Theater AG am Mons-Tabor-Gymnasium
Der Mörder ist immer der Butler
Montabaur. Es ist ein ruhiger Dienstagabend, an dem sich Lehrer, Eltern und Schüler in der Aula des Mons-Tabor-Gymnasiums eingefunden haben. Nichtsahnend, dass sie bald Zeuge einer wilden Entführung und Erpressung werden sollten. Es begab sich in England. Die kleine Lissy Heathaway, Tochter des millionenschweren John Heathaway, gerät in die Fänge der zwei Bösewichte Big Jack und Little Willy. Dabei war das einzige, was Lissy sich wünschte, endlich einmal Freunde zum Spielen zu haben. Die Forderung von einer Million Pfund nahmen ihre Eltern erst nicht ernst, denn für sie gab es wichtigeres als ihre Tochter. Doch mit der Zeit merkten sie, dass die Situation kein Kinderstreich war. Phil Bluewater, ein verarmter, auftragsloser Privatdetektiv, nahm sich ihrem Fall an. Nach langer Beschattung und vielen Gesprächen mit vermeintlichen Zeugen, konnte er den Fall auflösen: Butler James, der langjährige Diener der Familie Heathaway beauftragte Big Jack und Little Willy zu der Entführung. Nachdem die beiden ortsansässigen Polizisten, die aufgrund mangelnder Verbrechen in der Stadt kaum Erfahrung und Geschick im Umgang mit Entführern haben, beinahe den falschen überführt hätten, löste sich in einem Zeitrückblick die Situation auf. 20 Jahre zuvor warb James um Miss Heathaway, doch John kam ihm zuvor. Das konnte James ihnen nie verzeihen.
Tatort Blumenwiese nannte sich das Stück, das von der Theater-AG der sechsten und siebten Klassen des MTG aufgeführt wurde. Unter der Leitung von Frau Schüller, Frau Roos und Herrn Ehmer schlüpften 18 Schülerinnen und Schüler in ganz neue Rollen und zogen das Publikum bis zum Schluss in ihren Bann. Die Zuschauer fieberten mit, amüsierten sich über die beiden chaotischen Polizisten und litten gemeinsam mit Lissy. Diese Achterbahn der Gefühle wurde von passender Musik zwischen den Szenen untermalt und auch verschiedene Bühnenbilder und Requisiten unterstützten das etwas moderner gehaltene Stück.
Am Ende waren alle über die Wendung und die Auflösung überrascht. Dabei warnte uns doch bereits Reinhard Mey: Der Mörder ist immer der Butler.
Dialoge und Monologe halfen beim Miträtseln um den Fall.
