Allgemeine Berichte | 05.07.2024

Die Unterstufen-Theater-AG präsentierte

„Das große Fest der Frösche: ein gewagtes Spiel mit Musik“

Fest steht: An Talent und Spielfreude mangelt es den 26 Nachwuchsschauspielern auf jeden Fall nicht. Quelle: KuBAGym

Münstermaifeld. „Bäume grün, Wiese grün, alles grün“: Die kleinen Frösche der Unterstufen-Theater-AG des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums haben es gehörig satt mit der Monotonie ihres Teiches. Deswegen luden sie nicht nur die Mitbewohner des Waldes, sondern gleich die ganze Schulgemeinschaft, ihre Eltern und alle Interessenten ein, um mit ihnen an zwei Aufführungen „Das große Fest der Frösche“ zu feiern.

Das tägliche Leben der Frösche (Cara Paul, Julius Geisen, Jonah Breidling, Leandra Engbert, Enya Dickers, Cosima Milinski, Katharina Ternes, Paula Modler) am Teich: „Quaken, hüpfen, klatschen, sitzen, jeden Tag das gleiche Spiel“, wie es der Grillenchor (Melina Esch, Sofia Carranza, Charlotte Klinkner, Annika Kubiak, Yagmur Göl, Smilla Schreurs, Charlotte Stark, Lisa Weise) mit dem überfordert wirkenden Dirigenten (Johannes Gilles) mehrmals anstimmt. Doch das Schlimmste in ihrem Alltag ist die alles umgebende Farbe grün, denn nicht nur die Bäume, Wiesen und Blätter, auch die Zunge des Frosches Grüni (Katharina Ternes) ist grün, ganz abgesehen davon, dass er seinen Namen zutiefst verachtet.

Es herrscht die totale Langeweile, die der Zuschauer hautnah miterlebt: Nicht nur durch die passende schauspielerische Darbietung, bei der sich die jungen Akteure zunächst im Publikum befinden und immer schleppender auf die Bühne treten, sondern auch über die auditive Unterstreichung durch das Ensemble „tri3o“ (bestehend aus Tobias Jacobs, Christian Kussmann und Marcus Junglas), einer mit einem Saxophon, Kontrabass und einer Trompete, wurde eine immer langsamer werdende Melodie erzeugt, die zeitweise ein Frosch-Gequake imitiert.

Die Frösche brauchen eben etwas mehr Pepp, etwas mehr Farbe in ihrem Leben. Frosch Quaki (Enya Dickers) kommt die Idee: Schnell werden alle roten Waldbewohner eingeladen, zu einem von den Fröschen organisierten Fest zu kommen. Gelockt von der angekündigten Himbeerlimonade und Pizza mit rotem Ketchup überzeugt die Einladung nicht nur Marienkäfer (Stina Gutsche), Klatschmohnblume (Ida Oliva), Fliegenpilz (Maren Wenzel) und Rotkehlchen (Thorben Karolczak), sondern auch den schnippischen Igel (Lana Afandi). Ausgestattet mit zahlreichen roten Mitbringseln begeben sie sich auf den Weg zum Teich.

Allerdings entdecken auch ungebetene Gäste die Einladung, die weniger von der Himbeerlimonade, sondern vielmehr von dem Fakt, ein gratis Frosch-Mahl zu genießen, angezogen werden, und so begibt sich parallel das Viergespann der hinterlistigen, extravaganten Störche (Lisa Güldenpfennig, Elly Laux, Elisabeth Mohring, Katharina Hellkamp) auf den Weg. Adrett gekleidet, aber hungrig auf Frösche, choreographieren sich die Störche begleitet von bedrohlicher Musik in Richtung Teich.

Das Fest ist mittlerweile in vollem Gange, die Geschenke werden an die sonst so grünen, nun rot eingekleideten Frösche verteilt und die Waldbewohner amüsieren sich prächtig in einer ausgelassenen Fete. Sie haben ihr Ziel erreicht und nicht nur ihrer Teichlandschaft, sondern auch ihrer Langeweile einen bunten Anstrich verpasst. Fast zu schön, um wahr zu sein?

Mit dem Einsatz des vom „tri3o“ gespielten „Jaws“-Thema kippt die Stimmung schlagartig ins Dramatische: Die Störche sind da. Die Frösche enttarnt. Die Störche greifen an. Die Jagd beginnt.

Mit vereinten Kräften und einem kreativen Ablenkungsmanöver des Igels gelingt es den Waldbewohnern zwar gemeinsam, die Störche zu vertreiben, jedoch stimmt es die Frösche letztlich auch nachdenklich: Vielleicht ist es ja gar nicht so schlimm, grün zu sein? Vielleicht war das Leben vorher ja gar nicht so langweilig? Und vielleicht sollte man manchmal einfach mit dem zufrieden sein, was man hat.

Ein tosender Applaus erfüllt das Forum des Kuba Gymnasiums. Die Regie (Frau Diewald, Herr Rogers und Herr Peifer), die sichtlich zufrieden mit der Leistung ihres Ensembles ist, tritt den jungen Schauspielern der 5. bis 7. Klasse auf der Bühne bei.

Den Zuschauern wird dieser Abend wohl nicht mehr so schnell aus der Erinnerung schwinden. Dafür sorgte nicht nur die bemerkenswerte schauspielerische Darbietung der jungen Talente, sondern auch die atmosphärisch-musikalische Begleitung durch das „tri3o“, das clevere Kostümdesign (beispielsweise lange, rote Krawatten auf weißen Hemden, die die langen Storchschnäbel repräsentierten, sowie die detailreiche Pilzhaube von „Fliepi“) und ein ausgefuchstes Bühnenbild, unterstützt von grün-rot-leuchtenden Floor Spots.

Sowohl das Publikum zeigte sich durch seinen Applaus dankbar als auch die Schulleiterin Frau Hofmann nach der Premiere sowie Darstellerinnen der 7. Klasse nach der zweiten Aufführung bedankten sich bei ihren Unterstützern: dem „tri3o“, Herrn Grober für das Einstudieren der Songs, Herrn Haustov, Ida Oliva und Charlotte Klinkner für das Karten- und Plakatdesign, André Hänsgen, Steffi Velten und Simone Weiler für Materialunterstützungen sowie Auf- und Abbau, Frau Saßmannshausen, Frau Kaiser und Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 11 für das Schminken sowie den Schulsanitätern, die während der Aufführung für Sicherheit sorgten.

Fest steht: An Talent und Spielfreude mangelt es den 26 Nachwuchsschauspielern auf jeden Fall nicht. Man ist auf ihre nächste Aufführung gespannt!

Fest steht: An Talent und Spielfreude mangelt es den 26 Nachwuchsschauspielern auf jeden Fall nicht. Quelle: KuBAGym

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