Eitelborner Karnevalsverein spendet über 7.000 Euro für den guten Zweck
„Der Wünschewagen“ freut sich über großzügige Spende aus der Augst
Angelika Hecken überraschte Sitzungsbesucher mit gekonnt vorgetragener Büttenrede
Eitelborn. Einen außergewöhnlichen Programmpunkt hatte die diesjährige Sitzung des Eitelborner Karnevalsvereins (EKV) zu bieten. Neben Jubel, Trubel, Heiterkeit war auch ein ernstes Thema auf der Agenda von Sitzungspräsident Thomas Rothweiler zu finden. Der EKV richtet im Ort nicht nur den Karneval aus, sondern veranstaltete im Jahr 2019 auch wieder das beliebte Oktoberfest. Dieses stand unter einem ganz besonderen Stern. Inspiriert von seiner Tochter Tanja Assmann, die hauptberuflich als Krankenschwester und ehrenamtlich für das Projekt „Der Wünschewagen“ des Arbeitersamariterbundes (ASB) tätig ist, hatte er bereits Ende 2018 die Idee, den Reinerlös des herbstlichen Festabends dieser Initiative zu spenden. Er trug dem Vereinsvorstand sein Anliegen vor und man war sich einig: Das wird gemacht.
Damit alle Eitelborner sich vorab über das Projekt und die Arbeit des Wünschewagens informieren konnten, beteiligte sich der ASB auf dem Weihnachtsbasar des Kirchenchors mit einem Infostand. Bereits in der Vorbereitungsphase wurde also im Dorf für die Idee geworben und darüber informiert. Im Oktober war es dann soweit und Thomas Rothweiler und die Vereinsmitglieder fieberten dem Oktoberfest und dem Spendenergebnis entgegen. Die Hilfsbereitschaft, die dem ersten Vorsitzenden entgegenschlug, war überwältigend. Zusätzlich zu dem Erlös aus der Veranstaltung kamen viele Gäste auf ihn zu und spendeten zusätzliche Gelder für diesen guten Zweck.
Wünschewagen erfüllt Herzenswünsche
Die Mission des Wünschewagens ist es, Menschen in ihrer letzten Lebensphase Glück und Freude zu schenken und einen besonderen Herzenswunsch zu erfüllen. Das Projekt wird rein ehrenamtlich getragen und finanziert sich ausschließlich aus Spenden. Die Wunscherfüller des ASB machen das möglich, was Angehörige nicht leisten können, weil beispielsweise pflegerische und medizinische Betreuung vonnöten ist oder ein Gast liegend transportiert werden muss. Dank dem hohen Engagement der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer sowie den Spenden ist die Fahrt im Wünschewagen für die Gäste kostenfrei.
Stolze Scheckübergabe durch Thomas Rothweiler
Im Rahmen der Karnevalssitzung wurde dann der Scheck von mehr als 7.000 Euro an Angelika Hecken, Manuela Stebel und Bella Smart des Landesverbandes des ASB Rheinland-Pfalz übergeben. Thomas Rothweiler freute sich sehr, dass ein so ansehnlicher Betrag zusammen gekommen ist: „Es war einfach nur schön zu sehen, dass auch spontan an diesem Abend Menschen zu mir gekommen sind und gesagt haben „Thomas, ich spende 100 Euro“. Die Leute haben wirklich viel gespendet. Das war der reine Wahnsinn. Jetzt stehe ich hier, bin stolz und kann verkünden, dass 7.335,54 Euro zusammengekommen sind.“
Das Wünschewagenteam überraschte die Sitzungsgäste sogar mit einem Vortrag, der das Programm des Abends in gekonnt-vorgetragener Weise bereicherte. Angelika Hecken trat in die Bütt und begrüßte die Karnevalisten mit einem kräftigen „Fastelovend ihr Leut“. Im Anschluss trug sie zusammen mit Manuela Stebel eine ergreifende Rede, in der sie auf die Gemeinsamkeiten von Karnvela und Wünschewagen einging: „Ihr und wir verschenken Zeit, um Gäste froh zu machen. Natürlich gibt’s bei uns auch sehr traurige Geschichten, doch davon möchten wir euch heut‘ nicht wirklich was berichten.“ Sie freute sich über „nen ganzen Saal voll Wunscherfüller“. Für diesen Vortrag wurde das Team des Wünschewagens mit tosendem Applaus des Publikums belohnt. Zum Abschluss überreichte Angelika Hecken noch den „Wünschi“, das Maskottchen der Initiative, an Thomas Rothweiler, der bei ihm sicher einen Ehrenplatz erhalten wird und natürlich erhielten Angelika Hecken, Manuela Stebel und Bella Smart nach guter karnevalistischer Sitte den diesjährigen Jubiläumsorden überreicht.
Da staunten die Augster Narren nicht schlecht, als Angelika Hecken in Reimform und Narrenmanier über ihre Arbeit berichtete.
Natürlich erhielten die Wunscherfüllerinnen auch den Jubiläumsorden des Vereins.
Stolz verkündete Sitzungspräsident, Thomas Rothweiler, wie viel bei dem Spendenaufruf zusammengekommen ist.
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