Ausflug der Altenhilfe Rheinbach e.V. führte nach Solingen
Der Weg vom stählernen Spaltstück zur Schere
Solingen. Aus Schläger und Rohling kann doch noch etwas Anständiges werden - das lernten Rheinbacher Senioren nicht etwa in einer pädagogischen Vorlesung, sondern beim Besuch der historischen Gesenkschmiede Hendrichs in Solingen. Die Altenhilfe Rheinbach hatte unter der organisatorischen Leitung von Herrn und Frau Weingartz zu einer Fahrt ins Bergische Land eingeladen.
Im Jahr 1886 wurde die Gesenkschmiede gegründet und leitete die Mechanisierung des Schmiedehandwerks mittels Dampfantrieb ein. Ungefähr 100 Jahre lang wurden stählerne Spaltstücke unter schweren Fallhämmern zu Rohlingen geschlagen und in vielen weiteren Arbeitsschritten zu präzise funktionierenden Scheren weiterverarbeitet. Der lebendige, realistische Einblick in die schweren und ohrenbetäubenden Arbeitsbedingungen sowie der Anblick der ungeahnten Vielzahl an verschiedenen Scherenarten in der fabrikeigenen Ausstellung lassen die Besucher diesen Alltagsgegenstand nun mit anderen Augen sehen. Nach der Besichtigung des Industriemuseums ging es weiter in das Tal der Wupper. Hier reckten sich die Köpfe mit Staunen hoch zur höchsten Eisenbahnbrücke Deutschlands. Über 100 Meter hoch spannt sich die filigrane Eisenkonstruktion der Müngstener Brücke über den Fluss. Seit fast 120 Jahren sucht man unter den 950000 Nieten nach der einen goldenen Niete. Auch die Rheinbacher Gruppe hat sie nicht gefunden. Nach einem Spaziergang im Wupperpark fand der Ausflug bei einer Einkehr im Haus Müngsten einen geselligen Abschluss. Die nächste Fahrt der Altenhilfe findet am Dienstag, 21. Juni statt und wird in die Samtgrotte in Valkenburg/Niederlande führen. Informationen dazu werden in der Juniausgabe von “Kultur und Gewerbe“ veröffentlicht.
