Ausschuss für Stadtentwicklung war sich einig
Das Umfeld des Rheinbacher Bahnhofs soll deutlich aufgewertet werden
Park&Ride-Platz soll deutlich vergrößert und zugleich 126 überdachte Fahrradabstellplätze geschaffen werden - Alternativstandort für Rheinbach-Meckenheimer Tafel
Rheinbach. Einstimmig brachte der Rheinbacher Ausschuss für Stadtentwicklung: Umwelt, Planung und Verkehr in seiner jüngsten Sitzung eine umfassende Verbesserung des Bahnhofsumfeldes auf den Weg. Zwischen der Keramikerstraße und den Bahngleisen soll gegenüber der Majolikafabrik auf einer 1,24 Hektar großen Fläche der vorhandene Park&Ride-Platz deutlich vergrößert werden. Zugleich möchte man überdachte Abstellplätze für Fahrräder errichten und darüber hinaus einen Radweg und einen Fußweg bauen. Die dafür nötige Änderung des Bebauungsplanes soll im beschleunigten Verfahren erfolgen, bei dem keine Umweltprüfung erforderlich ist.
Darüber hinaus will sich die Stadtverwaltung die Möglichkeit offenhalten, die Rheinbach-Meckenheimer Tafel auf diesem Gelände unterzubringen. Sie war bislang im gegenüberliegenden Majolika-Gebäude untergebracht, das jedoch im Zuge einer kompletten Neugestaltung des Areals derzeit abgerissen wird. Dort soll ein Wohngebiet mit 287 Wohnungen in mehrgeschossiger Bauweise für insgesamt etwa 600 Menschen entstehen. Eigentlich soll die Tafel nach dem Willen der Stadtverwaltung und mit finanzieller Unterstützung des Majolika-Investors künftig in einem Gebäude im Gewerbepark Nord I unterkommen, gemeinsam mit dem Möbellager des Georgsrings und der Fahrradwerkstatt. Die Verträge hierfür würden derzeit erarbeitet, doch die Sache sei noch nicht in trockenen Tüchern, erklärte Fachbereichsleiterin Margit Thünker-Jansen: „Wir sichern uns den Standort für den Fall, dass diese Lösung scheitert.“ Der Haupt- und Finanzausschuss beschließe in seiner Sitzung am Montag, 27. Januar, über die Zukunft der Tafel.
Radweg soll separat geführt werden
Schon jetzt gibt es auf dem überplanten Gelände einen Park&Ride-Platz sowie einen öffentlichen Parkplatz, die aber beide nicht optimal gestaltet sind. In das Plangebiet einbezogen werden auch die Parkplätze im Seitenstreifen auf der gegenüberliegenden Seite der Keramikerstraße. Doch nicht nur an die Autofahrer wurde mitgedacht, die Änderung des Bebauungsplans dient auch der Verwirklichung eines durchgängigen, separat geführten Radweges auf der südlichen Seite der Keramikerstraße. Der Radweg soll drei Meter breit ausgebaut werden, um den Radverkehr in beide Richtungen zu ermöglichen.
Beim Anlegen des Radweges soll zudem der am Park&Ride-Platz vorhandene Fußweg nach Westen bis zum Bahnübergang an der Aachener Straße weitergeführt werden. Hierdurch soll die fußläufige Erreichbarkeit des Bahnhofbereichs sowie der Innenstadt aus dem nördlichen Stadtgebiet weiter verbessert und insgesamt verkehrssicher hergestellt werden. Gleichzeitig soll die vorhandene Bushaltestelle geringfügig nach Westen verlegt und einschließlich eines überdachten Wartebereichs neu hergestellt werden.
E-Bike-Leihstation soll vergrößert werden
Der bisherige öffentliche Parkplatz im Westen soll verkehrsgerecht ausgebaut und zukünftig ebenfalls als Park&Ride-Platz ausgewiesen werden. Die geplante Anzahl der Stellplätze orientiert sich dabei an der Nutzungsintensität im derzeitigen nicht ausgebauten Zustand. Dort sollen auch Ladestationen für Elektroautos zumindest ermöglicht werden. Weil es bislang im Nahbereich des Rheinbacher Bahnhofs zu wenig Abstellmöglichkeiten für Fahrräder gibt, sollen dort bis zu 126 überdachte Fahrradabstellanlagen entstehen, und zwar im Nahbereich der Bahnsteige. Dorthin soll auch die bereits vorhandene E-Bike-Leihstation verschoben und vergrößert werden. Zudem ist das Aufstellen von abschließbaren Fahrradboxen angedacht. JOST
