Allgemeine Berichte | 06.07.2021

Altenahr im Wandel der Zeit, eine weitere Wandtafel „Am Markt“ macht Geschichte lebendig

Der Weinort Altenahr erzählt Geschichte(n)

Stefan Görres mit seiner Frau Karin Luckey und deren Familie traf sich zum Umtrunk mit den Nachbarn Andreas und Petra Paetz, an deren Haus die Wandtafel angebracht wurde, zu einem erfrischenden Umtrunk. Foto: privat

Altenahr. Wer hinter der Kirche rechts abbiegt und dann der Straße weiter hoch folgt, kommt „auf dem Markt“ an. Seit vergangenem Samstag findet man dort eine Wandtafel, die von der Geschichte dieser kleinen Straße erzählt.

Die Straße „Markt“ in Altenahr wurde erstmals urkundlich erwähnt 1599 mit „Ufm Marck“. Später, im Jahr 1824, nahm sie schon annähernd den heutigen Sprachgebrauch an: „auf´m Markt“. In den Jahren 1920-1940 war der Markt, so wie auf der Wandtafel zu sehen, ein idyllischer Ort, direkt hinter der romanischen Kirche Mariä Verkündigung. Das Leben auf dem Markt war geprägt von der damals noch landwirtschaftlichen Struktur in Altenahr und ein geselliger Ort, der die Anwohner zum Plausch einlud. Man nahm sich einfach einen Stuhl und setzte sich vor die Tür. Auf der Straße spielten die Kinder und nichts konnte diese Ruhe stören. Ein kleines Paradies. Autos fuhren dort damals noch keine, die Häuser standen dichter, es gab eine lebendige Nachbarschaft und dies inmitten von kleinen Grünflächen, hohen Buchenhecken, einem großen Walnuss- und einem ebenso großen Akazienbaum. Dominiert wurde das ganze Bild des Marktes vom mehrstöckigen Pfarrhaus mit seinem großen Garten, nebenan die kleine Apolloniakapelle.

Heute, im Jahre 2021, ist der Markt immer noch ein idyllischer Ort, aber das Bild hat sich geändert. Etliche Häuser stehen nicht mehr, andere haben ihre Besitzer gewechselt. Einzig das Haus der Familie Görres/Hupperich ist seit Mitte der zwanziger Jahre auch weiterhin im Besitz dieser Familie. Es wurde kürzlich renoviert, ganz nach dem Vorbild einer Bauzeichnung aus dem Jahre 1928.

Zur Einweihung der am 19. Juni 2021 angebrachten Wandtafel „Altenahr im Wandel der Zeit“ hatten sich der jetzige Besitzer des „Hauses Markt 8“, Stefan Görres, zusammen mit seiner Frau, Karin Luckey, und deren Familie eingefunden, um mit den Nachbarn, Andreas und Petra Paetz, an deren Haus die Wandtafel angebracht wurde, bei einem erfrischenden Umtrunk den schönen Sommertag zu genießen und über die Geschichte der Straße zu fachsimpeln. Das Haus der Familie Paetz „am Markt 2“ ist aus dem Jahre 1699 und das Pfarrhaus gegenüber von 1898. An beiden Gebäuden sind noch die originalen Jahressteine in der Fassade zu bewundern.

Mit von der Partie war Eva Flügge, Vorsitzende des Weinort Altenahr und Leiterin der Touristinformation Altenahr. „In Zusammenarbeit mit Herrn Philippe Mathar und seinem Grafikbüro „Der Belgier“, aber vor allem durch die Initiative der Familie Görres ist eine interessante und anschauliche Tafel entstanden, die eine großartige Bereicherung für Altenahr, für Einheimische wie auch für unsere Gäste ist“ freut sich Eva Flügge. An weiteren Häusern in Altenahr sind bereits vor einiger Zeit im Rahmen des Altenahrer Burgenfestes „Altenahr – im Wandel der Zeit“, Wandtafeln aus dieser Reihe angebracht worden. Der Weinort Altenahr e.V. plant momentan bereits Schautafeln zum Thema Hochwasser, der Pfarrkirche und dem alten Bahnhofsgebäude. Anhand eines Flyers wird der interessierte Besucher seine eigene kleine historische Tour durch Altenahr erleben können. So bleibt die Geschichte des vielfältigen Weinortes lebendig. Es ist zu wünschen, dass diese Idee noch viele Nachahmer in Altenahr findet, der Weinort Altenahr bietet gerne Unterstützung bei der Umsetzung an.

Stefan Görres mit seiner Frau Karin Luckey und deren Familie traf sich zum Umtrunk mit den Nachbarn Andreas und Petra Paetz, an deren Haus die Wandtafel angebracht wurde, zu einem erfrischenden Umtrunk. Foto: privat

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