Gedanken im Blick - Glaube, Traditionen und Persönliches
Das Wichtigste an Weihnachten
Eine theologische Kolumne von Gunnar Bach
Wir in der Gemeinde St. Martin Rotenhain bereiten uns dieses Jahr unter anderem darauf vor, am Heiligen Abend vor der Burg Tiere zu segnen. Familien und häusliche Gemeinschaften, aber auch Einzelpersonen sind herzlich eingeladen, zwischen 13.30 und 15.30 Uhr ihre Haustiere mit zur Burgweihnacht zu bringen und segnen zu lassen. Vieles ist nicht so möglich wie sonst die anderen Jahre. Wird Weihnachten vielleicht wieder auf seinen Kern zurückgeführt? Was ist eigentlich die Hauptsache an Weihnachten? Darüber stritten sich einige Tiere einmal. „Na klar, Gänsebraten“, sagte der Fuchs, „was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten!“ „Schnee“, sagte der Eisbär, „viel Schnee!“ Und er schwärmte verzückt: „Weiße Weihnachten feiern!“ Das Reh sagte: „Ich brauche einen Tannenbaum, sonst kann ich nicht Weihnachten feiern!“ „Aber nicht so viele Kerzen“, heulte die Eule. „Schön schummrig und gemütlich muss es sein. Stimmung ist die Hauptsache!“ „Aber mein neues Kleid muss man sehen“, sagte der Pfau.
„Wenn ich kein neues Kleid kriege, ist für mich nicht Weihnachten.“ „Und Schmuck,“ krächzte die Elster. „Jedes Weihnachten kriege ich was: Einen Ring, ein Armband, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das Allerschönste.“ „Na, aber bitten den Stollen nicht vergessen“, brummte der Bär, „das ist doch die Hauptsache, wenn es den nicht gibt und all die süßen Sachen, verzichte ich lieber auf Weihnachten.“ „Mach es wie ich“, sagte der Dachs, „pennen, pennen, das ist das Wahre an Weihnachten, mal richtig ausschlafen!“ „Und saufen“, ergänzte der Ochse, „mal richtig einen saufen und dann pennen....“ Dann aber schrie er „Aua!!“, denn der Esel hatte ihm einen gewaltigen Tritt versetzt: „Du Ochse, denkst du denn nicht an das Kind?“ Da senkte der Ochse beschämt den Kopf und sagte: „Das Kind, ja das Kind, das Kind ist die Hauptsache.“ „Übrigens“, fragte der Esel, „wissen das eigentlich auch die Menschen??“
