Tomburg Ritter kreuzten zum 18. Mal vor der Tomburg die Schwerter
Der Ritterschlag wurde zwei Knappen zuteil
Rheinbach. 17 Jahre gibt es die Tomburg-Ritter bereits und zum 18. Mal fand der Ritterschlag am Fuße der Tomburg in Wormersdorf statt.
War der erste Ritterschlag anno 2002 noch eher ein Event im Rahmen von ein paar Freunden innerhalb der Tomburg Ruine, so entwickelte er sich im Laufe der Jahre zu einer Veranstaltung, die in Wormersdorf und der Region nicht mehr wegzudenken ist. Auch 2019 bevölkerten Heerlager die Weide am Fuße der Tomburg mit befreundeten Gruppen, die die Wormersdorfer Ritterschaft auf dem zwölfjährigen Weg kennengelernt hat. Es wurden erneut viele befreundete Gruppen als Besucher begrüßt, die sonst über das Jahr mit der Wormersdorfer Gruppe bei unterschiedlichen Veranstaltungen lagern.
Knappen zum Ritter geschlagen
Nachdem sich im Vorjahr kein Knappe für den Ritterschlag fand, freuten sich die Tomburg Ritter in diesem Jahr, gleich zwei Knappen aus ihrer Mitte in den Stand des Ritters zu erheben. Zum Ritter geschlagen wurde Knappe Christian (Trojandt), der bereits als junger Page in den Dienst seines Ritters Jürgen vom Adlerhorst (Barth) getreten war. Nach dem Ritterschlag trägt er nun innerhalb der Ritterschaft den Namen „Christian vom alten Dorf“. Im Jahr 2017 kreuzten sich die Wege der Tomburg Ritter und des Knappen Christoph (Netenjacob), der bei seinem Herrn Elmar (Sann) von der Drachenlilie, in die ritterliche Ausbildung ging. Er trägt nach seinem Ritterschlag den Namen „Christoph von Greifenberg zu Roitgin“. Entgegen alter Traditionen wurden die Knappen in diesem Jahr von ihren eigenen Rittern in den Ritterstand erhoben. Sie haben ihrem Zögling den Rittereid abverlangt und den „letzten Schlag ohne Gegenwehr“ geführt. Dies ist eine symbolische Ohrfeige. An Nachwuchs mangelt es wohl nicht, denn Hektor von der Stierebene (Axel Schregel), wird fortan den Weg des Knappen gehen und wurde dem Ritter Elmar von der Drachenlilie in seine Ausbildung übergeben, bis er dann auch zum Ritter geschlagen wird. Die Zeremonie wurde den anwesenden Gästen auch in diesem Jahr wieder vom Herold der Tomburg-Ritter, Daniel von Eben, erläutert, der in witziger Art das Publikum zu unterhalten wusste. An beiden Tagen wurden die Zuschauer mit einem Schauspiel unterhalten, bei dem es um den Kampf der Ritter ging. Angezettelt wurde der Kampf, durch Zwistigkeiten der edlen Damen Andrea vom Adlerhorst (Barth) und Annegret von der Drachenlilie (Sann). In der Geschichte ging es einzig darum zu klären, wer standesgemäß am heiligen Sonntag zuerst mit ihrem Gemahl, die Kapelle zum Gottesdienst betreten darf. Daraus nahmen die Zwistigkeiten ihren Lauf, die schließlich von den Rittern mit Schild und Schwert ausgefochten wurden. Zum ersten Male wurde zudem am Samstag und am Sonntag eine Führung vom Verein „Freundeskreis Tomburg e.V.“, mit ihren Vorsitzenden Andreas Herrmann, zur Tomburg angeboten, welcher sich seit einigen Jahren aktiv mit der Erhaltung und Pflege der Tomburg befasst und den Schulterschluss zu den Tomburg Rittern gesucht hat.
Tomburg-Ritter engagieren sich für die Tomburg
Den Tomburg Rittern ist das Engagement um die Tomburg von Anfang an ein besonderes Anliegen gewesen, und deshalb wurde die Möglichkeit gerne genutzt, den Ritterschlag mit den Führungen aufzuwerten, welche Interessierten die Fortschritte im Erhalt um das Wahrzeichen Wormersdorfs näherbrachte. Auch für die Sanierung der Tomburg hatten die Tomburg-Ritter einen finanziellen Bereit geleistet. Diese Woche war die Vorsitzende der Tomburg Ritter, Andrea Barth dabei, als sich die Investoren und Spender, die zur Sanierung der Außenwände der Burg beigetragen haben, an der Burgruine trafen. Hier dankte Bürgermeister Raetz auch den Tomburg Rittern für ihr Engagement. Zudem haben sie eine Patenschaft über die Burgruine übernommen und sorgen für die Sauberkeit der Anlage. Für die Musik am Samstag und Sonntag sorgte wie schon in den vergangenen Jahren die Gruppe „Die Irrlichter“, die mit ihren alten Überlieferungen und Instrumenten das Publikum und das Rittervolk unterhielt. Wie gewohnt wurde auch an diesem Wochenende Unterhaltung für Jung und Alt geboten.
Die Kinder konnten sich in verschiedensten Spielen messen, um abschließend zum Burgfräulein oder Kinderritter erhoben zu werden.
Das Publikum konnte sich auch wieder beim Bogenschießen messen. Besucher von fern und nah waren gekommen, um sich das Spektakel nicht entgehen zu lassen. Der Eintritt war wie immer für alle frei.
Eine Gruppe aus Bonn hatte im hinteren Bereich der Wiese ihr Lager aufgeschlagen. Hier lagerten die Tänzerinnen und Wahrsagerinnen der Gruppe „Sarafi“ mit der Tänzerin Ischta und der Stammesleitung Novamie Gamall, die in ihren zeitgenössischen Gewändern besondere Aufmerksamkeit erhielten.
Auch für das leibliche Wohl war bestens nach alter Rittermanier gesorgt. Zusätzlich zu den üblichen Getränken und leckerem vom Grill, gab es Kirschbier aus Belgien, das reißenden Absatz fand. Weitere Informationen unter www.tomburgritter.de
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Auch die Kinder hatten eine Menge Spaß.
