Benefizkonzert der Big Band des Heeresmusikkorps Koblenz
Der Funke sprang über
Andernach. Viele freie Sitzplätze gab es nicht mehr in der Andernacher Mittelrheinhalle. Zum Benefizkonzert der Bigband des Heeresmusikkorps Koblenz hatten sich rund 600 Besucher eingefunden. Und sie haben ihre Entscheidung nicht bereut. Unterstützt von Star -Trompeter Rüdiger Baldauf brachte dieses Orchester unter Leitung von Stabsfeldwebel Christopher Buchheim Hits der großen Swingära, Jazzstandards, Funk und Fusion auf die Bühne.
Ob bei Swing oder heißen Soli, zeigten sich die Musiker erfrischend emotional. Den 18 Musikern um Christopher Buchheim war es anzusehen und zu hören, mit wie viel Spaß sie die Arrangements der Könige des Swing und Tophits lebender Jazzgrößen präsentierten. Der Funke sprang sofort auf das Publikum über. Unzählige Füße wippten im Takt und nicht wenige hatten Mühe auf ihren Stühlen sitzenzubleiben.
Star-Trompeter Rüdiger Baldauf, unter anderem bekannt aus der Latenight Show „TV Total“ um Stefan Raab, verlieh den stilistisch abwechslungsreichen Arrangements der BigBand zusätzlichen künstlerischen Glanz und begeisterte nicht nur die ausgesprochenen Jazzfans, sondern zog alle in den Bann. Letztendlich war es auch der starke Mix dieses Abends von Big Band, Soli und Trommelwirbel, der so massiv zündete und dem Abend seinen besonderen Sound bis zum Verklingen der letzten Zugabe gab.
In heimischen Gefilden wurde der Abend vom Dirigenten des Stadtorchesters, Stadtkapellmeister Bertram Kleis moderiert, der im Hauptberuf Klarinettist beim Heeresmusikkorps 300 in Koblenz ist.
Neben den zahlreichen Besuchern, die teilweise mehr als 50 Kilometer Anreise in Kauf nahmen, um das außergewöhnliche Konzert zu genießen, genoss Martina Ihrlich, Gründerin und Leiterin der Selbsthilfegruppe (SHG) „Leben ohne Dich“ für trauernde Eltern, diesen Abend in mehrfacher Hinsicht ganz besonders.
Nicht nur dass sie ihren 38. Hochzeitstag feierte, die Musiker der Big Band des Heeresmusikkorps Koblenz legten sich zugunsten ihrer Organisation ohne Gage auf der Bühne mächtig ins Zeug. Die genaue Spendensumme konnte die Trauerbegleiterin am nächsten Morgen noch nicht beziffern. „Es werden ja noch Kosten, wie beispielsweise 1000 Euro für Saalmiete abgerechnet“, so Ihrlich. Ich weiß nur, dass im Vorverkauf rund 500 Karten verkauft worden sind, freut sie sich auf einen stolzen Erlös.
Begeistert von dem Konzert war mit ihr auch Ehemann Hanns Peter. Er habe sich kein schönes Hochzeitsgeschenk vorstellen können. „Da war er fein raus“, lacht Martina Ihrlich.
