Mitgliederversammlung der Regionalgruppe 56
Deutsch gehört ins Grundgesetz
Koblenz. Nach einstimmiger Wiederwahl des bisherigen Regionalleiters Prof. Dr. Heinz-Günther Borck und seiner Vertreter Walter Busch und Karin Schnurpfeil beschloss die Mitgliederversammlung die Weiterführung des, seit 2008 von Sparkasse Koblenz und Lottostiftung Rheinland-Pfalz, unterstützten Wettbewerbs Werbewerke.
In ihm wird pfiffig und einfallsreich mit den Begriffen der deutschen Sprache spielende Werbung prämiert – 2016 gewann die Berlinwerbung mit einer umweltfreundlichen Einkaufstasche aus Jute: „Allet Jute aus Berlin“. Ebenso gibt es seit einigen Jahren „Sprachrüffel“ für sinnfreiens deutsch-englisches Sprachdurcheinander – etwa „Kaffee to go“ (=zum Weglaufen).
Letzter Tagesordnungspunkt war ein Vortrag von Prof. Borck über „Deutsch als Amtssprache“. Einem historischen Rückblick bis in die Zeit Karls des Großen, der vor 1200 Jahren bereits deutsche Begriffe durchsetzen wollte, folgte eine Darstellung der deutschen und europäischen Rechtsverhältnisse. In der Mehrzahl der europäischen Staatsverfassungen gibt es Amtssprachenregelungen, auch in den, auf dem Boden des alten deutschen Reiches entstandenen, Staaten Schweiz, Österreich und Liechtenstein, nicht aber in Deutschland selbst.
Der Referent hielt schon im Blick auf die Integrationsproblematik die Durchsetzung einer gemeinsamen Kommunikationsgrundlage für zwingend, verpflichtende Verwendung der englischen Sprache in deutschen Firmen und bei vom deutschen Steuerzahler bezahlten Veröffentlichungen und Kongressen dagegen für nicht zumutbar und meinte, das Grundgesetz müsse endlich die deutsche Sprache schützen, denn wo die Menschen einander nicht mehr verstehen, ist für Toleranz und gemeinsame Werte kein Platz.
Deshalb: Deutsch ins Grundgesetz.
Den musikalischen Rahmen der Mitgliederversammlung, zu der auch Nichtmitglieder freien Zutritt hatten, schuf der bekannte Bendorfer Liedermacher und Sänger Manfred Pohlmann; das von vielen Teilnehmern mitgesungene uralte, jeder Bevormundung sich widersetzende Volkslied „Die Gedanken sind frei“ beendete, wie schon in früheren Jahren, die Veranstaltung.
