Allgemeine Berichte | 25.05.2023

Jahresausflug der evangelischen Frauenhilfe

Der Mai ist gekommen

Die Mitgliederinnen der evangelische Frauenhilfe unternahmen einen interessanten Ausflug.  Foto: privat

Ahrweiler. „Der Mai ist gekommen“ sangen die Teilnehmer des Jahresausfluges der Evangelischen Frauenhilfe zu Beginn im bestens gesteuerten Bus der Firma Fuhrmann. Vorsitzende Susanne Schneider hatte ein vielversprechendes Programm zusammengestellt und so passten auch die Zeilen: „Wie die Wolken dort wandern…, so steht auch mir der Sinn in die weite, weite Welt“.

Erstes Ziel war die spätromanische, evangelische Feldkirche in Neuwied. Durch einen Bombenangriff am 28. Dezember 1944 wurden große Teile des Chores mitsamt den Fenstern zerstört. Bereits 1948 begann man mit der Bausicherung und Außenrestaurierung, die 1952 abgeschlossen wurde. Kunstgeschichtlich ist die Kirche wegen der abstrakten Bleiglasfenster von Georg Meistermann bedeutsam. Die fachkundige Führung durch Horst Schneider, ein „Kind“ der Kirchengemeinde, der in der Feldkirche getauft und konfirmiert wurde und als Presbyter und Kirchmeister die Geschicke der Kirche mitlenkte, brachte den Ausflüglern die künstlerisch und farblich sehr unterschiedlich gestalteten Fenster näher. Georg Meistermann wurde, außer vorgegebener Bibelverse, freie Hand bei der Ausführung gelassen. Für die Reiseteilnehmer trugen die vorgelegten Bibelverse und die Symbolik der verwendeten Farben viel dazu bei, auch eigene Interpretationen zuzulassen. Wenig Zeit blieb, um den Friedhof, der auf einen Begräbnisplatz aus dem 7. Jahrhundert zurückgeht, zu erkunden. Unter der Gerichtslinde, an der seit 1840 das Märkergericht tagte, war dann aber Zeit für ein Gemeinschaftsfoto.

Bestens organisiert war das Mittagessen im alten Brauhaus „Zur Nette“, um hernach den nächsten Programmpunkt zu erleben. Bei einer Führung durch die „Herrnhuter Brüdergemeine“, deren Wurzeln bis zur Tschechischen Reformation im 14. Jahrhundert zurückreichen, wurde sehr viel Geschichtswissen weitergegeben. Im Jahre 1750 siedelten sich die ersten 40 Herrnhuter Glaubensflüchtlinge aus der Wetterau kommend auf Einladung des Grafen Friedrich Alexander III. zu Wied in Neuwied an. Neben pädagogischen und diakonischen Einrichtungen entstanden auch zahlreiche Gewerbebetriebe, besonders bekannt die Kunsttischlerei von Abraham und David Roentgen. Weltweit bekannt ist das in 55 Sprachen jährlich erscheinende Andachtsbuch „Losungen“ mit Schriftworten für jeden Tag und der Advents- und Weihnachtsschmuck „Herrnhuter Stern“.

Nach so viel Geschichte wurden die Reisenden im „Cafè Auszeit“ an der evangelischen Marktkirche ausgesprochen herzlich mit Kaffee und Kuchen empfangen. Die Rast zwischendurch sorgte dann auch dafür, den letzten Programmpunkt in sich aufzunehmen. Der Besuch des Gottesackers der Brüdergemeine Neuwied rundete einen erlebnisreichen und ausgefüllten Tag ab. Der 1794 angelegte Gottesacker zeichnet sich durch betonte Schlichtheit der Gestaltung aus. Besonders beeindruckend auf dem Torbogen die Inschrift: „Ich bin die Auferstehung und das Leben“.

Fazit des Ausflugs:

Es gibt noch viel Interessantes in unserer näheren Umgebung zu entdecken. Zu ihren nächsten Treffen lädt die Evang. Frauenhilfe Ahrweiler herzlich ein ab 15 Uhr in der Friedenskirche am Di. 30.05. „Geschichte der Evangl. Kirchengemeinde Bad Neuenahr“, Di. 13. Juni „Wo wohnt Gott?“, Di. 27.06. Buchvorstellung „Eine Frage der Chemie“ von Bonnie Garmus.

Die Mitgliederinnen der evangelische Frauenhilfe unternahmen einen interessanten Ausflug. Foto: privat

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