Sommerfest der Kindertagesstätte des Blandine-Merten-Hauses
Der neue Träger setzt auf Fördervereine
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Alle Vorbereitungen waren abgeschlossen, die teilnehmenden Kinder und ihre Eltern hatten sich kurz vor 11 Uhr zum Kindergottesdienst mit Pfarrer Peter Dörrenbächer im dazu liebevoll hergerichteten Rund eingefunden, als just in diesem Moment der Himmel seine Schleusen öffnete. Pfarrer Dörrenbächer kommentierte die Laune der Natur mit netten Worten, zumal, wie er sagte, zurzeit ja viele Leute auf den notwendigen Regen warten. „Halleluja“ singend, wurde alles in die „Sport“-Halle der Kita verlegt. In der Halle war es natürlich deutlich enger als in der freien Natur des Kita-Außengeländes. Es dauerte ein wenig, bis alle ihren Platz gefunden hatten. Die Kinder nahmen auf dem Boden Platz, die Eltern rückten etwas zusammen, und Pfarrer Dörrenbächer konnte alsbald mit dem Gottesdienst beginnen.
Zunächst wurde durch mehrere Kinder ein zum Jahresprojekt „Unser Wald“ passendes Rollenspiel aufgeführt. Im Verlauf des Rollenspiels wurde das Lied „Vögelein, tanz mit mir“ gesungen, im Rollenspiel ging es um grüne, braune und lila Vögel, die lernen mussten, dass gemeinsam alles leichter geht, als wenn es allein versucht wird. Nach dem Ende dieses Rollenspiels mit der Erkenntnis, dass gemeinsam Vieles besser geht, dass im Team etwas erreicht werden kann, gelang es Pfarrer Dörrenbächer elegant, dies auf das Thema „Jesus und seine Jünger“ zu übertragen, die er jeweils zu zweit in die Welt geschickt hatte, um die Geschichten über das Wirken Jesu weiterzutragen. Damit kam er zur Verabschiedung der Vorschulkinder, die in Kürze eine neue Gemeinschaft erleben werden, die Schule, wo sie eben auch nicht allein sind, sondern mit neuen Freunden gemeinsam Neues lernen. Nachdem die Vorschulkinder noch ein eingeübtes Lied gesungen hatten, bot Pfarrer Dörrenbächer zum Abschluss des Kindergottesdienstes an, die 39 Vorschulkinder und ihre Eltern zu segnen.
Der Regen hatte in der Zwischenzeit auch aufgehört, der „gemütliche“ Teil des Sommerfestes konnte beginnen, es herrschte ein reges Treiben an den Verpflegungs-, Schmink- und Info-Ständen. In einer Bildergalerie wurde das „Jahresprojekt“ für alle Kinder mit dem Titel „Unser Wald“ vorgestellt, zur thematischen Vorbereitung war der Försteranwärter Manuel Barowski zunächst in die Kita gekommen. Unter anderem hatte er eine Wildschwein-Decke mitgebracht, um zu zeigen, wie groß ein Wildschwein sein kann.
Im März hatten die Kinder im März eine Erkundung im Wald im Bereich der Paradies-Wiese vorgenommen. Sie suchten dort beispielsweise nach Fußspuren im Boden. Der Förster zeigte ihnen, wo kürzlich noch Wildschweine nach Fressbarem gesucht hatten. All dies wurde in einer weiteren Bildergalerie „Unser Ausflug in den Wald“ dokumentiert.
Der im Mai gegründete Förderverein ist die wesentliche Neuerung, um die Finanzierung aller Aktivitäten des Blandine-Merten-Hauses auf Dauer sicherstellen zu können. In der Gründungsversammlung waren 24 Mitglieder bereit, direkt mitzuarbeiten. Unter anderem ist auch der Pfarrgemeinderat der Rosenkranzkirche aktiv mit dabei. Wie in der Einladung zur Gründungsversammlung zu lesen war, setzt der neue Träger, die katholische Kita gGmbH Koblenz, die ab dem 1. Januar 2018 zuständig sein wird, auf den Einsatz von Fördervereinen. Der Kindergarten darf dann keine Einnahmen in dem bisher vorliegenden Maß verbuchen, sondern muss diese über den Verein abwickeln.
Dr. Jörg Henkel und Kai Schneiders (in Personalunion Vorsitzender des Elternausschusses) stellten an einem Infostand den aktuellen Sachstand vor. Alle sind bei der Umsetzung einer qualitativ hochwertigen pädagogischen Arbeit auf eine ebenso gute Ausstattung des Kindergartens mit Lern-, Spiel- und Arbeitsmaterial sowie Spielgeräte angewiesen. Das zur Verfügung stehende Budget, die sogenannten Sachkostenzuschüsse seitens des Bistums, der Stadt und des Kreises, ist begrenzt. Zusätzliche Ausgaben zum Wohl der Kinder und des Blandine-Merten-Hauses zu tätigen, soll nun die Aufgabe des Fördervereins werden.
Stefan Ibs, der Leiter des Hauses, lobte im Gespräch das große Engagement vieler Eltern, sowohl im Elternausschuss als auch bei allen Aktivitäten, die das Haus plant. Nach seiner Bewertung ist die Kita in dieser Hinsicht sehr gut aufgestellt. Eine der wesentlichen Leistungen ist die Integration von Kindern aus unterschiedlichen 15 Kulturen und verschiedenen Religionen. Etwa 40 Prozent der Kinder haben einen Migrationshintergrund, ihre Integration gelingt reibungslos.
Das Sommerfest konnte im Verlauf des Nachmittags ohne weitere Regenunterbrechungen wie geplant gefeiert werden. Es war vor allem für die Vorschulkinder und deren Familien ein ganz besonderes Erlebnis.
Der Förderverein stellte an einem Infostand den aktuellen Sachstand.
