Sommernachtsfest in Bad Breisig
Der Regengott feierte mit
Gelungener Abschluss der 50. kulinarischen Woche
Bad Breisig.Während letztes Jahr noch feuriger Sambatanz und warmes Sommerwetter die Bad Breisiger Rheinpromenade in ein rheinisches Copacabana verwandelt hatten, bestand dieses Jahr Petrus auf einem eigenen Programmpunkt und ließ es zunächst so kräftig regnen, dass die zahlreichen Besucher die Restaurants der Rheinpromenade förmlich fluteten.
Doch im Rheinland ließen sich die Gäste durch Wetterkapriolen noch nie ihre gute Feststimmung vermiesen, und so wurde am vorletzten Tag der kulinarischen Woche eifrig geschlemmt. Ob tunesische Spezialitäten im Ristorante „La Madonnina“, amerikanische Eßträume im Restaurant „Genuss am Fluss“ oder provenzalische Leckereien in den „Schweizer Stuben“ – alle Gourmetbedürfnisse wurden in diesen und den anderen Kulinariktempeln der Quellenstadt gestillt.
Als der Wettergott gegen 20 Uhr ein Einsehen hatte und statt Regen nun ein warmes Sommerlüftchen auf das Festgelände schickte, füllten sich die Rheinpromenade und die Terrassen der Lokale, so dass kaum noch ein Sitzplatz frei war.
Am Ende der Promenade war eine Bühne aufgebaut, auf der die Pop-Coverband „ONE“ Hits von Kate Bush bis Katy Perry präsentierte und einige Gästebeine zum Tanzen brachte.
Die Spasskellnerin „Elfriede“ hatte sich in ein rot-weißes 50er-Jahre-Outfit geworfen und führte ihren imaginären Hund „Max“ spazieren, was etliche BesucherInnen und einige reale Hunde sehr verwirrte.
Und während sich die Gäste die Speisen, den Wein und das Bier munden ließen, oder sich an der aufgebauten Cocktailbar mit Cuba Libre oder Tequila Sunrise eindeckten, tauchte der Abendhimmel den Rhein in rötliche Farben und suchten schon die ersten Feuerwerks-Connaisseure gute Aussichtspunkte auf, um den Höhepunkt des Abends gut genießen zu können.
Pünktlich um 22:30 ertönten am gegenüberliegenden Bad Hönninger Rheinufer die ersten Böllerschüsse. Ein grandioses Höhenfeuerwerk wurde nun synchron zu Musik aus Klassik und Oper abgebrannt und ließ den Rhein mal magmafarben, mal golden schimmern. Viele „Oohs“ und „Aahs“ ertönten, die Menschen waren begeistert.
Während danach ein Teil der Festgesellschaft den Nachhauseweg antraten, feierten noch Viele bis weit nach Mitternacht.
Ein wenig schade war, dass sich manche Restaurants am Festgeschehen nicht beteiligt hatten, so dass an der Promenade große Lücken und unansehnliche Plätze den Gesamteindruck etwas trübten.
Und leider passt es in die heutige Zeit der Preisexplosionen, dass manche Gastronomen an diesem Abend die Preise im Vergleich zur normalen Karte gleich um über 40 Prozent erhöht hatten.
Das tat aber dem Feiern keinen Abbruch, und so bleibt zu hoffen, dass im kommenden Jahr Petrus mitfeiern und für ein Fest in mediteraner Atmospäre sorgen wird.
Das Feuerwerk am Bad Höninger Rheinufer.
Gute Stimmung am Rheinufer.
