Allgemeine Berichte | 29.10.2019

Engelner Senioren feierten im Bürgerhaus

Der Vulkanismus und das Leben in der Eifel

Ein Bildvortrag von Alois Mayer setze das Thema des Seniorentages

Ortsvorsteher Michael Klein und Thomas Wolff nahmen zwischen ihren Mitbürgern Platz und standen, wenn gewünscht, Rede und Antwort. Fotos: BE

Engeln. Die Einladung zum diesjährigen Seniorentag hatte Engelns neuer Ortsvorsteher Michael Klein persönlich überbracht. Auch Thomas Wolff, sein Stellvertreter, schätzt kurze Wege und einen direkten Draht zu den Mitbürgern.

Zwischen Kaffeetafel , dem gespendeten Kuchenbuffet und warmem Abendessen gab es Sonntag im Bürgerhaus reichlich Gelegenheit, Themen und Probleme zur Sprache zu bringen, die die über 60-Jährigen im Kempenicher Ortsteil bewegen. Meistens ging es an den voll besetzten Tischen allerdings nicht um Politik und Probleme. Da wurden vielmehr Erinnerungen an frühere Zeiten ausgetauscht, nachbarschaftliche Kontakte aufgefrischt und, auch das ist Teil eines funktionierenden Dorflebens, ein bisschen Dorfklatsch aufgetischt.

Ein Vortrag über die vulkanische Vergangenheit der Eifel

Unterhaltung mit hohem Informationswert steuerte der Heimat- und Vulkanexperte Alois Mayer, ein pensionierter Pädagoge aus Daun, zu diesem gelungenen Nachmittag bei. Sein Bildvortrag führte die Zuhörer weit in die vulkanische Vergangenheit der Eifel zurück und machte kompliziertes Geowissen leicht verständlich. Die Schönheit der Eifelmaare, die auf sogenannten Negativvulkanismus zurückgehen, die Besonderheit des vulkanischen Wassers, das die Vulkane der Region hinterlassen haben, die Bedrohung durch den intensiven Abbau von wertvollem Gestein und Vulkansand, der langfristig zu einem immer stärken Abtragen der Berge führt. Er erinnerte an die Zeit, als die Eifel mehr wehrhafte Burgen aufwies als Rhein und Mosel, an die Zerstörung durch französische Truppen – nur die Burg Eltz und Schloss Bürresheim blieben erhalten – und die Säkularisierung der berühmten Klöster durch Napoleon. Und er erinnerte daran, dass viele Eifler ihre karge Heimat nach Missernten verlassen mussten und ihr Heil in der Neuen Welt suchten. Keine Frage, einige der Anwesenden erinnerten sich an die Geschichte ihrer Vorfahren. Und an die Erfahrungen der eigenen Jugend. Denn das Leben in der Eifel, die heute prosperiert und viele Besucher anzieht, war auch in jüngerer Zeit noch rau und hart.

Dem nächsten Seniorentag steht nichts im Wege

Johannes Bell, der Verbandsbürgermeister, hatte noch Beruhigendes aus der Vulkanforschung beizusteuern. Der Laacher See, so Bell, steht trotz beunruhigender Meldungen in der Presse noch lange nicht vor einem erneuten Ausbruch, auch wenn moderne Messgeräte auffällige Bewegung unter der Erdoberfläche registrieren. Dem nächsten Seniorentag in Engel, das dürfte damit sicher sein, steht also nichts im Wege. In der angenehmen Gewissheit machten sich die Senioren entspannt und guten Mutes wieder auf den kurzen Heimweg. Nach einem unterhaltsamen, schönen Nachmittag, der mit einem von der Metzgerei Groß-Mauer gelieferten warmen Abendessen endete.

Der Vulkanismus und das Leben in der Eifel

Ortsvorsteher Michael Klein und Thomas Wolff nahmen zwischen ihren Mitbürgern Platz und standen, wenn gewünscht, Rede und Antwort. Fotos: BE

BLICK aktuell bei Google bevorzugen
Erhalte mehr Inhalte von uns in deinen Google-Suchergebnissen.

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Täglich exklusive Inhalte
Täglich exklusive Inhalte

Das digitale Magazin für Rhein, Ahr und Eifel — jeden Tag eine neue Ausgabe, optimiert fürs Smartphone.

  • 30 Tage gratis
  • Neue Ausgabe jeden Tag
  • Für unterwegs gemacht
Heutige Ausgabe lesen
Blick aktuell
Regio MAGAZIN

Bildergalerien
Monatliche Anzeige
Wir helfen im Trauerfall
Dusch WC - Unterboden
Image
Anzeige Andernach schmeckt
Anzeigenauftrag #PR111825-2026-0009#
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0399#
Empfohlene Artikel
Herbert Wiemer (links) und Pascal Rowald an der Baustelle der neuen Kita Sankt Pius.  Foto: GS
27

Bad Neuenahr-Ahrweiler. „In unserer Stadt wird sichtbar, was gemeinsames Handeln bewirken kann“, sagt Pascal Rowald, seit dem 1. Juli Bürgermeister der Kreisstadt fünf Jahre nach der Flut. Im Wiederaufbau sei vieles gelungen, was zwischenzeitlich angesichts der enormen Herausforderungen kaum vorstellbar schien. „Darauf können wir als Stadt stolz sein: auf alle Menschen, die angepackt haben, Verantwortung...

Weiterlesen

Symbolbild.
17

Mayen. Die Stadt Mayen hat angekündigt, dass der Kreuzungsbereich der Genovevastraße und Golostraße ab dem 13. Juli bis voraussichtlich 7. August vollständig gesperrt wird. Der Grund für diese Maßnahme ist die Reparatur von zwei Leckagen im Fernwärmenetz, da ein erhöhter Wasserverlust festgestellt wurde. Die Arbeiten werden von der Firma Nette Tief- und Straßenbau durchgeführt. Während der gesamten Bauzeit bleiben die Genovevastraße und Golostraße beidseitig befahrbar.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbi.d  Foto: pixabay.com
1228

Die wohl meistgestellte Mülltonnen-Frage:

Der Griff zur Straße oder zum Haus?

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Kaum ein Thema sorgt rund um die Abfallentsorgung für so viele Diskussionen wie die richtige Ausrichtung der Abfallbehälter. Muss der Griff nun zur Straße zeigen oder doch lieber zum Haus? Die Antwort ist einfach: Am besten mit dem Griff zur Straße.

Weiterlesen