Allgemeine Berichte | 09.04.2019

Klezmerkonzert mit Klezmers Techter

„Der Pojaz tanzt“

Niederzissen. Am Samstag, 13. April, 19 Uhr, gastieren bereits zum vierten Mal Klezmers Techter in der ehemaligen Synagoge in Niederzissen.

Von freien Improvisationen bis hin zu traditionellen Interpretationen jiddischer Musik faszinierend und facettenreich spannen „Klezmers Techter“ einen Bogen von unbändiger Lebensfreude bis hin zu wehmutiger Sehnsucht. Die drei Musikerinnen - Gabriela Kaufmann – Klarinette, Bassklarinette, Almut Schwab – Akkordeon, Flöten, Hackbrett und Nina Hacker – Kontrabass – traten auf Einladung von Giora Feidman mehrfach in Israel auf, mit überwältigendem Erfolg. Ihre Musik wirkt wie eine ständige Aufforderung, das Leben trotz aller Hindernisse zu lieben und zu feiern.

In ihrem neuen Programm „Der Pojaz tanzt“ spannen die drei Musikerinnen einen breiten musikalischen Bogen von traditionellen Liedern und Tänzen bis hin zu Kompositionen, die aus ihrer eigenen Feder stammen, u. a. eine musikalische Hommage zur Geschichte des „Pojaz“ oder den „Tango Romanesc“, der nach einer Rumänienreise entstanden ist. Das Reizvolle ist, dass sich „Klezmers Techter“ dabei sehr unterschiedlicher Stilelemente bedienen: Mal sind Einflüsse des Jazz oder des Tangos hörbar, an anderer Stelle aus der Neuen Musik oder des Impressionismus. Das geschieht ganz bewusst, nie zufällig, und so hat der Zuschauer den Eindruck, dass jedes Stück eine ganz eigene Geschichte erzählt, mal geprägt von unendlicher Traurigkeit, dann voll von überschwänglicher Freude. „Klezmers Techter“ bilden ein Trio, das sich mit seinem Ideenreichtum immer wieder neu inspiriert. Es vereinen sich künstlerische Power, temperamentvolle Spiel – und Experimentierfreude mit musikalischer Tiefe und Innigkeit. Einmalig und unverwechselbar: „Klezmers Techter“-Stil. „Die Musik von Klezmers Techter wirkt wie eine ständige Aufforderung, das Leben zu lieben und zu feiern, trotz aller Widrigkeiten“, schreibt die Augsburger Allgemeine Zeitung.

Der Pojaz, - so der Titel eines Buches des Österreichers Karl-Emil Franzos (1848-1904) – beschreibt den Lebensweg eines jüdischen galizischen Jungen. Aufgrund seiner außerordentlichen Fähigkeit, Menschen nachzuahmen und Geschichten zu erzählen, nennt man ihn den „Pojaz“, das jiddische Wort für „Bajazzo“. Weitere Infos unter: www.klezmerstechter.de

Einlass ab 18.30 Uhr. Kartenreservierung beim Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V., Tel.: 0 26 36-64 82 oder unter info@khv-niederzissen.de.

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