Schützenbruderschaft Ersdorf-Altendorf wählte einen neuen Brudermeister
Der Wechsel erfolgte nach 16 Jahren
Altendorf. Bei der Generalversammlung der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Ersdorf-Altendorf in der Altendorfer Schützenhalle übergab Christian Klein (38) das Steuerrad an Hendrik Beer (28). Klein hatte bereits vor über einem Jahr angekündigt, dass er sein Amt bei der Generalversammlung 2018 zur Verfügung stellen werde. Der ehemalige Brudermeister hatte immer betont, dass er ein Ehrenamt immer so lange ausüben wolle, wie er das Gefühl habe, noch Impulse zu setzen. „Ein Nachlassen ist hoffentlich noch nicht der Fall gewesen, aber nach über eineinhalb Jahrzehnten ist es an der Zeit für einen Wechsel. Außerdem hat sich mein Aufgabenbereich in der Bruderschaft über die Jahre so erweitert, dass es an der Zeit ist, umzuverteilen und die Bruderschaft zukunftsfähig zu gestalten“, so Klein.
Hendrik Beer, der seit 2013 Mitglied der Bruderschaft ist und bereits als stellvertretender Jungschützenmeister dem Vorstand angehörte, weist einen ähnlichen Hintergrund auf wie sein Vorgänger. Auch Christian Klein hatte das Amt des Jungschützenmeisters inne (1999 bis 2008) und war wie sein Nachfolger auf der Bezirksebene des Verbands als Bezirksjungschützenmeister aktiv.
Klein bleibt dem Vorstand weiterhin erhalten. In der Jugendversammlung, die unmittelbar vor der Generalversammlung stattfand, wurde er zum Ersten Jungschützenmeister, Anne Beer zu seiner Stellvertreterin gewählt. Ergänzt wird der Jugendvorstand durch die ebenfalls neu gewählte Jugendsprecherin Sophia Schreiner. Neben der Entgegennahme der Jahresberichte standen für die Bruderschaft unter anderem die Überprüfung ihres Schutzkonzepts zum Schutz vor sexualisierter Gewalt und turnusmäßige Neuwahlen der stellvertretenden Vorstandsmitglieder auf der Tagesordnung. Hier wurde Helga Klein (bislang Zweite Damensprecherin) neu als Zweite Schriftführerin gewählt. Königin Melanie Schreiner schied als Zweite Kassiererin aus. Die übrigen stellvertretenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt.
Mit verschiedenen Satzungsänderungen haben die Mitglieder in einer außerordentlichen Generalversammlung im Frühjahr den Vorstand entschlackt und einige Ämter ausgelagert. Die Ämter der Damensprecherinnen wurden ersatzlos gestrichen, da die Frauen seit Jahrzehnten absolut gleichberechtigte Mitglieder sind. Die Ämter „Fähnrich“ und „Hauptmann“ sind nicht mehr Bestandteil des Vorstands, sondern werden separat bestehen bleiben. Hinzu kommen weitere Aufgabenfelder, für die, losgelöst von Vorstandsämtern, weitere Personen benannt wurden. Neben weiteren Verantwortlichen sind dies als Hallenwarte Werner Gurk und Peter Radermacher, als Fähnrich Peter Radermacher, als Hauptmann Ulrich Dold und als Presse- und Medienbeauftragter Christian Klein.
Ein weiterer wichtiger Aspekt neben der Änderung der Strukturen ist für die kleine Schützenbruderschaft der Gewinn von Mitgliedern. Als ältester Verein des Doppelorts sind die Schützen vielseitig engagiert. Die breit aufgestellte Jugendarbeit, der Sport, das Brauchtum und das soziale Engagement verbindet die Bruderschaft unter ihrem christlichen Leitgedanken „Für Glaube, Sitte und Heimat“. Großen Wert legen die Mitglieder dabei auf gute Rahmenbedingungen und Rücksichtnahme für junge Familien. Interessenten können zudem über ein Schnupperjahr einen guten Einblick in das Vereinsleben erhalten. Informationen gibt es bei Brudermeister Hendrik Beer unter Telefon (0 22 25) 7 08 97 24 oder unter schuetzen@beerenmail.de.
Der neue Vorstand (hinten von links): Kassierer Werner Gurk, Zweiter Schießmeister Rainer Tuschen, Brudermeister Hendrik Beer, Schießmeister Ulrich Dold und Zweiter Brudermeister Marco Klee sowie (vorn von links) Zweite Schriftführerin Helga Klein, Jungschützenmeister Christian Klein und Schriftführerin Anne Beer.Foto: privat
