30 Jahre „Ha-Rimm“ des T.M.E Müden e.V.
Der K(r)ampf um das liebe Geld
Alljährliches Theater kündigt sich an – Aufführungen ab 29. November
Müden. Die Tradition des Theaterspiels besteht in Müden schon sehr lange. Bereits vor 1929 wurden in Müden Theaterstücke gezeigt. Nach dem Krieg wurde erstmalig 1947 die Passion aufgeführt. Das Theaterspielen hatte wieder einen festen Platz in den Freizeitaktivitäten von Junggesellenverein und auch bei dem 1927 gegründeten Theater- und Musikverein Eintracht e.V., kurz: T. M. E.
Bis 1963 wurden regelmäßig Theaterstücke aufgeführt. Doch mit der Einführung des Fernsehens verlor das Theaterspiel an Attraktivität und hörte schließlich ganz auf.
26 Jahre sollte es dauern, bis sich wieder einige an diese alte Tradition heranwagten. 1989 wurde die Theatergruppe Ha-Rimm unter der Leitung von Gabriele Langen neu gegründet. Da die Gründungsmitglieder alle „fastnachtsaktiv“ waren bzw. sind, lag die Idee nahe, auch einmal ein Theaterstück aufzuführen. Das erste Stück, gespielt im April, hieß „Blaues Blut und Erbsensuppe“ und wurde ein großer Erfolg.
Bereits im Spätjahr 1989 übte die Truppe das nächste Theaterstück „Mit Küchenbenutzung“ ein. 1991 spielten sie das Stück „Man kann alles übertreiben“ und erhielten daraufhin als Belohnung für ihre Mühen den Kulturpreis des Kreises Cochem-Zell.
So ging es all die Jahre munter weiter, und auch dieses Jahr sollen die Zuschauer wieder beste Unterhaltung geboten bekommen.
Gegeben wir der Dreiakter „Der K(r)ampf um das liebe Geld“ von der in Theaterkreisen bekannten Autorin Beate Irmisch. Seit Monaten proben die Darsteller mehrfach in der Woche, um mit ihrem Können das Publikum wieder zum Lachen zu bringen. Die Aufführungstermine sind: Freitag, 29. November, um 19 Uhr; Samstag, 30. November, um 19 Uhr; Sonntag, 1. Dezember, um 18 Uhr.
Vorab ein paar Informationen zum Inhalt: Für Friseurmeister Götti Trolle und seine Schwester Thea hätte es schlimmer nicht kommen können.
Nicht nur, dass sich eine moderne Konkurrenz auf der anderen Straßenseite breitgemacht hat und viele Ortsbewohner jetzt nur noch dort hinrennen, nein, der liebe Götti hat sich auch noch verspekuliert und ist auf den Aktienspekulanten Schorsch Pellermann hereingefallen.
Auch sein Nachbar Gisbert und dessen Frau Meta haben ebenfalls kräftig in dasselbe Aktienpaket hineingebuttert. Voller Vorfreude auf einen baldigen Überschuss schwelgen die vier in bester Feierlaune.
Leider kommen die Ärmsten ganz schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurück. In einem Zeitungsartikel wird veröffentlicht, dass diese Aktien, genannt Gülleaktien, nicht die Tinte wert sind, mit der sie gedruckt sind. Zudem mutmaßt Friseurgeselle Luddi, dass Schorsch die Aktien zum Spottpreis bekommen und den großen restlichen Betrag auf einem Schwarzgeldkonto in Luxemburg deponiert hat. Umgehend fordern die hereingelegten Herrschaften ihr Geld zurück. Ohne Chance!
Also kidnappen sie Pellermann und halten ihn im Lager, direkt neben dem Friseursalon, fest. Tja, jetzt rappelt es natürlich ordentlich in dem kleinen Salon. Mit Methoden, die sogar Al Capone in Angst und Schrecken versetzen würden, versuchen sie, dass Geld aus Schorsch herauszupressen und bald stecken alle mächtig tief in der Gülle. Aber da gibt es ja noch den cleveren Friseurgesellen Luddi, der immer einen Trumpf aus dem Ärmel zieht.
Die Karten zum Preis von acht Euro gibt es bei den folgenden Vorverkaufsstellen: Friseursalon Lari, Müden (nur Direktverkauf); Reisebüro Herberholz, Treis-Karden (Reservierung und Direktverkauf), Te. (0 26 72) 21 81; Christine Möhlig (nur Reservierung),Tel. (01 79) 1 40 55 96.
