Proklamation der KG Rot Weiß Queckenberg in der voll besetzten Madbachhalle
Das „tanzende Dreigestirn“ regiert im Drei-Dörfer-Eck
Feierliche Proklamation durch Bürgermeister Stefan Raetz und Ratsmitglied Lorenz Euskirchen
Queckenberg. Queckenberg hat neue Tollitäten. In der voll besetzten Madbachhalle proklamierten Bürgermeister Stefan Raetz und Ratsmitglied Lorenz Euskirchen feierlich ein „tanzendes Männerdreigestirn“ mit Prinz Conny I. (Cornelius Mathias Klemp), Bauer Rainer I. (Meurer) und Jungfrau Arminia I. (Armin Schwarz) zu neuen Herrschern über die Jecken in Queckenberg, Loch, Irlenbusch und Sürst-Hardt. Ihr Sessionsmotto lautet: „Singen, tanzen, lachen, wir drei können es machen. Heute tanzen wir wie jeck durch das Drei-Dörfer-Eck!“ Alle drei sind Mitglied des Queckenberger Männerballetts.
„Ich verneige mich vor Euch!“ – Bürgermeister Stefan Raetz dankte bei der Gelegenheit den Queckenbergern für ihre Bereitschaft, während der Flüchtlingswelle fast ein Jahr lang auf die Madbachhalle zu verzichten. Doch das sei nun vorbei und die Halle in besserem Zustand wieder an die Dorfgemeinschaft übergeben worden. Erfreulicherweise habe dennoch auf keine Veranstaltung verzichtet werden müssen, erinnerte er besonders an die gelungene „Jemüs-Sitzung“ in der Halle der Familie Pfahl-Früh.
Der Schimmelkönig als Karnevalsprinz
Prinz Conny I. (Klemp) ist in Norddeutschland geboren, wohnte einige Jahre in Irlenbusch, bis er in Queckenberg seine Frau Tina kennenlernte. Nun wohnt er mit Ehefrau Tina und den beiden Söhnen Leo und Simon in Loch. Der Prinz arbeitet selbstständig in seiner Firma für Altbausanierung, hat sich dabei zum Schimmelexperten qualifiziert und wurde von Sitzungspräsidentin Sabine Fahl als „unser Schimmelkönig“ tituliert. Sein Motto lautet: „Hast Du Schimmel in de Bud, kütt der Klemp und macht alles widde jut!“ In seiner Freizeit fährt er gerne Fahrrad und drückt dem „Effzeh“ die Daumen. Das Männerballett hat auch einen festen Platz in seiner Freizeit, hier schwingt er seit zehn Jahren fleißig das Tanzbein. Auch karnevalistisch kann er schon eine lange Karriere vorweisen, unter anderem als Zeugwart, Geschäftsführer und sogar als Präsident der KG Rot-Weiß Queckenberg. Als Adjutant hatte er auch schon einige Tollitäten begleitet und weiß daher, worauf er sich einlässt.
Bauer Rainer I. ist ein original Rheinbacher Jung, bis auch ihn die Liebe nach Queckenberg zog. Jetzt wohnt er mit seiner Frau Birgit und den Kindern Dana und Leon in Queckenberg. Fast täglich findet man ihn im Monte Mare, hier kümmert er sich um alles, was mit Technik zu tun hat. In der Freizeit entspannt er sich beim Angeln und powert sich anschließend beim Männerballett so richtig aus. Sein Fußball-Herz schlägt für die Gladbacher Fohlen. Rainer I. ist ebenfalls sehr mit dem Karneval verbunden: Seine Tochter Dana war 2007 Kinderprinzessin und seine Frau Birgit regierte als Jungfrau im Mäusedreigestirn der Session 2013/14. Jetzt will er auch einmal wissen, wie es ist, die Jecken im Karneval anzuführen.
Das Schönste, was Queckenberg zu bieten hat
Das Schönste, was Queckenberg in der Session zu bieten hat, ist Jungfrau Arminia. Armin Schwarz ist ein waschechter Sürsche Jung und konnte seine Liebste vom schönen Höhenort überzeugen. So wohnt Armin heute mit seiner Frau Petra und dem Sohn Lukas in Sürst. Die Jungfrau schiebt Dienst bei der Bundeswehr auf der Hardthöhe und kümmert sich dort um den Außenbereich und die Geräte, die für die Unterhaltung notwendig sind. In seiner Freizeit sucht er seinen Ausgleich beim Radfahren und schraubt leidenschaftlich an Traktoren herum. Auch er ist bekennender Fan der Geißböcke und verpasst fast kein Spiel. Natürlich tanzt auch er im Männerballett, und zwar als Alterspräsident immer in vorderster Reihe. Auch Armin ist karnevalistisch vorbelastet, war schon einmal in der Session 1993/94 Prinz in Queckenberg. Das hat ihm so gut gefallen, dass er jetzt auch seine weibliche Seite ausprobieren möchte.
Unterstützt wird das Trifolium von nahezu zwei Dutzend Adjutanten, die ihrerseits noch einen großen Auftritt hatten. Sie durften die Begrüßungsrede des Prinzen halten, weil das Dreigestirn bei seinen Damen ohnehin nichts zu sagen habe. In einheitlichen Look mit handbemalten „Colonia“-Jeans, weißem Hemd und gestreifter Krawatte waren sie an diesem Abend ohnehin ein Stimmungsgarant.
Tanzgruppen sorgten für gute Unterhaltung
Der weitere Verlauf der Proklamationssitzung, die von KG-Präsidentin Sabine Fahl mit tollem Witz und guter Laune geleitet wurde, war gespickt mit Auftritten der drei rot-weißen Tanzgruppen. Die kleinen und die großen „Sunshine-Kids“ überzeugten das Publikum ebenso wie die „Moonlight-Girls“. Natürlich hatte auch das Männerballett einen umjubelten Auftritt, und aus Merzbach waren wieder die „Mollipops“ mit einer tollen Show angereist. JOST
Die Adjutanten durften die Rede des Prinzen halten. Foto: Volker Jost
