In Pech zieht das „Tier“ am Rosenmontag wieder von Tür zu Tür und sammelt Spenden
Der Eazebär tanzte in sein Winterquartier
Pech. Traditionell eine Woche vor dem Pecher Straßenkarneval bezog der Eazebär in der Gaststätte Küpper sein Winterquartier.
Mit bester Stimmung durch den Gastraum tanzend, zog der Bär alias Petra Neft die Gäste in einer Polonaise mit. Unter einem geschmückten Ast war für ihn bereits das Quartier für die Woche bequem eingerichtet worden. Peter Zachow aus Meckenheim ist als ehemaliger Pecher Bürger mit dem Eazebär seit Jahrzehnten verbunden. Die Tradition leite sich aus der Fasenacht ab, erklärte er, kurz bevor das haarige Tier die Gaststätte für sich einnahm. Die Landarbeiter hatten seinerzeit nämlich nur in den warmen Monaten Arbeit, zum Ende des Winters wurde bei vielen das in den guten Zeiten ersparte Geld knapp. Weil die Menschen nicht alle durch den Winter gefüttert werden konnten, sorgten sie auf ungewöhnliche Weise selbst für ihr tägliches Brot. Sie verkleideten einen von sich mangels anderer Materialien mit Erbsenstroh als Bären. So zogen sie von Haus zu Haus und unterhielten die Leute mit Tanz und Gesang. Dafür teilte das amüsierte Publikum mit den Darstellern das Essen.
Auch in Pech zieht der Eazebär am Rosenmontag von Tür zu Tür und erbittet Spenden. Mit dem gesammelten Geld hat der Ortsfestausschuss bereits das Altencafé, ortsansässige Vereine, Kinderheime oder die Freiwillige Feuerwehr unterstützt. Auch in diesem Jahr ist Peter Zachow zusammen mit Catherine Zachow, der OFA-Vorsitzenden Sabine Poell, Ferdi Theisen und Theo Hoffmann sowie den Bärdarstellern Petra und Oliver Neft wieder für die Tradition aktiv. Bei seinem alljährlich ersten Auftritt in der Gaststätte bedankte sich Oliver Neft bei den Wirten für das Quartier und kündigte die Tanzgruppe der KG Gemütlichkeit Villip an, die an diesem Abend mit einem Tanz die Unterhaltung der Gäste perfekt machte.
Unterstützer erhielten kleine Bären als Orden. Foto: Petra Reuter
In einer Polonaise zogen die Karnevalisten durch den Saal. Foto: Petra Reuter
