Guido Schmidt wird Prädikant in Meckenheim
Den Glauben weitergeben
Meckenheim. Er war Arzt, Kabarettist, Coach für Vortrags- und Bühnenpräsenz, Unternehmensberater und Mediator, Restaurantbesitzer, Vertriebler. Um nur einige Stationen zu nennen. Nun wird Guido Schmidt im Gottesdienst am 8. Dezember zum Prädikanten ordiniert. Er ist dann auch berechtigt, im Gottesdienst das Abendmahl einzusetzen und zu taufen. Kirchliche Bestattungen und Trauungen kann er ebenfalls übernehmen. Die Zurüstung beinhaltete neben Exegese, Homiletik und Hermeneutik auch Kasualien-Kurse und liturgische Präsenz. „Konkret, wie lege ich mich im Talar nicht auf die Nase“, schmunzelt er.
Für Guido Schmidt schließt sich mit der Ordination gewissermaßen ein Kreis. Der Glaube habe ihm in den letzten Jahren so viel geschenkt, gegeben und geholfen. Beruflich und vor allem privat. „Mein Wunsch, etwas davon zurück- und weitergeben zu können, ist stetig gewachsen.“
Trotz seiner Kinder- und Jugendzeit in der Kirche, war es nie eine Option, Theologie zu studieren. Stattdessen Medizin. Als Unternehmensberater und Prozessoptimierer genoss er hohes Ansehen in der „Health-Care“-Szene der Wirtschaft. „Aber das bedeutete auch Stress, wenig Zeit für Familie, Freunde, Eltern und vor allem auch für mich.“ Mit Mitte 40 orientierte er sich um. Es sollte ein letzter Berufswechsel sein. Er wollte mit Menschen zu tun haben, ohne ihnen etwas zu verkaufen zu müssen. „Und mit meinen Händen, also körperlichen Arbeit zu tun haben.“ Und so stieß er auf eine vakante Küsterstelle in Meckenheim. Dort begann Schmidt 2019, seit 2022 ist er in Kirchengemeinde als Sekretär und Projektleiter schwerpunktmäßig für „Umstrukturierung“ zuständig.
Guido Schmidt, Jahrgang 1974, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Als @guidoglaubt ist er auf Instagram unterwegs. Er übt die neue Aufgabe ehrenamtlich aus. Der Ordination ging zweieinhalbjährige Ausbildung durch die Landeskirche voraus. Pfarrer Knut Dahl-Ruddies hat ihn als Mentor begleitet. Prädikantinnen und Prädikanten sind in der Evangelischen Kirche im Rheinland durch die Ordination den Pfarrern und Pfarrerinnen geistlich gleichgestellt. So können Gemeindemitglieder, die in anderen als theologischen Berufen tätig sind oder waren, die Vielfalt der Auslegung des Wortes Gottes gewährleisten und das gottesdienstliche Leben bereichern.
Voraussetzung dazu sind die Gabe der Wortverkündigung, eine ausreichende Allgemeinbildung und biblische Kenntnisse, Verständnis für theologische Fragen und eine aktive Teilnahme am kirchlichen Leben. Es sind Menschen, die die Seelsorge mit ihrer eigenen Lebenserfahrung verbinden.
Der Ordinationsgottesdienst mit Superintendentin Claudia Müller-Bück beginnt am Sonntag, 8. Dezember 2024, um 15 Uhr in der Friedenskirche Meckenheim, Markeeweg 7.
Pressemitteilung
Ev. Kirchenkreis
Bad Godesberg-Voreifel
