Allgemeine Berichte | 04.08.2023

Antrittsbesuch der Deutschen Weinkönigin in Erpel

Deutsche Weinbotschafterinnen auf der Erpeler Ley

Weinmonarchie trifft vor malerischer Kulisse auf Politik: Mittelrhein-Weinkönigin Verena Schwager (8.v.l.) zwischen der Deutschen Weinkönigin Katrin Lang (rechts daneben) sowie ihren Prinzessinnen und ihrem Gefolge, eingerahmt von Politikvertretern.  Foto: AWi

Erpel. Der älteste trinkbare Wein Deutschlands ist der 483 Jahre alte 1540er Steinwein, dessen letzte bekannte, sehr angestaubte Flasche im Keller des Würzburger Bürgerspital-Weingutes hinter Glas geschützt lagert. Die Deutsche Weinkönigin 2022/23, Katrin Lang, bringt es dagegen mit ihren beiden Weinprinzessinnen Luise Böhme und Juliane Schäfer zusammengerechnet gerade einmal auf 72 Lebensjahre. Am 2. August besuchte das königliche Weintrio den „schönsten Teil des Mittelrheintales“, wie Landrat Achim Hallerbach den Antrittsbesuch in seiner Begrüßungsansprache einleitete. Angestoßen wurde natürlich mit Wein, einem Riesling. Nach dem Besuch eines bekannten Weingutes in Hammerstein machten die drei Weinbotschafterinnen Station auf der Erpeler Ley, bevor sie weiter nach Dattenberg fuhren.

Tradition seit 1950

Und der Antrittsbesuch ist fast auch schon die Abschiedstour: Die Wahl der nächsten Weinkönigin ist schon am 29. September. Dann werden aus den regionalen Weinköniginnen der 13 deutschen Weinanbaugebiete wieder die Weinbotschafter und -protagonisten für ein Jahr gewählt. „Eigentlich war der heutige Antrittsbesuch ja für den 25. Mai geplant, der musste aber krankheitsbedingt verschoben werden“, berichtet Mittelrhein-Weinkönigin Verena Schwager aus Erpel, die mit ihrem „Gefolge“ und Hilfe der Familie die Begrüßung auf der Erpeler Ley ausrichtete. Als regionale Weinkönigin wird auch sie an der 75. Ausscheidung im September teilnehmen, die seit 1950 traditionell in Neustadt an der Weinstraße stattfindet. Nur aus wichtigen Gründen wird von diesem Ort abgewichen, seit 1950 fand sie daher auch nur 17 Mal woanders statt. Die erste regionale Weinkönigin kam übrigens 1931 aus der Pfalz, aber erst seit 1950 wird eine Deutsche Weinkönigin direkt gewählt.

Ein Jahr als Weinbotschafterinnen

Waren in den Anfangszeiten der vom Deutschen Weininstitut initiierten Wahl allein gutes Aussehen und Tanzbegabung der Kandidatinnen wichtig, steht heute Fachwissen in Sachen Weinbau, aber auch Wirtschaftswissen, ein sicherer Auftritt und gute Kommunikationsfähigkeit im Mittelpunkt. Denn die Ausgewählten sollen während ihrer einjährigen Amtszeit deutschen Wein auf Messen, Festen und Veranstaltungen im In- und Ausland souverän und werbewirksam vertreten.

Und das ist auch wirtschaftlich wichtig: Etwa 17.000 Menschen arbeiten Vollzeit in Deutschland im Weinbau und produzieren auf etwa 100.000 Hektar ca. neun Millionen Hektoliter Wein jährlich; in Rheinland-Pfalz allein rund sechs Millionen Hektoliter in 6.550 Weinbaubetrieben. Die Königinnen kommen immer aus unterschiedlichen Weinanbaugebieten. So auch die diesjährigen Repräsentantinnen: Königin Katrin Lang (23) aus Baden, und die Prinzessinnen Juliane Schäfer (26) aus Rheinhessen sowie Luise Böhme (23) aus Saale-Unstrut.

Alle drei kennen sich mit Wein gut aus und vermutlich mögen sie auch alten, wertvollen Wein . Für das junge Trio galt beim Besuch der Erpeler Ley aber nicht ausschließlich „Ein Glas und eine Krone“ – in Abwandlung des Titels einer Filmromanze von 1953. Denn nach dem Fototermin mit den Weinmajestäten des Mittelrheins und der angereisten Politprominenz wurde das eigene Smartphone gezückt. Und mit fantastischem Rheinblick im Hintergrund verewigten sich die drei weinadligen Frauen digital – ganz modern und gar nicht angestaubt.

Weinmonarchie trifft vor malerischer Kulisse auf Politik: Mittelrhein-Weinkönigin Verena Schwager (8.v.l.) zwischen der Deutschen Weinkönigin Katrin Lang (rechts daneben) sowie ihren Prinzessinnen und ihrem Gefolge, eingerahmt von Politikvertretern. Foto: AWi

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