Allgemeine Berichte | 22.12.2022

Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes

Der Armut in Neuwied begegnen

Neuwied. Einkommensschwache Haushalte leiden überproportional stark unter der rasanten Teuerung, was in vielen Fällen zu existenzbedrohenden Krisen führt. Die einkommensschwächsten Haushalte geben einen großen Teil ihres Einkommens für die Preistreiber Nahrungsmittel, Wohnen und Haushaltsenergie aus. Die betroffenen Haushalte geraten zunehmend in eine finanziell aussichtslose Situation.

Die Schuldner- und Insolvenzberatung des Diakonischen Werkes kennt zahlreiche einkommensschwache Familien. Familie T. gehört dazu. Herr T. ist Verputzer und verdient 2100 Euro netto, seine Ehefrau ist Hausfrau und hat kein Einkommen, es gibt zwei Kinder im Teenager-Alter. Zieht man das Kindergeld hinzu und Miete und Strom ab, bleiben 1188 Euro für die restlichen Kosten für einen Haushalt mit vier Personen. Es können keine Rücklagen gebildet werden, das Auto wurde abgeschafft, da es nicht finanziert werden kann. Wie die Familie mit den hohen Lebensmittelkosten umgeht, ist noch in der Erprobung, da die Familie die Tafel nicht in Anspruch nehmen kann, da sie keine Sozialleistungen bezieht.

„Bei diesen Familien ist die Gefahr groß, dass Sie in die Schuldenfalle geraten. In diesem besonderen Winter bieten wir allen eine Beratung an, um zu klären, ob sie Anspruch auf zusätzliche Leistungen haben und noch nicht wahrnehmen“, so Dorothee Meßmann vom Diakonischen Werk. „Und wir benötigen für schwierige Fälle, wenn die Stromzufuhr abgestellt wurde, einen Fond, um schnell helfen zu können, damit Menschen nicht im Kalten sitzen“, so Simone Binz.

Freiwillige Spenden und Beiträge derer, die es können, können ein zusätzliches Zeichen sein, um den Staat zu ermutigen, mehr bei denen zu suchen, die mehr haben. Deshalb werden alle, die es können, gebeten, mehr zu geben als sonst, damit Menschen in der Energiekrise individuell und sinnvoll geholfen werden kann. Das geschieht in diesem Winter bei Stromsperren durch Beratung, aber auch mit Geld.

Deshalb bitten Diakonie und evangelische Kirche um Spenden aus Solidarität: Spendenkonto: IBAN: DE28574501200030225767 bei der Sparkasse Neuwied, Stichwort Solidarität.

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