Allgemeine Berichte | 24.03.2016, 16:56 Uhr

15. Westerwälder Literaturtage

Das kann ja heiter werden!

32 Veranstaltungen von April bis Oktober geplant

Die Veranstalter der Westerwälder Literaturtage präsentieren zusammen mit Staatssekretär Walter Schumacher, Landrat Michael Lieber, Landrat Rainer Kaul und Bürgermeister Michael Wagener das Programm vor. privat
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Westerwald. Literarisch wird es in diesem Jahr in den drei Westerwälder Landkreisen überwiegend heiter bis leicht bewölkt, vereinzelt auch stürmisch zugehen. Unter dem Kultursommer-Motto „Der Sommer unseres Vergnügens!“ wird jedoch niemand unter seinem Niveau lachen müssen. Das Programm mit 32 Veranstaltungen zwischen Betzdorf im Norden und Neuwied im Süden, Rennerod im Osten und Rheinbreitbach im Westen verspricht niveauvolle Unterhaltung und Begegnungen mit bedeutenden Autorinnen und Autoren.

„Der Sommer unseres Vergnügens!“ lautet das diesjährige Motto des Kultursommers Rheinland-Pfalz, unter dessen Schirm sich die Literaturtage über alle drei rheinland-pfälzischen Kreise des Westerwalds, Altenkirchen, Westerwaldkreis und Neuwied, erstrecken. Staatssekretär Walter Schumacher, Landrat Michael Lieber, Landrat Rainer Kaul und Bürgermeister Michael Wagener stellten die druckfrische Programmbroschüre gemeinsam mit der Programmleiterin Maria Bastian-Erll und vielen Mitveranstaltern auf der Messe „Regionale“ im Kulturwerk Wissen vor.

Viele Schriftsteller mit rheinland-pfälzischen Wurzeln

Staatssekretär Schumacher war zur Präsentation des Programms eigens aus Mainz angereist. Viele der eingeladenen Schriftsteller haben rheinland-pfälzische Wurzeln und Verbindungen, wie Gerhard Henschel, Harald Martenstein, Klaus-Peter Wolf, Heiner Feldhoff, Annegret Held und natürlich der Gründer der Reihe, Hanns-Josef Ortheil. Aber auch Autoren aus dem Ruhrgebiet und aus Berlin reisen gerne zur ww-Lit an, die an wunderschönen Orten im nördlichen Rheinland-Pfalz stattfindet. Er dankte allen Mitveranstaltern, die die Lesungen vor Ort liebevoll betreuen, der Programmleiterin und besonders auch den Landräten der drei Kreise, die dies in einer einzigartigen Zusammenarbeit ermöglichen. Er betonte, dass solche kreisüberschreitenden regionalen Kultur-Kooperationen sehr wichtig für die Zukunft seien. Der Kultursommer unterstütze die Westerwälder Literaturtage daher gerne mit dem Betrag von 18.000 Euro.

Deshalb ließ es sich auch Landrat Michael Lieber nicht nehmen, der Programmleiterin sowie allen Mitveranstaltern vor Ort, den Autorinnen und Autoren und dem Kultursommer Rheinland-Pfalz für die Organisation dieser großartigen Reihe zu danken, die aus dem Kulturbetrieb des Westerwalds nicht mehr wegzudenken ist und von Jahr zu Jahr mehr Besucherinnen und Besucher lockt. Er wies besonders auf Annegret Helds Lesung aus „Armut ist ein brennend Hemd“ hin, in der die Situation der Menschen in einem kleinen Westerwälder Dorf im 19. Jahrhundert beschrieben wird. In dieser verzweifelten Lage war es keine Seltenheit, dass die Söhne und Töchter den Kleinbauern mit fahrenden Händlern nach Russland oder nach England zogen und versuchten, zum Unterhalt der Familien beizutragen. Landrat Kaul zeigte sich erfreut, dass der Kreis Neuwied mit einer stattlichen Anzahl von Lesungen vertreten ist. Er empfahl besonders den Vortrag von Prof. Kißener zu „Preußen am Rhein“, der im Rahmen der 200-Jahrfeier der beiden Kreise in Unkel gehalten wird. Im Gepäck hatte Landrat Lieber eine Förderzusage der drei Kreise in Höhe von 7.500 Euro.

Der Bürgermeister der Stadt- und Verbandsgemeinde Wissen, Michael Wagener freute sich über die Pressekonferenz im quirligen, publikumswirksamen Ambiente der „Regionale“. So seien die Westerwälder Literaturtage wieder einmal an ihrem Ursprungsort präsent, an dem sie zehn Jahre lang ausschließlich angesiedelt waren.

Eröffnung am 28. April in Montabaur

Einen Querschnitt des Programms stellte Maria Bastian-Erll dar, beginnend mit der feierlichen Eröffnung mit der Krimiautorin Ingrid Noll am 28. April in Montabaur. Danach treten bis zum 6. Oktober so bekannte Persönlichkeiten wie der Schauspieler und Autor Dominique Horwitz, der Kolumnist Harald Martenstein, der Gründer der Westerwälder Literaturtage Hanns-Josef Ortheil, „Simplify“-Erfinder Werner Tiki Küstenmacher, kabarettistische Urgesteine wie HG. Butzko, Josef Brustmann, Thomas Gsella, Manuel Andrack und Henning Venske auf. Daneben wird aber auch immer wieder großartige Literatur von aufstrebenden Schriftstellerinnen und Schriftstellern geboten, wie z.B. von Inger-Maria Mahlke, Ralf Dutli, Jan Koneffke und Thomas Meyer. Musikalisches Vergnügen ist inbegriffen, wenn Volker Höh und Raphaela Crossey einen „Tango für Gardel“ präsentieren und Schüler und Freunde des großartigen Dichters und Liedermachers Christoph Stählin einen Gedenkabend für den 2015 verstorbenen Künstler gestalten. Besonders freute sie sich, dass im 15. Jahr der Westerwälder Literaturtage die Autoren wieder versammelt sind, die 2001 das Pilotprojekt im Haus Marienberge in Elkhausen bestritten. Annegret Held, Heiner Feldhoff, Klaus-Peter Wolf und insbesondere dem „Erfinder“ Hanns-Josef Ortheil ist die Initialzündung zu der erfolgreichen Reihe „Westerwälder Literaturtage zu verdanken.

Lesung in der Hellertalbahn

Was 2015 großen Zuspruch fand, die Lesung in der 3LänderBahn, soll in diesem Jahr auf einer anderen schönen Westerwälder Strecke stattfinden: In der Hellertalbahn zwischen Betzdorf und Dillenburg werden junge Poeten zum Zug kommen. Im hessischen Dillenburg wurde diese Idee begeistert aufgenommen und durch Stadtführung und Imbiss ergänzt.

Auch an das junge Publikum ist wieder gedacht: Sabine Ludwig lässt ihren Helden Felix einen Lehrer auf den Mond schießen und Stefan Gemmel liest aus seiner Schattengreifer-Trilogie. Für die ganze Familie wird im Rahmen der 750 Jahrfeier der Stadt Montabaur der berühmte Kinderbuchautor Paul Maar mit der Capella Antiqua Bambergensis Geschichten von Nasreddin Hodscha erzählen.

Im Sommer unseres Lesevergnügens, im 15. Jahr der Westerwälder Literaturtage, sind die Autoren wieder versammelt, die 2001 das Pilotprojekt im Haus Marienberge in Elkhausen bestritten. Annegret Held, Heiner Feldhoff, Klaus-Peter Wolf und insbesondere dem „Erfinder“ Hanns-Josef Ortheil verdanken wir die Initialzündung zu dieser erfolgreichen Reihe.

Pressemitteilung

ww-Lit

Bei der Pressekonferenz wurde neben der Vorstellung der Programmbroschüre auch ein Überblick über die einzelnen Veranstaltungen gegeben.

Bei der Pressekonferenz wurde neben der Vorstellung der Programmbroschüre auch ein Überblick über die einzelnen Veranstaltungen gegeben.

Die Veranstalter der Westerwälder Literaturtage präsentieren zusammen mit Staatssekretär Walter Schumacher, Landrat Michael Lieber, Landrat Rainer Kaul und Bürgermeister Michael Wagener das Programm vor. Fotos: privat

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