, Schule, Freizeit) wird bei der Gestaltung der Seminarinhalte berücksichtigt. Die beiden Highlights während des Seminars stellten sicherlich das Gespräch mit Herrn Hoffmann (Polizei Ahrweiler) und zwei Suchtpatienten aus der VFG Fachklinik Meckenheim dar, die sich den interessierten und oft auch persönlichen Fragen der Schülerinnen und Schülern offen stellten. Kurz vor Beginn der Sommerferien hatten die Bendorfer Multiplikatoren Gelegenheit, das erworbene Wissen an ihre Mitschülerinnen und Mitschüler weiterzugeben. Die Jugendlichen konnten sich eine differenzierte Meinung zu Suchtverhalten und einer sinnvollen Freizeitgestaltung bilden und werden diese hoffentlich in alltäglichen Situationen etwa auf privaten Feiern auch vertreten. Bernd Schittler von der PSD Bank betont, dass die Spendentätigkeit der Bank erst durch die Teilnahme der Kunden am Gewinnsparen möglich ist, da mit jedem gekauften Los soziale und kulturelle Institutionen im Geschäftsgebiet des Kreditinstitutes unterstützt werden können. „Die finanziellen Mittel zur Unterstützung kommen aus unserem Gewinnsparen. Von jedem Los in Höhe von fünf Euro, das unsere Kunden kaufen, werden vier Euro gespart, ein Euro ist der Spieleinsatz für die Lotterie. Doch nicht nur die Gewinnsparer profitieren von ihrem Gewinnsparlos, denn 25 Prozent des Spieleinsatzes fließen in gemeinnützige Projekte und Institutionen in der Region.“
Von links: Niklas Nink (9d), Lukas Both (9a), Leon Rösch (9d), Johannes Arnold (stellv. Schulleiter), Jette Rothbächer (9b), Bernd Schittler (Vorstandsvorsitzender PSD Bank Koblenz eG), Anesa Suta (9b), Annika Berrendorf (9c), Marion Fettelschoß (Lehrkraft) und Jennifer Friedrich (Lehrkraft). Foto: Privat