Städtisches Gymnasium Rheinbach
„Der Sommernachtstraum“
Kreative Ideen und künstlerische Begeisterung hauchte der altbekannten romantischen Komödie neues Leben ein
Rheinbach. „Und wenn ihr mich jetzt freundschaftlich beklatscht, lässt Puck euch nie im Stich.“ – Nach diesen Worten schloss sich der Vorhang der diesjährigen Theateraufführung des Literaturkurses am Städtischen Gymnasium Rheinbach.
Über mehrere Monate hatte sich die Gruppe von Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 unter der Leitung ihres Lehrers Patrick Grodau mit William Shakespeares Stück „Ein Sommernachtstraum“ auseinandergesetzt.
Durch intensive Textarbeit, kreative Ideen zur individuellen Inszenierung sowie gegenseitige Unterstützung bei der Darstellung der von ihnen gewählten Rollen hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich ebenso als Akteure wie auch als Regieassistenten zu beweisen und einen ersten Einblick ins Theaterleben zu gewinnen. Künstlerisch Begeisterte der Sekundarstufe II konnten sich zudem an der Kulissenarbeit beteiligen und kreierten unter der Leitung der Kunstlehrerin Elke Viltz ein Bühnenbild, das die Zuschauer ganz im Sinne des klassischen „Sommernachtstraums“ mit magisch angehauchter Atmosphäre verzauberte.
Auf der so verwandelten Bühne des Stadttheaters präsentierten die Schauspieler in modernisierten, selbst gestalteten Kostümen eine Nacht voll jener für Shakespeare charakteristischen Verwirrungen in Liebe und Freundschaft und begeisterten die Zuschauer mit viel Charme und Witz. Vor allem die deutlich hervorgehobenen humorvollen Szenen stellten einen interessanten Kontrast zu den Streitigkeiten zwischen den konkurrierenden Liebhabern dar, was der altbekannten Tragikkomödie neues Leben einhauchte.
Die Handlung blieb größtenteils unverändert, als Textgrundlage diente die Übersetzung von Frank Günther aus dem Jahr 1995. Den Rahmen bot der Streit zwischen dem Elfenkönigspaar Oberon und Titania um den Besitz eines ominösen „Inderknaben“ und durch die Versehen von Oberons Handlanger Puck entstand eine unterhaltsam-tragische Verstrickung der Liebespaare Helena und Demetrius sowie Hermia und Lysander. Parallel zu diesem Geschehen im Wald übte ein Handwerkervolk in Athen gerade ein besonders komisches Schauspiel für die Hochzeit des Fürsten Theseus mit seiner Verlobten Hippolyta ein.
Trotz einigen sich entwickelnden Komplikationen mündete aber auch dieses Drama schließlich in ein Happy End und die jungen Darsteller durften sich an dem nachhaltigen Applaus zum gelungenen Abschluss ihrer gemeinsamen Kursarbeit erfreuen.
Lysander und Hermia im Liebesrausch.
