Die Tour de France Fahrer Christian Knees zu Gast im Rheinbacher Rathaus
Der Bodygard von Team Sky
Rheinbach. Die Tour de France ist vorbei und die Sieger der Tour stehen Fest. Sowohl der Gesamtsieger Chris Froome als auch sein Team SKY haben die diesjährige Tour gewonnen. Und einer der maßgeblichen Teilnehmer im Team Sky, der „Bodyguard“ des Siegers Christian Knees war mit seiner Familie zum Empfang in den großen Ratssaal im Rathaus in Rheinbach eingeladen. Begleitet wurde er durch seinen „Rheinbacher Fanclub Christian Knees“ vom RSC Rheinbach mit Ihrem Vorsitzenden Günter Frank. „Es ist eine große Ehre für Rheinbach und die Rheinbacher Bürger einen Gewinner der Tour de France aus unserer Stadt hier im Rathaus begrüßen zu dürfen“ begrüßte der Bürgermeister Stefan Raetz den Rheinbacher Tour de France Teilnehmer Christian Knees mit seiner Familie. „Er repräsentiert nicht nur den Profi Radsport als Teilnehmer der Tour de France sondern ist in sportlicher Hinsicht auch Repräsentant unserer Stadt Rheinbach“ sagte Bürgermeister Stefan Raetz. Knees bedankte sich und hatte als Gastgeschenk eine signierte Startnummer mit der Zahl vier mitgebracht, die nicht nur seine vierte Teilnahme an der Tour de France verdeutlichte. Christian Knees war derDomestik des Siegers der Tour Chris Froome. „Das heißt dass ich für alles rund um die Versorgung zuständig war. Ohne das Team ist es nicht möglich, so ein Rennen erfolgreich zu bestreiten. Während des Rennens ist die volle Konzentration auf den Spitzenfahrer ausgerichtet. Hier gibt es keine Alleingänge„ sagte der 36 Jährige Knees, der immer an der Seite des Siegers fuhr. Froome, der zum vierten Mal den Gesamtsieg bei der Tour de France holte, konnte sich auf sein Team verlassen. Für das Team gibt es fünfzehn Fahrer, die vornominiert werden. Erst zehn Tage vor Beginn des Rennens werden die acht Fahrer, die die Tour de France für das Team fahren, bekannt gegeben. Sein wohl schlimmstes Erlebnis war, als am Rad von Chris Froome eine Speiche gebrochen war. Da ging es um alles oder nichts. „Ich habe den Funk zwischen Teamfahrzeug und den Fahrern abgeschaltet um die Nerven zerreißende Dialoge nicht mit zu bekommen. Wir mussten nach dem Hinterradtausch mit Michal Kwiatkowski, Chris Froome auf der 15. Etappe wieder ins Feld zurück an die Spitze des Sky-Team bringen und retteten das Gelbe Trikot vor Verfolger Fabio Aru bis zum Ziel. „Das war der schlimmste Moment in diesem Rennen“, stellte Knees fest. Aber das hat dann mit viel Anstrengung geklappt. In jeder Sekunde war es erforderlich für die Verteidigung des Gelben Trikot zu kämpfen. Es ist eine sehr starke Herausforderung in so einem tollen Team alles zu geben. Es war schon ein gutes Gefühl, mit den Mannschaftskameraden ganz oben auf dem Siegerpodest zu stehen“, erklärte Knees der zwei Wochen mit einer Erkältung zu kämpfen hatte. Die Fahrer waren zwei Wochen vor den Start der Tour de France für eine Woche im Trainingslager und hatten dann noch eine Woche Pause. Die schönsten Augenblicke waren wohl der Start, der diesmal nach langen Jahren in Deutschland stattfand und die Siegereinfahrt in Paris. Zum Start waren hunderttausende Sportbegeisterte nach Düsseldorf gekommen. Auch der Fanclub aus Rheinbach war mit einem Bus angereist. Mit an Bord der Vorsitzende des Fanclubs Günter Frank, der die Busreise organisiert hatte. „Es war ein tolles Gefühl am Start die Menschenmassen zu sehen, die selbst bei dem schlechten Wetter gekommen waren. Und erst die Einfahrt im Ziel in Paris war gewaltig. Ein unbeschreibliches Gefühl“ berichtete Knees. Die 3540 Km der Tour hat er mit ein paar Schürwunden überstanden, die er sich bei einem Sturz am zweiten Tag des Rennens zugezogen hatte. Bei dem Sturz hatte er sich eine schmerzhafte Prellung zugezogen, die noch die ganze Tour über zu spüren war. Das Team SKY fuhr zum Schluss mit sieben Fahrern, nach dem einer nach einem Sturz ausscheiden musste. Zum Ende des Rennens war seine Frau Nadja nach Paris angereist. Die beiden Töchter wurden zu Hause von Opa Günther und Oma Rita Knees betreut. „Es gab abends eine große Siegesfeier in Paris mit den Frauen aller Teamkollegen und Freunden bis in den späten Abend.“ Berichtete Knees. Am Folgetag fuhr das ganze Team nach England zum Hauptquartier von Sky und von da aus konnten die Fahrer den Heimweg antreten. „Wir sind alle sehr Stolz auf Christian und froh ihn ohne große Blessuren wieder hier zu haben. Er war fast fünf Wochen unterwegs und es war manchmal eine sehr emotionale Zeit. Umso mehr freuen wir uns, ihn wieder zu haben. Unsere Freunde Biggi und Günter Frank haben uns in der Zeit sehr unterstützt“ freute sich seine Frau Nadja mit Ihrer kleinen Tochter Emilia und seine anwesenden Eltern Rita und Günther Knees. Während des Rennens war die Familie zu Hause und fieberte am Fernsehen mit Freunden und Nachbarn mit. Auch die Kinder spielten auf den Spielplatz Radrennen. Jeder wollte einmal „Kneesi“ sein. Jetzt wäre zuerst mal etwas Ruhe bis zum nächsten Rennen gut.
Spanienrundfahrt Vuelta
Die am 19. August startende Spanienrundfahrt Vuelta geht auch über steile Gebirge. Es gehört neben dem Giro d´ Italia und der Tour de France zu den bedeutendsten Rennen. Da geht es in einundzwanzig Etappen über 3500 km zum Ziel. Auch hier wird Knees die Aufgaben für Chris Froome als Domestik übernehmen. Vorher werde er täglich weiter trainieren und die Eifel, die direkt vor seiner Haustür liegt, als Trainingsgebiet nutzen. Auch in der Freizeit könne er auf dem Fahrrad am besten entspannen. Das wäre schon so gewesen, als er mit zehn Jahren mit den Radsport begonnen hat. Und dass er seine Leidenschaft zum Beruf machen konnte, hätte Ihn besonders motiviert, sagte Knees. „Es macht mir heute noch genau so viel Freude auf dem Rad zu sitzen wie am ersten Tag“ resümierte Knees. In seiner Stadt Rheinbach, in der er seine Karriere als zehnjähriger Schüler begonnen hat, verbinde ihn die Kontakte, Biergärten, und die Lebendigkeit der Stadt mit Ihren Bürgern und das kulturelle Angebot. „Es ist auch die Toplage für das Radfahren. Ich brauche nur zwei Kilometer zu fahren und ich erreiche den ersten Berganstieg. Also ideale Trainingsmöglichkeiten. Bei meinen Touren kann ich mich am besten Entspannen“ schwärmte Knees, der mit seiner Familie in Wormersdorf lebt. Für die sportliche Zukunft im Profiradsport macht sich Knees keine Sorgen. „Ich bin mir sicher noch zwei Jahre für das Team Sky fahren zu können. Auch bei den kommenden Rennen bleibe ich an der Seite von Tour Sieger Chris Froome. Was danach ist, werden wir sehen“ sagte Knees. „Vielleicht kann ich den Rekord von Jens Voigt toppen, der mit zweiundvierzig Jahren seine letzte Tour fuhr“ hofft Knees. Bürgermeister Raetz wünschte dem Gast viel Erfolg für die nächsten Rennen und das er nicht zum letzten Mal an dieser Stelle geehrt werde. Zu einem späteren Zeitpunkt wird sich Christian Knees in einen würdigen Rahmen noch in das Goldene Buch der Stadt Rheinbach eintragen.
Bürgermeister Stefan Raetz mit Christian Knees.
Christian Knees vom Team Sky. Foto: RSC Rheinbach
