Finissage rundet gelungene Ausstellung „Ukrainische Farben in der bunten Stadt am Rhein“ ab
„Das ist gelebtes Empowerment“
Linz. An drei Wochenenden, vom 20. Januar bis zum 4. Februar waren in den Räumlichkeiten Markt9 in Linz am Rhein sehr unterschiedliche farbenfrohe Kunstwerke zu sehen. Sie zeugten von der Kreativität, die geflüchtete ukrainische Frauen in einem Kunstkurs der Kreisvolkshochschule Neuwied entweder neu entdecken oder der sie nach den Schrecken der Flucht endlich wieder Raum geben konnten.
Die Ausstellung zog viele Besucher an. Über 300 Menschen kamen während der Öffnungszeiten, um die Werke zu betrachten. Ein ganz besonderes Signal konnten die Initiatorinnen am Samstag, 3. Februar senden, als sie nach der Teilnahme an der Demonstration „Linz bleibt Bunt“ die Menschen, die sich auf dem Marktplatz versammelt hatten, in die Ausstellung einluden, damit diese dort genau dieses Buntsein hautnah erleben konnten.
Zur Finissage am 4. Februar waren erneut viele Gäste anwesend. Lisa Melnikova drückte im Namen der Organisatorinnen in einer kurzen Rede ihren Dank aus. Dank an die 15 ukrainischen Künstlerinnen, zwei Fotografinnen und eine Designerin für die Vorbereitung der Ausstellung im Verlauf des vergangenen Jahres (Infos zu den Künstlerinnen und Fotografinnen gibt es auf http://uakunst-linz.com/). Dank auch für die Unterstützung der Stadt Linz am Rhein, der Kreisvolkshochschule Neuwied sowie des Kunstvereins Linz am Rhein und all derer, die bei der Vorbereitung der Ausstellung geholfen hätten.
Die hohe Besucherzahl während der Ausstellungszeit mache die Künstlerinnen stolz und glücklich, sagte Melnikova. Sie wies noch einmal auf die Besonderheit des Kunstkurses hin: Die Frauen hätten sich gegenseitig bestimmte Kunsttechniken beigebracht. Die professionellen Künstlerinnen hätten ihr Wissen an die Amateurinnen weitergegeben. Jede Künstlerin habe zeigen wollen, in welcher Technik sie ein besonderes Talent hätte. Das sei gelebtes Empowerment.
Melnikova gab bekannt, dass im Laufe der Ausstellung großzügige Spenden getätigt worden seien, die es erlauben würden, die Integrationsprojekte weiterzuführen. So hoffe sie, dass unter anderem der Kunstkurs für Migrantinnen fortgeführt werden könne und dass ab März 2024 kostenfreie Kunstkurse für ukrainische Kinder starten könnten.
Zum Schluss dankte sie nochmals allen Anwesenden für ihre Unterstützung und kündigte dann die Sängerin Inna Lunova an, die gemeinsam mit ihrer Tochter ein Lied über ihre ukrainische Heimat darbot. Anschließend bestand für die Gäste ein letztes Mal die Gelegenheit, sich die Werke der Künstlerinnen in Ruhe zu betrachten und Gespräche mit den Frauen zu führen.
Mit der Finissage endete zwar diese Ausstellung, doch man darf gespannt sein, was in den zukünftigen Kunstkursen an farbenfroher Vielfalt entstehen wird.
