Allgemeine Berichte | 29.06.2020, 12:10 Uhr

Benediktinerabtei leidet unter Müllmassen

Der tägliche Abfall im Laacher Seegebiet

Bilder wie diese sind an der Tagesordnung. Foto: privat
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Glees. Der Laacher See und die Benediktinerabtei Maria Laach ist für viele tausend Besucher im Jahr ein Anziehungspunkt: Ob zum Spazieren oder Sport im Laacher Seegebiet oder ein Besuch der Betriebe und der Abteikirche innerhalb der Klosteranlage. Menschen aus der Region, aus Deutschland, dem europäischen Umland aber auch der ganzen Welt zieht es an diesen vor über 920 Jahren gegründeten Ort im Norden von Rheinland-Pfalz.

Das Kloster ist Eigentümer der Ländereien rund um den See sowie des Laacher Sees selber. Eigentum verpflichtet: Für Ordnung und Sauberkeit im größten zusammenhängenden Naturschutzgebiet in Rheinland-Pfalz zu sorgenund Gottes Schöpfung zu bewahren ist ein Auftrag den die Abtei gerne erfüllt. Dazu beschäftigt die Abtei Mitarbeiter, deren Aufgabe es ist vor allem frühmorgens für Ordnung und Sauberkeit im Kloster als auch auf dem Besucherparkplatz und am See zu sorgen - noch bevor die ersten Besucher Maria Laach erreichen. Da das Kloster keine direkten Zuwendungen aus Mitteln der Kirchensteuer erhält, muss es selber die Kosten für die Mitarbeiter als auch die Entsorgung des Mülls tragen.

Die Abtei versucht die Finanzierung sowohl der für Ordnung und Sauberkeit zuständigen Angestellten als auch der Entsorgung des Mülls über die Ein-nahmen der Parkgebühren zu realisieren. Mit zwei Euro pro Auto pro Tag leisten Besucher auf dem Besucherparkplatz damit einen Beitrag.

Doch dies ist so gut wie nicht mehr leistbar. Die Personalkosten sowie die Kosten der Entsorgung steigen in den letzten Jahren erheblich. Grund dafür ist der immer öfters achtlos in die Natur geworfene Müll. Auch die für die Entsorgung aufgestellten Müllbehältnisse werden buchstäblich mit Dingen „zugemüllt“, deren Belang dorthinein fraglich ist. So haben Mitarbeiter der Abtei ganze Schlauchboote, zerstörte Gartenstühle und weitere Dinge, deren Entsorgung in einem Naturschutzgebiet fraglich sind, abzutransportieren gehabt. Die oftmals sorglos hinterlassenen Essensreste sorgen für ein ökologisches Ungleichgewicht im Naturschutzgebiet Laacher See. Mitunter stellen die Hinterlassenschaften der Besucher nicht nur ein Umwelt- sondern auch ein Hygiene-Problem dar. Eine Gegebenheit, die neuerdings seitens der Abtei-Mitarbeiter immer öfters am See beobachtet wird, sind abgebrannte Lagerfeuer. Dies stellt in zweierlei Hinsicht ein Problem dar: Neben dem Müll, der dort liegengelassen wird und durch Abtei-Angestellte entsorgt werden muss, ist auch die Brandgefahr im Naturschutzgebiet ein großes Risiko für Natur und Menschen.

Mitarbeiter der Abtei tragen deswegen konsequent ab dieser Woche den eingesammelten Müll zusammen. Auf dem Besucherparkplatz wird dafür eigens ein Areal abgegrenzt, in das der Müll gegeben wird.

Pressemitteilung der

Benediktinerabtei Maria Laach

Bilder wie diese sind an der Tagesordnung. Foto: privat

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