Kurzweiliges Seminar bei den Landfrauen
„Deutscher Käse trifft Wein von der Ahr“
Walporzheim. Knapp 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnte die Landfrauenkreisvorsitzende Ingrid Strohe zum Seminar „Käse und Wein“ in der Weinmanufaktur Walporzheim begrüßen.
Zur inhaltlichen Gestaltung hatte sie Hiltrud Schappert von der Milchwirtschaftlichen Arbeitsgemeinschaft Rheinland-Pfalz aus Bad Kreuznach sowie Wolfgang Dieckmann von der Weinmanufaktur Walporzheim gewinnen können. Wolfgang Dieckmann hatte für Wohlfühlatmosphäre an den eingedeckten Tischen mit Kerzenleuchtern gesorgt. Als wahrer Fachmann der heimischen Gewächse entpuppte er sich während der Vorstellung des zur Verkostung ausgesuchten Sortiments an Ahrweinen. Zu jeder Probe erklärte er ausführlich die Herkunft der Reben, die Entstehung der edlen Getränke; es ging um Oechslegrade, Säuregehalt, Süße, Qualitäten durch Ausbau in Holz- oder Edelstahlfässern, Witterungseinflüsse und mehr.
Die Käseprodukte des Abends stellte Hiltrud Schappert vor. Ihr war es wichtig, dass deutscher, naturgereifter Käse gereicht wurde. Eine kleine Käsekunde vorab und schon wurde die erste Probe namens „Antons Liebe blond“ gereicht, ein cremig milder, besonders sahniger Weichkäse mit Camembertschimmel mit 60 Prozent Fett in Trockenmasse. „Das entspricht ungefähr der Hälfte des Fettgehaltes des fertigen Produktes beim Einkauf an der Ladentheke“, so erklärte Hiltrud Schappert. „Dieser Käse wird mit Milch und einem Anteil Bio-Sahne aus eigener Herstellung des Käsemeisters Anton in Zurwies hergestellt. Spezielle Kulturen und eine sorgfältige Pflege während der Reifezeit sorgen für das gute Produkt am Ende des Prozesses“.
Welcher Wein passt zu diesem Käse mit Schimmelschicht? Wolfgang Dieckmann machte es spannend: „Je cremiger der Käse, desto mehr Säure braucht der Wein, um den geschmacklichen Genuss zu erzielen.“ Er reichte dazu den Klassiker Ahr-Riesling aus 2016, opulent im Geschmack mit charaktervoller Frucht, vergoren und ausgebaut im gekühlten Edelstahltank. Die Teilnehmer bestätigten bei der Verkostung die gute Harmonie der beiden Erzeugnisse. So setzten sich Erklärungen der Weine, die Zuordnung zu bestimmten Käsesorten und die Proben fort. Zum Bergblümchenkäse, einem Hartkäse, bei dem die Rinde mit gegessen wird, mundete beispielsweise der feinherbe Weißburgunder. Beim Rotweinkäse wird während der Reifung der Käse mit Rotwein eingerieben, sodass ein aromatischer, fruchtiger Geschmack entsteht. Dazu wurde ein trockener Spätburgunder ausgeschenkt.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass der gelungene Abend mit den ganz individuellen Geschmackserlebnissen zukünftig bei der Auswahl von Käsesorten passend zum Wein nachwirken würde.
Zahlreiche Wein- und Käsesorten konnten bei dem Seminar getestet werden.
