Kultur- und Pilgerreise der St.-Matthias-Bruderschaft Mayen nach Rom
Den Papst im Zentrum der Christenheit „gespürt“
Als Welt-Kulturerbe bildeten die Altstadt von Rom, der Petersdom und Vatikanstadt erlebenswerte Besuchsziele
Region. Zum reichhaltigen Aktivitäten-Programm der rührigen Mayener St.-Matthias-Bruderschaft (SMB MY) gehört jedes Jahr auch eine Pilger- und Kultur-Reise. Als Ziel bot sich diesmal das Zentrum der Christenheit, die Ewige Stadt Rom an. Das von Papst Franziskus verkündete „Heilige Jahr der Barmherzigkeit“ und durch die „Heilige Pforte“ als innere Schritte des Pilgerweges, im Gebet zu schreiten, motivierten die Matthiasfreunde, mit dabei zu sein. Als Welt-Kulturerbe bildeten die Altstadt von Rom, der Petersdom und Vatikanstadt erlebenswerte Besuchsziele, ergänzt durch weitere Kulturgüter der Antike.
Papst Franziskus war „spürbar“- auch beim „Mayener Jung“
Ein Besuch der Peterskirche –mit Überschreiten der Heiligen Pforte- widmete sich dem Gedenken an Apostel Petrus und seiner dortigen Grabstätte sowie Gräber weiterer Päpste. Dass man in der Peterskirche Papst Franziskus auch schon mal als Messe-Besucher inmitten der übrigen Gläubigen erleben kann (ohne es besonders zu bemerken), erfuhren die Matthiasfreunde. Das machte sie neugierig auf Begegnungen mit „Papa Francesco“ an zwei ihrer Pilgertage. Zum Angelus-Gebet erschien er am Fenster des Apostolischen Palastes mehreren Tausend Pilgern zwar „weit weg“, aber trotzdem gedanklich ganz nah. Diese Nähe verstärkte sich enorm bei der Papst-Audienz. Per „Papa-Mobil“ suchte er förmlich den Kontakt zu seinen begeisterten Besuchern. Kinder nahm er in den Arm, jeder der über 30.000 Menschen „spürte“ ihn. Ein eindrucksvolles Erlebnis für alle, die mit dabei waren. Bei der offiziellen Begrüßung der Besuchergruppen galt zuvor auch den Mayener Pilgern als „St.-Matthias-Bruderschaft Mayen“ und dem Bistum Trier ein herzlicher Willkommensgruß. Und als dieser dann noch bestärkt wurde mit vertrauten Südtiroler Konzertklängen, wussten die Matthiasfreunde dann auch stimmig den „passenden Text“ mitzusingen vom „Mayener Jung“!
Antikes und klassisches Rom beeindruckte
Zeugnisse des antiken Rom bildeten den Mayener Pilgern das Kolosseum, ein Amphitheater für 73.000 Menschen, der Konstantinbogen als besterhaltener römischer Siegesbogen, das Forum Romanum, dem politischen Mittelpunkt des römischen Reiches, das Kapitol, dem politischen und religiösen Zentrum Roms. Auch die Engelsburg, die Spanische Treppe, der Trevi-Brunnen und das Pantheon luden zum römischen Geschichtsunterricht ein. Ein Verwandter des verstorbenen Kardinal Wendel aus München führte die Rompilger durch einen kleinen Teil des 17 Kilometer langen Labyrinths von Gängen in den Domitilla Katakomben, in denen die Römer Ihre Toten beigesetzt haben. Diesen unterirdischen Friedhof nutzten später auch die Christen. Das Grab des Apostels Paulus, der im Jahr 67 vor der Stadt durch Enthauptung hingerichtet wurde, besuchten die Pilger in der Kirche „St. Paul vor den Mauern“ und überschritten hierbei die dortige Heilige Pforte. Die Lateran-Basilika präsentierte sich den Matthiasfreunden als eigentliche Papstkirche mit lateinischer Inschrift als „Mutter und Haupt aller Kirchen der Stadt und dem Erdkreis“.
Erinnerungen an Mayen
Erinnerungen an Mayen kamen bei zwei weiteren Kirchenbesuchen auf: Die Kirche San Clemente in Rom gab der örtlichen Reisebegleiterin die Gelegenheit, die Geschichte des heiligen Clemens als 3. Nachfolger von Petrus in Erinnerung zu bringen. Dass die Mayener Pilger mit dem Clemenslied der Pfarrei St Clemens ihren Pfarrpatron ehrten, war dabei selbstredend. Eine Legende beschreibt einen Traum, in dem die Mutter Gottes am 5. August 352 dem Papst Liberius und dem Patrizier Johannes aufgetragen hat, eine Kirche zu bauen an der Stelle, an der am nächsten Morgen Schnee fallen würde. Tatsächlich soll es auf dem Esquilin-Hügel geschneit haben (im August!) und begründete den Bau der Kirche Santa Maria Maggiore. Das verbindet die Matthiasfreunde gedanklich auch mit der Mayener Schafstall-Kapelle, in der dem Gedenktag „Maria Schnee“ jährlich am 5. August mit einer Andacht bedacht wird.
Dieter Preß
Papst Franziskus suchte „händeringenden“ Kontakt – die „Kleinen“ kamen bei ihm hierbei ganz groß raus. Foto: Picasa
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