Lange ersehntes Kartoffelfest für die Gimmersdorfer Kinder
Das erste gemeinsame Dorffest seit vielen Monaten
Unter den eifrigsten Sammlern wurde auch der Kartoffelkönig und die Kartoffelkönigin gekürt
Wachtberg.Es waren lange Monate des sehnsüchtigen Wartens, bis es endlich am 18. September wieder soweit war: Ganz Gimmersdorf feierte das traditionelle Kartoffelfest mit den Kindern. Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen, spätsommerlichen Temperaturen ging es gemeinsam zu einem in der Nähe des Gimmersdorfer Bolzplatzes gelegenen Acker, auf dem die „Äädäppele“ schon auf ihre Ernte warteten.
Nach einem kleinen Vortrag über die Geschichte der Kartoffel, ihres Wachstums und den Unberechenbarkeiten im Laufe des Jahres, wie Staunässe, Pilzgefahr und Kartoffelkäfer, konnten es die vielen Pänz kaum erwarten, ihre mitgebrachten Beutel und Tüten mit der wertvollen Erdfrucht zu füllen. Zur Erleichterung, und damit auch die ganz Kleinen fleißig sammeln konnten, fuhr ein kleiner Traktor mit einem Kartoffelroder vorweg, der die Erde und damit einen Teil der Kartoffelernte aufwarf. Nach etwa einer halben Stunde war die Ernte eingefahren und es ging mit vollen Taschen wieder zurück zum Gimmersdorfer Bolzplatz, wo schon vom Bürgerverein Gimmersdorf Aktiv der Grill angeworfen war. Dazu hatte der Verein eine große Feuerschale mit reichlich Glut vorbereitet. Darin konnten die frisch geernteten und in Alufolie eingepackten Kartoffeln schnell zu heißen Köstlichkeiten garen. An der Feuerschale wurden dazu von den ganz hungrigen Kindern noch Stockbrot aus selbst mitgebrachtem Teig gebacken, während sich einige der sportlichsten Kinder auf dem Bolzplatz im Elfmeterschießen übten.
Unter den eifrigsten Sammlern wurde auch noch der Kartoffelkönig und die Kartoffelkönigin gekürt: Eine besondere Ehre für die Finder der größten und der kleinsten geernteten Kartoffel. Während der „König“ genau 436 g wog, waren die kleinsten so winzig, dass selbst die mitgebrachte Briefwaage keinen wirklichen Gewinner ausmachen konnte: Deswegen gab es neben dem König mehrere Königinnen. Es war das erste, von vielen Bürgerinnen und Bürgern des Dorfes ersehnte Fest, das die Gimmersdorfer von jung bis alt nach langen Monaten der Entbehrung wieder gemeinsam feiern konnten, wenn auch hier einschränkende Vorgaben der Pandemie zu beachten waren. So sind in diesem Jahr, allerdings auch wieder abhängig von dem Pandemiegeschehen, die weiteren Feste schon eingeplant: St. Martin mit dem Laternenumzug durch die Straßen des Dorfes und das Aufstellen des Weihnachtbaums am Vorabend des ersten Advents.
