Ein Ausflug der CDU-Seniorenunion des Gemeindeverbandes Mendig
Das Weltkulturerbe „Denkmalpfad Zollverein“ besucht
Mendig. Wer sich mit der aktuellen Situation der Energieversorgung beschäftigt, kommt letztlich nicht am Thema „Kohle“ vorbei. Um hier einen Einstieg zu finden, ging es den 48 Mitreisenden zunächst einmal um die Geschichte des Steinkohlenabbaus. Wo sind zu diesem Thema tiefergehende Erkenntnisse zu sammeln als im Weltkulturerbe „Denkmalpfad Zollverein“ in Essen? Die Anreise verlief nicht ganz nach Wunsch, da endlos scheinende Baustellen die Fahrt um mehr als eine Stunde verzögerten.
Dennoch traf man frühzeitig in einem sehr guten Lokal, unmittelbar am Zollverein gelegen, ein. Man ließ sich die vorbestellten Speisen wohlschmecken und erhielt letzte Informationen über den weiteren Ablauf des Tages. Pünktlich um 13:45 Uhr wurde die in drei Gruppen aufgeteilte Reisegesellschaft unmittelbar am Lokal abgeholt. Schon im Eingangsbereich des schier nicht enden wollenden Geländes gab es Erklärungen über die Geschichte des „Pütt,“ seinem Gründer, der besonderen Architektur (angelehnt an den Bauhausstil), der besonderen Begrifflichkeiten im Kohleabbau und natürlich einiger Eigenarten der „Kumpel“. So ist beispielsweise erwähnenswert, dass der Name „Zollverein“ von dem Gründer, einem Herrn namens „Haniel,“ durch den Zukauf einer Menge von umliegenden Ländereien mit unterirdischer Kohle stammt, der damit die vielen Kosten für Zölle einsparte. Der Denkmalpfad selbst führt von der Schachthalle, in der früher die Kohle ankam, durch die Sieberei bis zur Kohlenwäsche, wo die Kohle aufbereitet und anschließend verladen wurde. Den Besuchern wurden auf eindrucksvolle Weise die Produktionsabläufe der einst größten Steinkohlenzeche der Welt erklärt und sie erfuhren interessante Details über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Bergleute des Zollvereins.
Im Angesicht der Patronin der Bergleute, der hl. Barbara, die nach der Auflösung verschwunden und später auf unerklärliche Weise an ihrer ursprünglichen Stelle wiedergefunden wurde, erfuhren die Mitreisenden weitere lustige Anekdoten über die Eigenarten im Pütt. Es wurde auch der Übergang von der Einstellung der Arbeiten bis hin zum „Weltkulturerbe“ näher erläutert. Ein kleiner Obulus und überschäumender Beifall dürften allen Führern gezeigt haben, dass diese zwei Stunden den Besucherinnen und Besuchern sehr viel bedeuteten und die Heimreise verlief gottlob nahezu ohne längere Aufenthalte.
Die Teilnehmenden wurden in drei Gruppen über das Gelände geführt.
