TheARTrale in Dernbach
„Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“
Dernbach. Michael Ende selbst hatte einmal über den „satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch“ gesagt, dass es wohl sein lustigstes Buch sei, weil es in der Geschichte drunter und drüber gehe. So hatten sich die Darsteller der TheARTrale-Gruppe „Brausepulver“ genau dieses Stück ausgewählt, um es auf ihrer Bühne in Dernbach drunter und drüber gehen zu lassen. Doch was genau ist dieser Wunschpunsch und was ist seine geheimnisvolle Wirkung? Dieses Rätsel sollte im Laufe des Abends gelüftet werden.
Was ist, wenn Gut zu Böse wird und dann doch wieder zu Gut? Bei Zauberrat Beelzebub Irrwitzer und seiner Tante, Geldhexe Tyrannja Vamperl, klopft am Silvesterabend der zwielichtige Maledictus Made an. Beide haben ihr Soll an bösen Taten für das Jahr nicht erfüllt und jetzt droht ihnen ihr eigener Herr mit der Hölle. Einziger Ausweg scheint die Zubereitung des „satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsches“ zu sein, von dessen Rezept jeder der beiden allerdings nur eine Hälfte besitzt. Bleibt ihnen also nur, sich zusammenzutun, um noch vor dem Silvesterläuten den Punsch zuzubereiten, der jeden Wunsch in das Gegenteil verkehrt und ihre bösen Taten noch rechtzeitig zu erfüllen. Womit die beiden jedoch nicht gerechnet haben, sind Rabe Jakob und Kater Maurizio, die vom Rat der Tiere als Spione in ihre beiden Häuser entsandt wurde, um herauszufinden, wo das ganze Übel in der Welt herkommt. Die beiden belauschen den Plan ihrer Herrschaften und beschließen, sich auf den Weg zu machen, um die Welt vor den bösen Plänen zu retten. Zu Hilfe kommt ihnen dabei die Tatsache, dass sich mit dem ersten Silvesterläuten die Umkehrwirkung des Punsches aufhebt und die guten Wünsche nicht mehr länger ins Gegenteil umschlagen.
Doch wie sollen sie das Silvesterläuten früher erklingen lassen? Der heilige Sankt Nikolaus lässt sich von ihren Bitten erweichen und schenkt ihnen einen einzigen Ton des Silvesterläutens, den sie in den Wunschpunsch geben müssen. Dann werden alle guten Wünsche, die die beiden bösen Zauberer aussprechen, nicht ins Gegenteil verkehrt und ohne es zu wollen, tun Beelzebub und Tyrannja Gutes.
Kurz vor Fertigstellung des Punsches gelingt es den beiden, den Ton in den Kessel fallen zu lassen und während die beiden Zauberer sich an „guten“ Wünschen, von denen sie sich natürlich Schlechtes erhoffen, zu überbieten suchen, tun sie jede Menge Gutes. So haben Rabe Jakob und Kater Maurizio die Welt gerettet und Beelzebub und Tyrannja werden von ihren eigenen Taten eingeholt.
Für interessierte Zuschauer gibt es noch weitere Gelegenheiten, dieses toll inszenierte Stück zu sehen. Im TheARTrale in Dernbach wird es am 23. Januar 2019 um 19:30 Uhr eine weitere Vorstellung geben und für den 23. Dezember 2018 ist eine Aufführung im Hotel Westerwaldtreff in Oberlahr angesetzt. Karten gibt es im Vorverkauf unter info@theartrale.de und bei Schreibwaren Zerres in Puderbach.
Die Theatergruppe „Brausepulver“ hat wieder einmal ihre Zuschauer verzaubert und während der Vorstellung blieb kein Auge trocken.
Für die Gruppe standen Tobias Ullmann (Prof. Beelzebub Irrwitzer), Sonja Mehrtens (Geldhexe Tyrannja Vamperl), Gert Schmidt (Maledictus Made / Rabe Jakob Krakel), Claudia Schwamberger (Kater Maurizio di Mauro) und Sigrid Engels (heiliger Sankt Silvester) auf der Bühne.
Ein weiteres großes Highlight erwartet die theaterbegeisterten Fans aus der Region im nächsten Jahr. Die Theatergruppe „Fabula“, die im letzten Jahr „Bilder, Bibel und Banditen“ auf die Bühne brachte, wird im Frühsommer 2019 Cornelia Funkes „Tintenherz“ aufführen.
Rabe Jakob klärt Kater Maurizio über die Machenschaften seines Herrn auf.
Sankt Silvester schenkt den beiden Tieren einen Ton des Neujahrsgeläuts.
Tante Tyrannja hat ihrem Neffen Beelzebub einen Vorschlag zu machen.
Maledictus Made setzt dem Zauberer eine Frist am Silvesterabend.
Die Zauberei hat für Jakob und Maurizio Gutes bewirkt.
