Ob mit oder ohne Prinz, im Rheinhöhenort grassiert der „Bazillus Carnevalis“
„Dat Trömmelche“ jeht zuerst in Oedingen
Oedingen. Aus Oedingen kommen zurzeit nur gute Nachrichten: Kein Starkregen, ab Dezember ist die Kneipe wieder jeden Tag geöffnet, und bei der Prunksitzung war das DGH fast zu klein für die jecke Besucherschar. Besonders erfreulich: die Jugend und die jungen Familien feiern mit den „Alteingesessenen“ gemeinsam in einer karnevalistischen Partygemeinschaft. Die „Erfinder“ der Rheinhöhen-Funken hatten sichtlich Spass am Ehrentisch, bei diesem ausgelassenem Treiben. Unter ihnen natürlich Ehrenpräsident Rudi Dick, Dieter Holstein, Ortsvorsteher Olaf Wulff und sein Vorgänger Jürgen Meyer. Und es „meyerte“ ganz schön in Oedingen. Michael Meyer Vorsitzender, Bianka Meyer Trainerin der Minis und Sohn Julian, männliche Hälfte des Kindertanzpaares, der mit seiner Partnerin Summer Sodige eine kesse Sohle aufs Parkett legte. Da konnte man nachvollziehen, dass Sitzungspräsident Leo Baukhage stolz darauf war, „einen solchen Verein präsentieren zu dürfen“. Der Verein „Rheinhöhen-Funken“ zog mit Pauken und Trompeten in den Saal ein und präsentierte als erstes die Jugend. Klar, dass da Mütter und Väter, Omas und Opas tosenden Applaus spendeten. Mit ihren drei Jahren war „Lilli“ die Jüngste, die auf der Bühne die Beinchen schwang. Fast ein Dutzend zählt diese Nachwuchsabteilung, der die Trainerinnen Bianka Meyer, Sabrina Simons und Sarah Bungard den karnevalistischen Tanz-Virus mit auf den Weg geben. Ebenso stark sind die „Großen“. Die „Funkengarde“, die von Jennifer Schmidt, Daniela Krahforst und Ilka Simons trainiert wird, präsentiert sich auf der Bühne als eine rot-weiße Augenweide. Sitzungspräsident Leo Baukhage hatte bei so viel Begeisterung leichtes Spiel auf der Bühne, unterstützt wurde er immer wieder von dem „Schwerhörigen“ als musikalischem Alleinunterhalter, der auf jeden Beitrag ein musikalisches Deckelchen drauf setzte. Natürlich erklang „Einmal Prinz zu sein“, als das Vorjahresdreigestirn vom höhenortsansässigen Bürgermeister Björn Ingendahl bedankt und verabschiedet wurde. Da hatten Jungfrau Michaela (Meyer), Prinz Benedikt (Balasus) und Bauer Jan (Laudien) doch einiges erlebt in der Session von 122 Tagen mit 82 Auftritten, wusste der Stadtchef zu berichten. Der merkwürdigste Auftritt sei mit Abstand der auf dem Campingplatz in Remagen gewesen, wo alle auch nach dem Auftritt noch auf der Bühne standen, und keiner wusste ob es schon vorbei sei, erfuhr das Publikum. Der lustigste Auftritt war in Kripp. Dort musste der Prinz aufs Örtchen und konnte so schnell da nicht mehr runter (genaueres wurde nicht bekannt) und „Balu“, fast schon ein Kripper Original im Karneval, übernahm flugs die Rolle des Oedinger Prinzen auf der Bühne. Dafür erhielt der Mann aus der Kripper Abordnung in Oedingen noch einmal herzlichen Applaus. Der emotionalste Auftritt sei der letzte Auftritt gewesen, mit der Garde. Dabei flossen viele Tränen, bestätigte „Ex-Jungfrau“ Michaela. Als Dank der Stadt erhielt das Dreigestirn vom Bürgermeister die „Karnevalsspange“ und das Lob, „ihr habt unsere Stadt über die Grenzen hinaus würdig vertreten“. Dann ging es aber musikalisch ab, im karnevalistischen Hexenkessel. Die „Gulaschkapell“ aus Erpel heizte ein, „Ne Usjeflippte“ us Kölle produzierte Lachsalven, die Funkengarde zeigte erneut ihr Können, und aus der „Hauptstadt Remagen“ waren die „Magic Dancers“ eingeflogen worden. Das „Panikorchester“ blies sich im letzten Jahr des Musizierens noch einmal die Luft aus den Lungen. Bei den weiteren Musikdarbietungen kam Discostimmung auf, so richtig nach den Herzen des „Jungvolkes“ und die „Tatebäre“ zeigten mit ihrem Männerballett das „elefenhafte“, wie es eben nur Männern beim Tanzen zu eigen ist. Der Sitzungspräsident und der Vorstand der Oedinger Rheinhöhenfunken haben mit ihrer Sitzung für die kommende Session im Stadtgebiet großartig vorgelegt. AB
Vor allem die Kleinsten bekamen viel Applaus.
Gute Laune bei der Sessioneröffnung.
Die Rheinhöhen-Funken begeisterten das Publikum.
