Frauenbegegnungsstätte UTAMARA
Demokratie braucht starke Frauen, die wissen, was sie wollen
Linz. Vor Kurzem fand die gut besuchte gesellige und lebendige Diskussionsrunde im Café am Markt in Linz zum Thema „Frauenrechte und starke Frauen“ statt. Geladen hatte die SPD Linz, unter anderem die Gastrednerinnen Violeta Jasiqi von der Frauenbegegnungsstätte UTAMARA e.V. und Vorsitzende des Beirates für Migration und Integration des Kreistag Neuwied; Petra Jonas, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen im Kreis Neuwied und SPD Fraktionsvorsitzende und Astrid Thol, seit 24 Jahren Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Linz.
Durch den Abend und die diversen Themen leiteten Ulrike Donié und Geza Stuip. Die Gastrednerinnen machten auf die vielen erkämpften Errungenschaften der Frauenrechte der letzten Jahrzehnte aufmerksam, jedoch auch auf diverse Missstände in Politik und Gesellschaft, die Frauen, mit und ohne Migrationshintergrund, von einer gleichberechtigten Teilhabe ausschließen.
Astrid Thol beleuchtete, wie die Gleichberechtigung im Grundgesetz erkämpft werden musste und wir bis heute noch Widersprüche in der Gleichberechtigung von Frau und Mann in unseren Gesetzen finden. Außerdem ist es zwar eine große Errungenschaft eine Gleichstellungsbeauftragte in der Politik zu haben, gleichzeitig ist ihr Aufgabenfeld jedoch unrealistisch groß.
Violeta Jasiqi machte sich stark dafür, wie wichtig es sei besonders migrantische Frauen durch Sprachausbildungen zu fördern und diese in alle politischen und gesellschaftlichen Bereiche mit einzubinden. Besonders durch die Unterstützung von der Frauenberatungsstelle UTAMARA e.V. sind Migrantinnen in Linz und Umgebung an ein muttersprachliches und kultursensibles Hilfenetz angebunden.
Petra Jonas machte darauf aufmerksam, wie schwierig es ist, Frauen als Kandidatinnen für die regionale Politik zu gewinnen, obwohl besonders dort, die Stimme der Frau die ihre eigenen Anliegen vertritt, besonders wichtig ist. Daher auch das Leitmotiv: „Frauen wählen Frauen“.
Es wurde heiß diskutiert, unter anderem über die Rolle der Hilfsinstitutionen für Kinder und Frauen die von Gewalt betroffen sind und wann diese Eingreifen. Außerdem über die Rolle der Männer in der Gleichberechtigung: wenn sie ihrer Frau den Rücken freihalten, z.B. durch Kinderbetreuung, kann diese sich an der Politik beteiligen.
Am Ende waren sich aber alle einig: Gleichberechtigung geht nur gemeinsam und es sind alle Frauen und Männer in allen Bereichen des Lebens, der Gesellschaft und der Politik gefragt sich aktiv zu beteiligen.
Pressemitteilung der
Frauenbegegnungsstätte
UTAMARA
