Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld
Demokratie vor Ort
Münstermaifeld. Die Jahrgangsstufe 9 zum Mainzer Landtag, um dort eine Plenarsitzung zu dem Thema „Führerschein mit 16 Jahren“ selbst durchführen zu können.
Um 8.30 Uhr trafen sich die Schülerinnen und Schüler am Koblenzer Hauptbahnhof, damit sie den Zug um 9 Uhr bekommen konnten. Dieser kam überraschend pünktlich. Nachdem sie ungefähr eine Stunde mit dem Zug nach Mainz gefahren sind, erkundeten sie die Stadt. Dabei hatten sie die Aufgabe, Soziales und Historisches zu fotografieren und zu dokumentieren. Die Mehrheit hat sich zur Mittagszeit im McDonalds zusammengefunden, um sich dort vor dem Landtag noch mit Pommes und Burgern zu stärken.
Einige liehen sich auch E- Roller aus, gingen shoppen oder kauften sich neue Kopfhörer.
Um 12 Uhr mussten sich die Schülerinnen und Schüler vor dem Landtag wieder treffen. Dort bekamen sie zuerst Besucherausweise. Als sie sich in Kleingruppen zusammenfanden, ging es durch die Sicherheitskontrollen. Große Taschen wurden auf das Fließband gelegt und geröntgt. Sie mussten ebenfalls durch einen Sicherheitsscanner gehen. Diese strenge Kontrolle hätten sie jedoch nicht erwartet. Eine Etage tiefer konnten sie ihre Taschen einschließen. Anschließend gingen sie in den Plenarsaal, wo sich jeder auf einen Stuhl setzen konnte, genauso wie ein echter Politiker. Sie bekamen eine kleine Einführung, wo welche Fraktionen im Plenarsaal sitzen, wie viele Mitglieder der Landtag hat, welche Aufgaben Präsident und Schriftführer haben und wie die Mikrofone funktionieren. Sie waren in die Fraktionen Blau, Lila und Orange eingeteilt, die jeweils andere Ansichten zu ihrem Thema „Führerschein mit 16“ hatten. Die Schülerinnen und Schüler schlüpften in die Rolle von Abgeordneten und führten ein Rollenspiel durch. Dies lief folgendermaßen ab: Auf den Tischen wurden Materialien bereitgestellt. Die Fraktionen fanden sich in jeweiligen Besprechungsräumen zusammen, wo sie die Materialien durcharbeiteten und zu Teilbereichen ihres Themas entsprechend Argumente sammelten, die die Argumente der anderen Fraktionen entkräften sollten. Alle Mitgliederinnen und Mitglieder der Fraktionen wählten einen Vorsitzenden und einen Schriftführer. Nach der Besprechung gingen sie in den Plenarsaal zurück, wo nun die Sitzung richtig beginnen konnte. Zu aller erst wurde der Präsident gewählt, der sich mit den Schriftführern nach vorne ans Pult setzte. Dieser hatte nun das Sagen und hielt die Sitzung, während die Lehrenden aufmerksam zuhörten und die Schülerinnen und Schüler diese durchführen mussten. Die Vorsitzenden der jeweiligen Fraktionen kamen nach vorne, um ihr Thema kurz vorzustellen und ihren Standpunkt zu erläutern. Die Abgeordneten hatten die Erlaubnis, sich zu melden, um etwas beizutragen und ihre Argumente zu nennen. Dabei wurden ihre Mikrofone vom Präsidenten freigeschaltet, was sich jedoch teilweise etwas verzögert hat, da es eine etwas veraltete Technik ist. Wenn das Mikrofon leuchtete, konnte man etwas sagen. Zwischenrufe waren ebenfalls möglich. Leider wurde es dadurch oftmals etwas unruhig, sodass der Präsident mit der Glocke läuten musste, um wieder für Ruhe zu sorgen. Die Glocke musste etwas öfter eingesetzt werden. Nachdem alle ihre Meinung äußern konnten, wurde abgestimmt. Die Abgeordneten der Fraktion Lila und Blau schlossen sich zusammen und stimmten für den Führerschein mit 16 mit Beschränkung. Damit war Orange überstimmt und konnte ihre Ideen nicht durchsetzen.
Als Erinnerung haben die Schülerinnen und Schüler zum Abschluss noch ein Gruppenbild vor dem Landtag gemacht.
Danach hatten sie noch etwas Zeit, durch die Stadt zu gehen, bis sie wieder zum Bahnhof mussten. Sie nahmen den Zug, der mit Verspätung gegen Viertel nach fünf im Bahnhof eintraf. Als sie wieder in Koblenz ankamen, waren sie froh, nach dem langen Tag wieder nach Hause zu kommen.
Die Schülerinnen und Schüler fanden den Tag sehr interessant, weil sie selbst eine Plenarsitzung durchführen konnten und selbst erleben konnten, wie die Arbeit eines Politikers im Landtag aussieht.
Das Highlight waren die tollen Stühle, in denen man sehr angenehm sitzen konnte. So etwas fänden die Schülerinnen und Schüler auch für die Schule cool.
Pressemitteilung Kurfürst-Balduin-Gymnasium Münstermaifeld
