St. Sebastianus Schützenbruderschaft Waldbreitbach
Der Zusammenhalt liegt ihm besonders am Herzen
Justus Reiprich zum Ehrenbrudermeister ernannt
Waldbreitbach. Traditionell ist der Schießsport hierzulande mit den Bruderschafts-Bindungen vor Ort verknüpft. Dass diese Verbundenheit eine Mehrdeutung des Begriffs „Schützenwesen“ von ergebnisorientierten Wertungstreffern weiter zu den Wurzeln allen Zusammenlebens hin beinhaltet, erhält in Person des Waldbreitbachers Justus Reiprich eine Gestalt.
Denn neben dem Schießen am Schützenstand, hat der langjährige 1. Brudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Waldbreitbach sein Wirken stets auch sozial interpretiert. Nicht zuletzt dafür ist er jetzt zum Ehrenbrudermeister ernannt worden.
„Schützen“ ist der Mutterbegriff des „Beschützen“. Beschützt und geschützt hat Justus Reiprich die Tradition „seiner Sebastianer“ aus Waldbreitbach aus Überzeugung. „Der Zusammenhalt unserer Bruderschaft liegt Dir besonders am Herzen“, bringt sein Nachfolger, der 1. Brudermeister Thomas Over, die Leistungen des Jubilars in 40 Jahren Vorstandsarbeit auf den Punkt. Im Einzelnen hatte Justus Reiprich dabei von 1978 bis 1994 das Amt des 2. Schriftführers inne, bevor er bis 1996 zwei Jahre lang als 2. Brudermeister fungierte. Seitdem lenkte er die Geschicke des Vereins fast zwei Dekaden als 1. Brudermeister bis in das Jahr 2014. Aktuell behält er als Schießmeister den Überblick über das Große und Ganze – immer unterstützt durch seine Ehefrau Helga, die im Vereinsleben und in der Gärtnerei ebenfalls die Kraft an seiner Seite ist. Auch sportlich läuft es mit und für Justus Reiprich „rund“. Dreimal war der begeisterte Fahrradsportler Schützenkönig, sodass er sich nunmehr wie das Genie an der Lederkugel „Kaiser“ nennen darf. Viel der Ehre, die der 1. Brudermeister Thomas Over in die Feststellung münden lässt: „Glaube Sitte, Heimat. Kaum ein anderer verkörpert diesen Leitspruch so wie Justus Reiprich.“
Dass ihm das gelingt, ist wohl auch seinem Naturell zu verdanken. Für seine 75 Lebensjahre ist der auch körperlich große Mann richtig gut in Schuss. Vor allem ist Justus Reiprich absolut nett, was einem Großteil seiner Jugendlichkeit zu Gute kommt. Ein weiterer Teil ist zweifellos seiner Fürsorge für den jugendlichen Nachwuchs zu verdanken, die er als Mentor schützt, fördert und fordert. „Unsere Jugend ist Dir enorm wichtig und als ständiger Motivator begleitest Du unsere Jungschützen zu Schießwettbewerben und Freizeitaktivitäten“, würdigt Thomas Over das jugendliche Engagement seines Vorgängers. Alles soll wachsen, blühen, gedeihen; Justus Reiprich ist schon von Berufs wegen daran gelegen, eine Saat aufgehen zu lassen. Als Gärtnermeister liebt er Blumen und Pflanzen und kann mit seinem profunden Wissen um die Natur jeden Ausflug zum Biologieseminar machen.
Justus Reiprich war schon grün, als es die Partei dafür noch gar nicht gab, personifiziert als am Gemeinwohl orientierter Mensch die Demut, wie sie sein sollte und er singt im Kirchenchor „Cäcilia“, weil er die Musik mag. Dort wurde er jüngst auch beim traditionellen Namenstags-Gruß an die Bedeutung des „Justus“ gemäß römischem Original erinnert: Justus – der Gerechte. Das passt schon: Ein besonnener Feingeist in grüner Tracht und mit großem Herzen.
Für seine mehr als vierzigjährige Vorstandsarbeit unter anderem als 1. Brudermeister wurde Justus Reiprich (2.v.l.) von seinem Nachfolger Thomas Over (rechts) in Gegenwart von Präses Pfarrer Marco Hartmann (Mitte) zum Ehrenbrudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Waldbreitbach ernannt. Zugleich wurde Hans Döhring (2.v.r.) die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Der 1. Brudermeister Thomas Over wurde selbst auch noch geehrt und bekam von seinem Stellvertreter Martin Durst das Silberne Verdienstkreuz überreicht. Foto: privat
