Allgemeine Berichte | 17.06.2016

Marienhaus Klinikum im Kreis Ahrweiler

Der eigene Wille ist maßgeblich

Über 150 Teilnehmer bei Infoveranstaltung zu Patientenverfügung und Vollmacht

(Von links) Marcus Mohr, Hildegard Schneider, Dr. Harald Lörler und Dr. Gerhard Kreuter. Annemarie Migend

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Im hohen Alter oder während einer schweren Krankheit sehen Menschen sich oft mit schwierigen, medizinischen Entscheidungen konfrontiert. Allerdings kommt es nicht selten vor, dass Menschen gerade in Zeiten schwerer, unheilbarer oder tödlicher Erkrankungen ihren Willen nicht mehr artikulieren können. Eine Patientenverfügung oder eine Vorsorgevollmacht kann helfen, dass auch in solchen Lebenslagen nach den eigenen Vorstellungen gehandelt wird. Dabei müssen jedoch viele Einzelheiten genau beleuchtet werden; die Verunsicherung und der Beratungsbedarf sind nach wie vor groß. Deshalb verwunderte es nicht, dass über 150 Interessierte die Gelegenheit nutzten, am Seminar rund um das Thema Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht im Krankenhauses Maria Hilf teilzunehmen. Dazu hatte die Abteilung für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerztherapie gemeinsam mit dem Förderverein eingeladen. Dr. Harald Lörler, der Chefarzt der Abteilung, und Justiziar Marcus Mohr informierten dabei über die zentralen juristischen und medizinischen Aspekte.

Laut einer Statistik des deutschen Ärzteblattes wünschen sich 66 Prozent der Befragten, zu Hause zu sterben, tatsächlich ist dies aber nur bei einem Viertel der Menschen der Fall. Die meisten sterben stattdessen im Krankenhaus oder Pflegeheim. Wenn Menschen bei Aufnahme ins Krankenhaus ihren Willen nicht mehr äußern können, kann die immer besser werdende Medizintechnik dazu führen, dass Krankheitsverläufe und der natürliche Sterbeprozess verlängert werden. „Eine qualifizierte Aussage über die persönlichen Wertvorstellungen und den eigenen Willen sollten Sie schon in gesunden Tagen treffen, um dem Behandlungsteam eine Behandlung entsprechend Ihren persönlichen Vorstellungen zu ermöglichen“, riet Dr. Harald Lörler. In einer Patientenverfügung könne beispielsweise festgelegt werden, welche Maßnahmen in bestimmten Situationen durchgeführt werden sollen oder abgelehnt werden.

Alternativ oder zusätzlich lässt sich mit einer Vorsorgevollmacht eine Person des Vertrauens beauftragen, stellvertretend zu handeln, wenn der Betroffene die Dinge nicht mehr selbst bewältigen kann. Auch hier sei es wichtig, im Vorfeld ausführlich darüber zu sprechen, was für eine Behandlung gewünscht ist. Da sich diese Wünsche im Laufe der Zeit auch ändern können, ist es jederzeit möglich, Patientenverfügungen und Vorsorgevollmachten anzupassen oder zu widerrufen. Justiziar Marcus Mohr führte zudem aus, dass es am besten sei, die letztgültige Version im zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer zu hinterlegen, damit sie im Ernstfall auch gefunden wird.

(Von links) Marcus Mohr, Hildegard Schneider, Dr. Harald Lörler und Dr. Gerhard Kreuter. Foto: Annemarie Migend

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Image Anzeige
Lampionfest der Feuerwehr Weißenthurm
Heimat aktiv erleben
Heimat aktiv erleben
Innovatives rund um Andernach
Auszubildende:r im Bereich Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Empfohlene Artikel
Symbolbild. Foto: pixabay.com
14

Am Sonntagabend, den 21. Juni, kam es in Troisdorf zu einem Verkehrsunfall im Bereich Uferstraße/Uferweg. Ein 57-jähriger Fahrzeugführer aus Köln befuhr mit einer 54-jährigen Beifahrerin in einem VW Golf die Uferstraße stadtauswärts. Beim Abbiegen in den Uferweg kam es zur Kollision mit einem stadteinwärts fahrenden 24-jährigen Motorradfahrer aus Niederkassel.

Weiterlesen

Der Wandertag wurde für die Schüler zu einer echten Detektivgeschichte.
9

Rheinbrohl. Im Rahmen des aktuellen Sachunterrichtsthemas „Müll und Recycling“ machten sich die Klassen 1a und 1b der Astrid-Lindgren-Schule Rheinbrohl auf den Weg nach Bad Hönningen. Doch dieser Wandertag war etwas Besonderes: Die Kinder waren nicht nur Wanderer, sondern auch engagierte Mülldetektive.

Weiterlesen

Die Schüler hatten die Gelegenheit den Bienen ganz nah zu kommen.
7

Rheinbrohl.Ein ganz besonderes Erlebnis hatten die dritten Klassen der Astrid-Lindgren-Schule bei ihrem Besuch der Firma Huber Parking in Rheinbrohl. Dort konnten die Kinder die firmeneigenen HuBee-Bienen kennenlernen und viel Spannendes über das Leben der Honigbienen erfahren.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Die niedergebrannte Zimmerei von außen.
1561

Firmenhalle einer Zimmerei in Brohltal-Ost brennt in der Nacht auf Samstag bis auf die Grundmauern ab

20.06.: 110 Feuerwehrleute und Helfer kämpfen gegen die Flammen

Niederzissen. Die Werkhalle der Zimmerei Reimund Müller im Industriegebiet Brohltal-Ost ist in der Nacht zum Samstag ein Raub der Flammen geworden. Der Feueralarm bei der Feuerwehr Brohltal ging um 22.50 Uhr ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte brannte die Fabrik bereits lichterloh. Feuerwehren aus Bad Neuenahr-Ahrweiler und auch Andernach wurden umgehend zur Verstärkung angefordert, sodass rund 110 Feuerwehrleute und Helfer in der Nacht gegen ein Ausbreiten des Großfeuers kämpften.

Weiterlesen