Allgemeine Berichte | 15.05.2017

Ökumenisches Gebet für den Frieden

„Das Wunder des Friedens ist kein Fertigprodukt aus dem Supermarktregal“

Weihbischof Jörg Michael Peters begann seine Visitation im Dekanat Rhein-Wied

„Das Wunder des Friedens ist kein Fertigprodukt aus dem Supermarktregal“

Melsbach. Zu einem Ökumenischen Friedensgebet am 8. Mai luden das Dekanat Rhein-Wied und die Pfarreiengemeinschaft St. Matthias Neuwied ein. Gleichzeitig war dieses Gebet an bedeutender Stelle, der Kreuzkirchruine in Melsbach, der Auftakt der Visitation von Weihbischof Jörg Michael Peters in den Monaten Mai und Juni, wo er die Firmung spenden und viele Besuche und Gottesdienste feiern wird.

Die Kreuzkirchruine ist der Legende nach ein Ort, an welchem auch Philipp Melanchthon (neben Martin Luther eine treibende Kraft der deutschen und europäischen kirchenpolitischen Reformation) gepredigt haben soll. Die Ruine, von Niederbieber aus kommend direkt am Ortseingang gelegen, geht zurück auf das 14. Jahrhundert, wo sie erstmals erwähnt wurde. Das spätgotische Bauwerk verfiel ab Ende des 18. Jahrhunderts. In den Jahren 1983 bis 1987 wurden Verfallschutz- und Rekonstruktionsmaßnahmen durchgeführt.

Markantes Datum und ungewöhnlicher Ort

An dieser Stelle versammelten sich also nun am 8. Mai, 72 Jahre nach Kriegsende, Katholiken, Protestanten und Mitglieder der Mennonitengemeinde Neuwied, um gemeinsam für den Frieden zu beten.

Für die musikalische Gestaltung sorgte die Bläsergruppe der Pfarreiengemeinschaft, so dass also nicht nur gebetet, sondern auch fleißig gesungen wurde. Der Gottesdienst stand unter dem Zitat „Nicht müde werden, sondern dem Wunder leise wie einem Vogel die Hand hinhalten“ von Hilde Dorin. „Wir laden sie ein, das Wunder wahrzunehmen, das Wunder des eigenen Lebens, das unserer Mitmenschen, unserer Nachbarn und das Wunder der Welt, all das, was wir auch im Moment ganz konkret um uns herum spüren“, so Gemeindereferentin Petra Frey, die gemeinsam mit ihrer Kollegin Ursula Pyra und ihrem Kollegen Hermann-Josef Schneider das Gebet vorbereitet hatte.

Ein Gebet des Friedens wurde dann nach einem uralten Ritual in alle vier Himmelsrichtungen gehalten. „Es erinnert daran, dass wir in der einen Welt miteinander leben“, so Ursula Pyra.

„Menschen auf der ganzen Welt sind dankbar für den Frieden oder aber sie sehnen sich nach Frieden. Lassen wir dieses Wunder Frieden in den verschiedenen Sprachen auf uns wirken“, lud Petra Frey ein und verschiedene Anwesende riefen „Frieden“, „Shalom“, „Pace“, „peace“ und „Eirene“ in das Rund der Ruine, ein Zeichen dafür, dass man Frieden nicht nur für sich selbst, sondern weltweit erbetet.

„Wir müssen den Frieden weitergeben!“

Nachdem Hermann-Josef Schneider den Bibeltext „Meinen Frieden gebe ich euch“ aus dem Johannes-Evangelium vorgelesen hatte, hielt Weihbischof Peters eine kurze Ansprache.

„Das Wunder des Friedens ist kein Fertigprodukt aus dem Supermarktregal. Der Friede sei mit euch ist eine Zusage Jesu an uns, eine Zusage verbunden mit einer Sendung und einem Auftrag, Wir müssen den Frieden weitergeben!

Wir treffen uns in der erblühenden Natur heute an einem ehrwürdigen Ort. Melanchton verstand sich als Philosoph, wäre aber wohl ein großer Ökumene seiner Zeit gewesen. Ein sehr gebildeter Mann, der zu faszinieren verstand und der auch Europa mitgeprägt hat.“

Auch wurde im Rahmen des Gebetes das Gebet des Heiligen Franziskus „Herr, mach mich zu einem Werkzeug deines Friedens“ gemeinsam gebetet und das Wort „Frieden“ von den Teilnehmern individuell und spontan buchstabiert. So unter anderem „F“ wie „Friede“, „R“ wie „Reich an Glaube“, „I“ wie Innehalten, „E“ wie „Einigkeit“, „D“ wie „Danke“ und „N“ wie „Nächstenliebe“. Im Anschluss gab es reichlich Möglichkeit für Begegnung und Stärkung, bevor sich der Pfarreienrat mit Weihbischof Peters zu einer Sitzung im Bürgerhaus zusammensetzte.

„Das Wunder des Friedens ist kein Fertigprodukt aus dem Supermarktregal“
„Das Wunder des Friedens ist kein Fertigprodukt aus dem Supermarktregal“

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