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19. Meckenheimer Kulturtage eröffnet

Der Meckenheimer „Kulturbeutel“ ist prall gefüllt

Museen, Musik und Mosaik: Bürgermeister Spilles lobt Vielfalt in der Apfelstadt

07.06.2017 - 10:50

Meckenheim. Mit einer Festansprache eröffnete Bürgermeister Bert Spilles am vergangenen Donnerstag in der evangelischen Friedenskirche die 19. Meckenheimer Kulturtage. Der Bürgermeister führte aus, dass die Meckenheimer Kulturlandschaft sehr vielfältig sei und sich hierauf ein genauerer Blick lohnen wird. Dabei verglich er die Vielfalt mit einem Kulturbeutel, also einer kleinen Tasche für Hygieneartikel, welche man auf Reisen mit sich fühlt. Er forderte dazu auf, den Begriff „Kulturbeutel“ einmal wörtlich zu nehmen und als Inhalt die Kultur der Stadt Meckenheim zu begreifen. Dabei würden einem als Erstes die großen Institutionen der Stadt einfallen wie die Musikschule, die Volkshochschule, die Bibliotheken und das Mosaik-Kulturhaus. Dazu kommen das Stadtarchiv sowie die vielen Kitas und Schulen in der Stadt. Diese lehren nicht nur grundlegende Kulturtechniken, sondern darüber hinaus bieten sie Kindern und Jugendlichen kulturelle Bildung und ermöglichen ihnen künstlerische Aktivitäten, was wiederum wichtig ist für die Entwicklung des Menschen. Dies führt zu einer differenzierten Wahrnehmung, Ausdrucksvermögen, der Ausbildung einer ästhetischen Intelligenz, was die jungen Menschen für die Gestaltung ihres Lebens prägt.

Darüber hinaus gibt es in Meckenheim eine Vielzahl von Vereinen, seien es die Gesangsvereine, die Karnevalsvereine, Sportvereine, der Heimatverein, der Bürgerverein oder die Schützen. Diese alle fördern mit ihrer Kinder- und Jugendarbeit die kulturelle Bildung der kommenden Generationen und tragen zur Weitergabe unseres kulturellen Erbes bei. Zu den wichtigsten Kulturträgern in Meckenheim zählen die Kirchen, innerhalb des kirchlichen Kulturangebotes hat die Kirchenmusik eine zentrale Stellung, wie auch ein Blick auf die Programme der Kulturtage zeigt.

Der weitere Blick in den Kulturbeutel zeigt: Auch die Kunstschaffenden in Meckenheim haben ihren berechtigten Platz. Ob Künstlergruppen oder einzelne Künstler, viele von ihnen haben an den Kulturtagen teilgenommen, so auch in diesem Jahr die Gruppe „Begegnungen“. Bilder, Installationen und Skulpturen eignen sich gut als Anlass für Gespräche und Diskussionen, sie können Inhalte und Widersprüche veranschaulichen, Fragen aufwerfen und Emotionen wecken.

An dieser Stelle lud Bert Spilles die Anwesenden auch zum „Tag der offenen Tür“ am 24. Juni in das neue Rathaus ein. Aus Anlass der Eröffnungsfeier haben sich 18 Kunstschaffende aus Meckenheim daran gemacht unter dem Titel „Schlussstein“ eine Ausstellung zu organisieren und somit das Thema „Neubau“ künstlerisch umzusetzen. Und der Kulturbeutel ist immer noch nicht leer. So gibt es ein kleines, aber feines Stadtmuseum in Altendorf, welches mit Ausstellungen und Aktionen die Kulturtage belebt. Darüber hinaus gibt es die weit über die Grenzen Meckenheim bekannten Lüfthildis Mysterienspiele, die Theatergruppe der Arche und das kleine Theatrum Gaudium. Der Stadtchef wies mit dem Satz von Oscar Wilde „Die Kultur hängt von der Kochkunst ab“ darauf hin, dass auch die Culinaria innerhalb der Kulturtage durchgeführt wird. Er bedankte sich bei allen Kulturschaffenden und rief das Publikum dazu auf, sich einmal vorzustellen, wie das Leben in einer Stadt ohne Kultur wäre. In dieser Stadt gäbe es Arbeitsplätze und Schlafplätze, Kinderbetreuung, Supermarkt und Fitnessstudios, aber keine Bibliothek, kein Museum, kein Theater und keine Konzerte. Das kann man sich vorstellen – aber wer möchte in so einer Stadt leben, fragt Bert Spilles. Denn diese Stadt, so der

Meckenheimer Bürgermeister, wäre ein unwirtlicher und kalter Ort. Denn „Kultur ist ‚Lebensmittel‘; Ein Grund, warum Menschen andere Menschen treffen und miteinander sprechen wollen. Dabei ist Kultur nicht statisch. Sie verändert sich so, wie die Stadt sich verändert. Es ist ein Unmögliches, sich in alltäglichen Situationen der Kultur zu entziehen, denn wir sind ständig Teil davon. Nicht nur sichtbare Begriffe gehören zum Kulturbegriff, er ist so breit gefächert wie der Mensch selbst“. Bert Spilles dankte allen Beteiligten dafür, auch in diesem Jahr wieder ein sehr buntes und attraktives Programm auf die Beine gestellt zu haben. Nach der Rede des Bürgermeisters ging es dann mit einem Konzert des Klaviertrios Wiek zur Musik, wo Werke von Beethoven, Henze und Brahms aufgeführt wurden. Für diese Aufführungen gab es in der voll besetzten Kirche tosenden Applaus und damit waren die Kulturtage dann auch offiziell eröffnet.

STF

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Kommentare
Jean Seligmann:
Das zwanghafte und angestrengte Bemühen, die AfD zu diskreditieren, produziert Widerspruch und Lächerlichkeit am laufenden Band.
Siegfried Kowallek:
Beim Komplex AfD, Spenden und Geheimnistuerei denke ich eher an die verdeckten Zahlungen von rund 132.000 Euro an die AfD-Politikerin Alice Weidel, bei denen die Bundestagsverwaltung wegen möglicher Verstöße gegen das Parteiengesetz Sanktionen gegen diese Partei prüft. Es stehen Strafzahlungen in dreifacher Höhe der Spenden aus der Schweiz im Raum, also rund 396.000 Euro. Jetzt will aber die AfD-Fraktion im Neuwieder Stadtrat einen Teil ihrer Aufwandsentschädigungen für einen guten Zweck spenden, was auf jeden Fall sympathisch ist im Gegensatz zu einer verdeckten Entgegennahme großer Spenden von jemandem, der etwas zu verbergen hat. Der angekündigte Verzicht auf eine medienöffentliche Bekanntgabe von Empfängern dieser Spenden befremdet mich jedoch aus zwei Gründen. Zum einen wirkt das heimliche Spenden an gemeinnützige Vereine oder Organisationen dadurch vergleichbar anrüchig wie etwa ein heimlicher Bordellbesuch, den man auch nur dann selbst öffentlich macht, wenn man erfolgreicher Kommunalpolitiker in Ochtendung ist. Zum anderen überzeugt die Begründung nicht, in der Vergangenheit sei vielerorts Druck auf Organisationen ausgeübt worden, die von der AfD eine Spende angenommen hätten. Wäre das der Fall gewesen, hätte diese Partei das doch auf jeden Fall laut und heftig angeprangert. Dieses Liebäugeln mit einem Opfermodus erinnert an den bisherigen geheimnistuerischen Umgang der AfD mit ihren Freitagsveranstaltungen im Kreis, deren Veranstaltungsort man nur auf Nachfrage mitgeteilt bekam. Dabei weiß nicht nur ich, in welcher Neuwieder Gaststätte diese Veranstaltungen stattfanden. Zudem stand deren Name sogar in einem ausgewogenen Artikel über eine AfD-Freitagsveranstaltung. Und als ich die letzte Veranstaltung dieser Partei vor den Corona-Einschränkungen in Oberbieber zum Thema „Wald und Wild“ besuchte, sah ich dort keinen einzigen Gegendemonstranten, obwohl die Partei den Veranstaltungsort zuvor sogar hinreichend öffentlich bekanntgegeben hatte. Siegfried Kowallek, Neuwied
S. Schmidt:
Das ganze Geschäftsmodell um einen „unnatürlichen“ Klimawandel beruht auf Modellberechnungen und den Verlautbarungen des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Nun hat die „University of Michigan“ in einer Pressemeldung vom 30.04.2020 die Katze aus dem Sack gelassen: Etliche der IPCC-Klimamodelle prognostizieren eine unrealistisch hohe Erwärmung für die Zukunft! Wie die „Berechnungen“ für die zu erwartenden „Corona-Opfer“ (es wurden bis zu 560.000 Tote prognostiziert), vollkommen falsch!
Heinrich Heine:
Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.
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