Allgemeine Berichte | 02.10.2020, 15:14 Uhr

BundeswehrZentralkrankenhaus in Koblenz

Den Ernstfall getestet

Die Aufnahme der evakuierten Patientinnen und Patienten erfolgte in de zur Aufnahmestation umfunktionierten Aula.Foto: Bundeswehr/Andreas Weidner
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Koblenz. Ein Übungsalarm stellte das Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz vor eine besondere Herausforderung - insbesondere mit Blick auf die Corona-Pandemie. Die Notaufnahme erhielt die Anfrage, schnell zusätzliche Betten für eine Evakuierung von 20 Patientinnen und Patienten eines anderen Krankenhauses bereit zu stellen.

Was war passiert?

Gemäß Landeskrankenhausgesetz Rheinland-Pfalz trifft jedes Krankenhaus Vorbereitungen, um bei erhöhtem Patientenaufkommen bis hin zu Großschadenslagen kurzfristig agieren zu können. Das BundeswehrZentralkrankenhaus nimmt diese Vorgabe sehr ernst und aktualisiert deshalb regelmäßig seinen Krankenhausalarm- und Einsatzplan.

Als Szenario wurde die Evakuierung eines benachbarten Krankenhauses aufgrund eines sich ausdehnenden Brandes eingespielt. Die Überraschung für die Fachkräfte war gelungen. Mit der Ankündigung von bis zu 20 Patientinnen und Patienten wurde die Alarmierung gestartet.

Erste Maßnahmen laufen an

Nun galt es, möglichst schnell freie Bettenkapazitäten zu ermitteln, und eine vorläufige Krankenhauseinsatzleitung einzuberufen. In der Zentralen Interdisziplinären Notaufnahme (ZINA) wurden Vorbereitungen für die Sichtung, Registrierung und Versorgung der Patientenklientel getroffen. Gleichzeitig wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem Schichtfrei über den Alarmserver des Krankenhauses hereingerufen.

Die extra für die Corona-Pandemie als Notfallbehandlungseinrichtung hergerichtete Aula wurde als Aufnahmestation gewählt und die Betriebsbereitschaft dort hergestellt. Parallel wurde die Wegeführung auf dem Krankenhausgelände eingerichtet und Verpflegung für die eingesetzten Kräfte organisiert.

Die Rettungswagen treffen ein

90 Minuten nach der ersten Vorinformation durch die Übungsleitstelle kamen die ersten Patientinnen und Patienten im BundeswehrZentralkrankenhaus an.

Nun ging es Schlag auf Schlag: In vier Wellen rollten die Rettungswagen der hauseigenen Rettungswache mit insgesamt 11 Übungspatienten an und stoppten zuerst an der sogenannten Sichtungsstelle.

Ärztliche Begutachtung und Aufnahme

Hier wurden die Patientinnen und Patienten ärztlich begutachtet und im EDV-System des Krankenhauses erfasst.

Bei den erdachten Verletzungsmustern handelte es sich um frisch operierte Patienten, bei denen die Schwierigkeit bestand, den Verlauf der postoperativen Phase und gleichzeitig die eventuellen internistischen Nebenerkrankungen zu beachten. Dies wurde bewältigt und von den eingesetzten Beobachtern positiv bewertet, selbst eingebaute Fehler wurden erkannt und in der folgenden Behandlung korrigiert.

Besonderes Augenmerk auf Covid-19

Ein wenig unruhig wurde es, als plötzlich ein infektiöser Patient mit COVID-19-Erkrankung eingespielt wurde, der die anderen Patienten nicht gefährden durfte.

Dieser wurde deshalb nicht in die Aula gebracht, sondern im speziell dafür vorbereiteten COVID-Schockraum der Notaufnahme versorgt. Somit konnte auch diese Situation von allen Seiten professionell gemeistert werden.

Funktionierende Zusammenarbeit Hand in Hand

Das Fazit aus dieser Übung, so die Kommandeurin und Ärztliche Direktorin, Generalarzt Dr. Almut Nolte, ist sehr gut. „Die bestehende Krankenhausalarm- und Einsatzplanung funktioniert, und auch auf kurzfristige Lageänderungen wird entsprechend reagiert.“

Der Katastrophenschutzbeauftragte des Hauses, Oberfeldarzt Dr. Dennis Ritter, attestierte allen beteiligten Disziplinen eine gute Zusammenarbeit. Es wurde Hand in Hand gemäß dem Leitbild des BundeswehrZentralkrankenhauses Koblenz „Mit Kompetenz und Verantwortung für die Sicherheit unserer Patienten“ reagiert. „Diese Übung beweist, dass das BundeswehrZentralkrankenhaus jederzeit auf ein Mehraufkommen von Patientinnen und Patienten und auf unerwartete Situationen vorbereitet ist.“ Pressemitteilung

Presse- und Informationszentrum des Sanitätsdienstes der

Bundeswehr

Die Aufnahme der evakuierten Patientinnen und Patienten erfolgte in de zur Aufnahmestation umfunktionierten Aula. Foto: Bundeswehr/Andreas Weidner

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