Obst- und Gartenbauverein Urmitz:
„Der Trend geht zu bunten Blumen“
45. Blumenmarkt stand im Zeichen der Hilfe für kranke Kinder
Urmitz. Frühlingszeit ist Pflanzzeit. Aus diesem Grunde führt der Urmitzer Obst- und Gartenbauverein alljährlich im Mai, wenn Nachtfrost nahezu ausgeschlossen werden kann, einen großen Blumenmarkt durch. Veranstaltungsort ist der Kirmesplatz. Auch in diesem Jahr hatten sich viele Aktive des 225 Mitglieder zählenden Vereins schon in aller Frühe vor Ort eingefunden, um dort ein regelrechtes Blumenmeer aufzubauen. Joachim Hommer erinnerte an die Anfänge des Marktes, der in diesem Jahr bereits zum 45. Mal durchgeführt wurde. Ins Leben gerufen wurde er im Jahre 1971 von Josef Fink und Robert Hommer, dessen Sohn heute den Verein als Vorsitzender führt. Ursprünglich als reiner Blumenmarkt gedacht, wurde er vor rund zehn Jahren auch um Gemüsepflanzen ergänzt. Vor allem Salat und Kohlrabi werden stark nachgefragt. Kaum Nachfragen hingegen gab es in den letzten Jahren für die Kohlpflanzen, die daher auch nur in geringer Zahl angeboten werden. Obwohl die Anzahl der Nutzgärten in den letzten Jahren rückläufig ist, erfreuen sich vor allem Tomaten einer ganz besonderen Beliebtheit: „Das liegt zweifelsfrei daran, dass man diese auch gerne auf dem Balkon oder auf der Terrasse in Blumenkübeln anpflanzt“, berichtete Joachim Hommer. Bei den Zierpflanzen erlebt derzeit die Geranie ein „Comeback“, wohl auch, weil sie den ganzen Sommer über ein Garant für Blüten ist.
„Der Trend geht ganz klar in Richtung bunt“, betonten nicht nur Hommer, sondern auch die vielen weiteren Helferinnen und Helfer des Vereins, zu denen unter anderem auch die Vereinsringvorsitzende Juliane Nieland gehört. Bunt und farbenfroh war daher auch die Angebotspalette der Pflanzen. Besonders geschätzt von den Besuchern wurde die fachkundige Beratung durch die Vereinsmitglieder und ein nicht ganz alltäglicher Service. So wurden auf Wunsch die Blumen auch direkt in Balkonkästen, Blumenampeln oder in Kübel gepflanzt. Eine Aktion, von der auch Ortsbürgermeister a.D. Manfred Kuhn Gebrauch machte, der schon am frühen Morgen zu den ersten Besuchern des Blumenmarktes gehörte. Alle Hände voll zu tun hatte Stefan Hommer: Er bot einen Bringservice für diejenigen Blumenfreunde an, die eine Lieferung nach Hause wünschten.
Am frühen Nachmittag zeigten sich die Verantwortlichen des Vereins rundum zufrieden: Nicht nur die Urmitzer Mitbürger, sondern auch viele Gartenfreunde aus den benachbarten Rheindörfern konnten vor Ort begrüßt werden. Und da der 1931 gegründete Verein in diesem Jahr sein 85-jähriges Bestehen feiert, hat der Vorstand beschlossen, die Hälfte des Erlöses an die Elterninitiative krebskranker Kinder in Koblenz zu spenden. Die andere Hälfte kommt der Vereinsarbeit zugute, zu welcher unter anderem die Pflege und der Erhalt des Urmitzer Obstlehrpfades gehört. Interessierte Bürger, vor allem aber Schulkinder, können sich auf dem 6.000 Quadratmeter großen Gelände über die Vielfalt der heimischen Obstarten informieren. GH
Werner Hoffend (rechts) und die weiteren Vereinsmitglieder stellten als besonderen Service auch Blumenkästen zusammen.
Joachim Hommer, 1. Vorsitzender des Obst- und Gartenbau-Vereins, freute sich, dass auch in diesem Jahr wieder eine Vielzahl von Vereinsmitgliedern aktiv beim Blumenmarkt behilflich war. Zu diesen zählte auch die Urmitzer Vereinsringvorsitzende Juliane Nieland.
Obwohl der Trend eindeutig zu Zierpflanzen geht, fanden auch die Nutzpflanzen dankbare Abnehmer. Besonders gefragt waren Tomatenpflanzen.
