Allgemeine Berichte | 07.02.2024

Schwindender Lebensraum für kleine Säugetiere, Vögel und Insekten

Der Natur Raum geben

Kleine Säugetiere, Vögel und Insekten verlangen ein Umdenken.  Foto: Tierschutz Siebengebirge/Iris Bambach

Region. Die ersten Kraniche kehren zurück, die ersten Hummeln wurden schon gesichtet, die ersten Krokusse und Schneeglöckchen recken ihre Blütenkelche empor und die heimischen Wildvögel zwitschern schon früh morgens bis in den Abend hinein – es steht der Frühling vor der Tür.

Der Februar ist der Monat des großen „Aufräumens“: In den Gärten, Parkanlagen und Wäldern wird geschnitten, gefällt und das letzte Laub weggefegt. Bäume werden gestutzt oder gar gefällt, Hecken fast bis zum Boden niedergeschnitten oder ausgemacht. Oftmals weicht dieses kostbare und lebensspendende Grün einer Stein-Gabione, einem gepflasterten Weg oder einem Neubau. Zurück bleiben kleine Säugetiere, Vögel und Insekten, die ihre Deckung, ihren Lebensraum wieder ein Stück mehr verloren haben und sich neu orientieren müssen. Wo sollen sie nun einen rettenden Unterschlupf oder eine sichere Nachtruhe finden? Wo einen Nistplatz, um ihren Nachwuchs aufzuziehen?

In den nächsten Tagen und Wochen sind die heimischen Wildtiere auf der intensiven Suche nach geeigneten Brutplätzen in Bäumen, Sträuchern und Hecken. Gerade Letztere haben eine wichtige Bedeutung im Natur-Haushalt: Hecken bieten einen natürlichen Lebensraum für zahlreiche nützliche Tiere und bilden zugleich auch ein günstiges Kleinklima im Garten. Sie filtern Staub, Schmutz und Abgase und wirken außerdem lärmdämpfend.

Je mehr unterschiedliche Tierarten sich in einer Hecke angesiedelt haben, umso wichtiger ist es, dass diese möglichst nicht gestört werden. Rotkehlchen, Grasmücke, Zaunkönig, Drossel, Heckenbraunelle, Grünfink und Dompfaff sind beispielsweise Hecken-/Buschbrüter. Brutbeginn ist bereits in der ersten Märzhälfte. Einige unserer heimischen Wildvögel brüten zwei bis drei Mal pro Jahr, wobei sich die Brutzeit bis August hinzieht.

In der Zeit vom 1. März bis 30. September dürfen Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- und Schilfbestände weder abgeschnitten noch zerstört werden. Kleinere Formschnitte dürfen jedoch ausgeführt werden.

Wer sinnvollerweise über den Winter seine Stauden und Gräser hat stehen lassen und diese nun zurückschneiden möchte, sollte den Schnitt ein paar Tage im Garten oder auf der Terrasse an einem geschützten Platz beiseitelegen. So können Insekten, die in den Stängeln und Blättern überwintert haben, noch „ausziehen“ und landen nicht in der Bio-Tonne. Außerdem bieten sie eine natürliche Futterquelle für Vögel und Igel.

Der Tierschutz Siebengebirge appelliert eindringlich: „Stein-Gabionen und Schotterstein-Beete bieten kaum Lebensraum. Bitte helfen Sie unserer Natur. Jede grüne Fläche, jede heimische Wildpflanze zählt und ist sie noch so klein.“ Wer Fragen zu heimischen Wildpflanzen, Vogelhecken und naturnahen Gärten hat, erhält hier Info: Iris Bambach: Tel. (0 26 44) 52 31 oder per Mail iris.bambach@tierschutz-siebengebirge.de.

Kleine Säugetiere, Vögel und Insekten verlangen ein Umdenken. Foto: Tierschutz Siebengebirge/Iris Bambach

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