Allgemeine Berichte | 06.07.2019

Maßnahmen im Bendorfer Forstrevier

Der Wald im Klimawandel

Fichten sollen durch weniger anfällige Baumarten ersetzt werden

Im Forstrevier Bendorf wird der durch den Klimawandel gefährdete Wald gezielt durch Naturverjüngung umgebaut. Foto: privat

Bendorf. Der Klimawandel ist seit bereits seit Jahren in aller Munde. Die möglichen Folgen sowie Handlungsspielräume gegen die globale Erwärmung wurden vielfach diskutiert. Dass derart gravierende Auswirkungen so schnell den heimischen Wald auf den Kopf stellen, hätte kaum jemand vermutet.

Eine große Borkenkäfermassenvermehrung (Kalamität) war die Folge der großen Hitze und Dürre im Jahr 2018. Alle Waldorte mit der Baumart Fichte sind betroffen.

Im Bendorfer Wald entstand eine Käferholzmasse von ca. 6000 Festmetern. In diesem Jahr wird aufgrund der hohen Ausgangspopulation von Fachleuten eine Käferholzmasse von zusätzlich mindestens 7000 Festmetern erwartet. Es zeichnet sich damit ab, dass die Baumart Fichte in den nächsten Jahren gänzlich aus dem Bendorfer Forstrevier verschwindet. Die Holzpreise sind für Fichte auf etwa die Hälfte abgerutscht. Im Frühjahr 2019 wurden Maßnahmen gegen die starke Umbruchsdynamik im Wald ergriffen. Es wurden gut 12.000 Bäume gepflanzt. Dabei ist es eine Herausforderung für Forstingenieure, sogenannte klimastabile Baumarten standortsgerecht einzumischen.

Folgende Baumarten wurden gepflanzt: Esskastanie, Eiche, Linde, Schwarznuss, Flatterulme, Bergahorn, Hainbuche, Wildkirsche, Lärche, Douglasie und Weißtanne.

Als gänzlich neue Forstbaumart wurde der Türkische Baumhasel eingebracht. Ziel im Forstrevier Bendorf ist die waldbauliche Weiterführung eines Dauerwaldes durch Naturverjüngung. Für das Wachstum der Kulturen und der Naturverjüngung ist ein ausgeglichenes Wald-Wildverhältnis Grundvoraussetzung.

Unter dem Titel „Unser Wald im Klimawandel“ finden in Kooperation der beiden Forstreviere Vallendar und Bendorf Infoveranstaltungen für interessierte Bürger statt: Am Donnerstag, 22. August, führt der Weg in den Bendorfer Wald. Treffpunkt ist um 18 Uhr an der Gaststätte Meisenhof. Am Freitag, 30. August, treffen sich die Interessierten mit den Förstern Johannes Biwer und Achim Kern um 18 Uhr an der Schauinsland-Hütte in Weitersburg. Pressemitteilung

der Stadt Bendorf

Im Forstrevier Bendorf wird der durch den Klimawandel gefährdete Wald gezielt durch Naturverjüngung umgebaut. Foto: privat

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