Waldeingangsschilder eingeweiht - Ginko-Baum gepflanzt
Der Wald ist ebenfalls Raum für Integration
Kaisersesch. Mit der Einweihung von Waldeingangsschildern in verschiedenen Sprachen an der Kaisersescher Martinshütte wurde kürzlich ein weiteres Zeichen für Integration gesetzt. Letztgenannte funktioniert in erster Linie über Beziehungsarbeit und dafür müssen Räume geschaffen werden. Ein solcher Raum ist unter anderem der Wald, der ebenfalls einen zwanglosen Austausch von Einheimischen und zugewanderten Menschen ermöglicht. Zielsetzung des neuen Projektes ist es, Zugewanderte für die Umwelt und den Klimaschutz zu sensibilisieren, aber auch gegebenenfalls Ängste vor dem Wald zu nehmen. Die Schilder sind aber auch für Einheimische interessant, da sie verdeutlichen, dass Klima- und Umweltschutz wichtige Themen sind, die gemeinsam angegangen werden müssen. So ist die Anfertigung und Anbringung der Waldeingangsschilder in verschiedenen Sprachen ein Folgeprojekt zum „Mosaik der Kulturen“ 2020, organisiert durch Hedwig Brengmann, welches im Wald mit gezeichneten Bildern und Zitaten zum Thema Integration stattfand.
Das neu installierte Schild wurde von den Landesforsten mit Revierleiter Markus Brengmann und Forstamtsleiter Hans-Peter Schimpgen entwickelt. Der aufgedruckte Text wurde anschließend durch Dolmetscherinnen aus dem Dolmetscherpool der „Koordinierungsstelle Asyl“ der Kreisverwaltung, in die Sprachen Polnisch, Rumänisch, Arabisch, Farsi/Dari und Englisch übersetzt. Landrat Manfred Schnur begrüßte im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier die Besucher vor Ort und unterstrich im Rahmen seiner Ausführungen die Wichtigkeit von Integration und dem daraus resultierenden guten Miteinander. Gleichzeitig lobte er das Engagement der ehrenamtlich Tätigen rund um dieses sowie andere Projekte, die eine fortschreitende, positive Integration nachhaltig unterstützen. Revierleiter Markus Brengmann informierte über den schlechten Zustand des heimischen Waldes infolge des Klimawandels und machte die Anwesenden mit der Neuanpflanzung alternativer Baumarten vertraut. Passend zum Thema einer zu fördernden Integration pflanzte er zusammen mit Landrat Schnur abschließend einen Ginko-Baum, der als einer der ältesten Baumarten gilt und seinen Ursprung wohl in China hat. „Dieser Baum steht für die Vielfalt der verschiedenen Länder und Kulturen im Landkreis Cochem-Zell und die damit verbundenen Chancen der Bereicherung für Einheimische und Zugewanderte“, so der Kreischef. Neben einem „Baumpflegetag“ mit Zugewanderten und Einheimischen im Forstrevier Zell im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ (September 2021), sind in naher Zukunft noch weitere Projekte geplant.
TE
Die neuen Waldeingangsschilder in verschiedenen Sprachen wurden bei einer Präsentation vorgestellt und eingeweiht.
Neben den Bürgermeistern Albert Jung und Gerd Weber nahmen auch mehrere Projektbegleiter an der Einweihung teil.
