Eine-Welt Linz e.V.
„Der Faire Handel ist ein Instrument der Entwicklungsförderung“
Bedeutung und Akzeptanz des Fairen Handels in der Region Linz
Linz. Im März besteht der Weltladen Linz vier Jahre. Eine Zeit, in der sich der Vorstand des Vereins Eine-Welt Linz e.V. und die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des Weltladens mit viel Engagement für die Akzeptanz des Fairen Handels eingesetzt haben.
Der Weltladen Linz hat mit rd. 250 Artikeln aus über 30 Ländern (Lebensmittel, Textilien, Kunsthandwerk) eine sehr große Auswahl an fair gehandelten Produkten. Vorsitzender Hans-Joachim Schmitz würde sich wünschen, wenn noch mehr Menschen als bisher den Weg in den Linzer Weltladen finden und mit ihrem Einkauf von fair gehandelten Artikeln den Menschen im Globalen Süden helfen, ihre Existenz zu sichern.
Einkaufen im Weltladen bedeutet aber auch, zum langfristigen Erhalt des Linzer Weltladens beizutragen. Ein wichtiger Baustein hierfür wäre, wenn sich in den kommenden Monaten zehn weitere Mitarbeiter/-innen aus Linz und den umliegenden Gemeinden für den Verkauf im Weltladen melden, da es immer mal wieder vorkommt, das Mitarbeiter/-innen durch Wegzug, Krankheit oder Alter ausscheiden.
Die bundesweit 800 Weltläden mit ihren fair gehandelten Produkten tragen maßgeblich dazu bei, den Menschen im Globalen Süden eine menschenwürdige Existenz und gesicherte Zukunft zu ermöglichen. Für den Fairen Handel sind Begriffe wie Preisdumping, Hungerlöhne und Menschenrechtsverletzungen ein rotes Tuch. Wer im Weltladen einkauft weiß, dass er mit seinem Einkauf von fair gehandelten Produkten positiven Einfluss nimmt auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Menschen im Globalen Süden. Zum Glück werden es immer mehr Menschen, die dies erkennen.
Leider ist bei den Menschen zu oft Kaltherzigkeit, wachsende Intoleranz und das Wegschauen bei der Not der anderen festzustellen. Und doch gibt es viele Menschen, die Unrecht und Ungerechtigkeit immer wieder zu weltweiter Solidarität und zum Einsatz für die Benachteiligen motiviert. Hans-Joachim Schmitz ist überzeugt, dass die Chancen für die Menschen im Globalen Süden, ihre Kinder in die Schule zu schicken und ihnen eine gute Ausbildung zu ermöglichen umso besser sind, je mehr Menschen bei den Weltläden fair gehandelte Produkte einkaufen.
Seit es den Fairen Handel gibt, ist es einfach, christliche Sozial- und Wirtschaftsethik in die Tat umzusetzen. In diesem Sinne zeigt sich das Fairhandels-Engagement genauso wie der bewusst faire Konsum als Haltung des Hinschauens statt des Wegschauens. Fairer Handel begreift sich als Instrument der Entwicklungsförderung und Armutsbekämpfung mit anderen – wirtschaftlichen – Mitteln. Globale Armut lässt sich nur wirkungsvoll bekämpfen, wenn auch die armutsfördernde Wirtschaftspraxis bekämpft und deren Akteure infrage gestellt werden.
Dass sich der Vorstand des Vereins Eine-Welt Linz e.V. aktiv für eine bessere Akzeptanz des Fairen Handels einsetzt, hat er in den vergangenen Monaten unter anderem mit der Einstellung eines Bildungsreferenten bewiesen. Karl Hermann Amthauer, bis vor kurzem Pädagoge an der Alice-Salomon-Schule und jetzt im Ruhestand, hat mit dem Fairen Handel ein Aufgabengebiet gefunden, für das es sich lohnt zu engagieren. Er geht in Schulen, informiert bei Workshops und Projekttagen, hält Vorträge bei Bildungseinrichtungen und kommt auch gerne zu Vereinen zum gedanklichen Austausch über den Fairen Handel. Weitere Informationen im Internet unter www.weltladen-linz.de
Pressemitteilung
Eine-Welt Linz e.V.
