Autosonntag des Gewerbevereins Rheinbach
Der Trend geht zu Elektromobilität und zu bequemen SUVs
Kleines Jubiläum wurde nicht groß gefeiert: Zehnte Auflage des Autosonntags litt unter dem regnerischen Herbstwetter
Rheinbach. Es war ein kleines Jubiläum, doch groß gefeiert wurde nicht: zum zehnten Mal veranstaltet der Gewerbeverein Rheinbach seinen beliebten Autosonntag auf den Wällen in der Rheinbacher Innenstadt. Fast ein Dutzend Autohäuser und Betriebe mit Autobezug boten dort den Interessierten einen interessanten Einblick in die aktuelle Fahrzeuglandschaft. Einige zeigten dabei die brandneuen Modelle, die erst kurz zuvor auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt vorgestellt worden waren. Trotz des schlechten Wetters nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, sich ohne weite Fußwege herstellerübergreifend ein Bild vom breiten Angebot zu machen, das rund um Rheinbach vorhanden ist.
Aussteller stießen auf den Geburtstag an
Bei der Eröffnung stießen Gewerbevereins-Vorsitzender Oliver Wolf und Bürgermeister Stefan Raetz mit den Ausstellern auf ein gutes Gelingen der Jubiläumsveranstaltung an, und die Hoffnung bewahrheitete sich auch trotz widriger äußerer Umstände. So war nicht nur Claus Trilling vom Autohaus Nossmann „positiv überrascht von der Resonanz, das hätte ich eigentlich angesichts des Wetters überhaupt nicht erwartet.“ Doch diejenigen, die sich bei diesem Wetter eingefunden hätten, seien echte Interessenten für einen Autokauf in nächster Zeit.
Besonders im Fokus standen dabei die neuen Modelle der „Generation X“, die die modernen SUV-Ableger der bekannten Typen repräsentiert. Nicht nur bei deren Neukauf locken Umweltprämien bis zu 7000 Euro, je nach Fahrzeuggröße, wenn man sein betagtes Fahrzeug in Zahlung gibt. Diese werden auch fast alle anderen Autohäuser angeboten, allerdings mit unterschiedlichen Namen und Summen.
Hohe Sitzposition bei kompakten Abmessungen
Den Trend zu SUVs bestätigte auch Ralf Münch vom Autohaus Kempen. Ein kleiner SUV begeistere nicht nur ältere Autofahrer wegen seiner hohen Sitzposition und der trotzdem kompakten Abmessungen. Dieselfahrzeuge hätten es allerdings derzeit sehr schwer, der Trend gehe zum Benziner oder gleich zum Elektrofahrzeug.
Beim Autohaus Greuel interessierten sich die Kunden hauptsächlich für teilweise oder komplett elektrisch betriebene Fahrzeuge. Aber auch der Diesel sei noch lange nicht tot, vor allem für Leute, die ein Zugpferd brauchen oder viele Kilometer fahren, sei diese Motorisierung immer noch empfehlenswert. „Doch der Trend zum SUV ist nicht mehr aufzuhalten“, war Rolf Muntenbrock überzeugt. Ein beliebtes Fotomotiv war der Doppelkabinen-Pick-up „Rockstar“ mit seiner martialischen Erscheinung.
Verschiedene Hybridfahrzeuge hatte Gunnar Brunke von 3H Automobile auf die Wälle mitgebracht. Die Kombination Hybridantrieb und Automatikschaltung sei ein Selbstläufer, da steige die Nachfrage enorm, so Brunke. Auch er kann den Trend zum SUV bestätigen, „die Leute suchen einfach ein Auto, in das man bequem einsteigen und in dem man gut sitzen kann.“
Oliver Bornschein von der BMW Niederlassung Bonn war überzeugt, dass der Diesel auch weiterhin eine Zukunft habe. Allerdings sei durchaus ein Umsatzrückgang um zehn Prozent zu verzeichnen. Doch die Zukunft gehöre der Elektromobilität.
Beim Auto-Centrum Rheinbach um Verkaufsleiter Zeljko Crnokrak gab es zehn kostenlose Ölwechsel bei einem Preisausschreiben zu gewinnen.
Die Rheinbacher Kraftwagen Handelsgesellschaft RKH gab es die PS-stärksten Fahrzeuge zu sehen, aber auch für „Normalkunden“ gab es jede Menge Modelle und Informationen sowie eine große Bandbreite von Antriebskonzepten und Motorisierungen.
Helm abnehmen bei der Übungspuppe
Auch das Autohaus Appel aus Neukirchen hatte seine Fahrzeuge aufgebaut. Ein Hingucker gleich daneben war das historische amerikanische Feuerwehrauto des North Brunswick Fire Departments, das am Stand der Fahrschule „cool2drive“ für Furore sorgte. Das Kfz-Sachverständigenbüro Nordbeck gab einen Einblick in seine Tätigkeit, und die Meckenheimer Malteser demonstrierten an einer Übungspuppe, wie man einen verunglückten Motorradfahrer möglichst schonend den Helm abnimmt. Hier durften die Kinder auch an einem Bobbycar-Parcours ihre fahrerischen Fähigkeiten unter Beweis stellen. Außerdem standen eine Hüpfburg und ein Kinderkarussell für den Nachwuchs zur Verfügung, sie wurden allerdings aufgrund des regnerischen Wetters nur verhalten genutzt. Dafür herrschte beim Kinderschminken immer lebhafter Betrieb. JOST
Valeria Korth und Anne Giersberg von den Maltesern aus Meckenheim demonstrierten, wie man bei einem verunglückten Motorradfahrer möglichst schonend den Helm abnimmt. Foto: Volker Jost
Sebastian, Parwin und Ilias Gippert nutzten die Gelegenheit, sich nach einem künftigen Familienwagen umzusehen. Foto: Volker Jost
Ein aktuelles Video zu diesem Thema finden Sie im Internet unter: www.blick-aktuell.tv Reinschauen lohnt! Viel Spaß.
